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Wie ist die Erbfolge und wie berechnen sich die Erbanteil, für Neffe und Nichte bzw. für das Kind d

| 09.04.2011 15:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
- unverheiratet und kinderlos Tante ist im hohem Alter verstorben.
- Hinterlässt ein Testament in dem namentlich Erbbestimmt ist: a. der Neffe, b. die Nischte, c. und der Abkömmlinge.
- Bei dem Abkömmling handelt es sich um das einzige Kind des Neffen, die Nischte ist kinderlos

Wie ist die Erbfolge und wie berechnen sich die Erbanteil?
a. für Neffe und Nischte
b. für das Kind des Neffen ( Abkömmlinge ), wenn überhaupt erbberechtigt.

p.s. ... benötige dringend dazu eine schlüssige Antwort, d.h. bis 18:00 Uhr.
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
09.04.2011 | 16:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Eine Auslegung der Testament der Tante ist nur vorzunehmen, wenn die letztwillige Verfügung überhaupt auslegungsbedürftig ist.

Hiervon ist auszugehen, wenn am Inhalt der Verfügung nach ihrem Wortlaut oder auch gemessen an den Umständen, die außerhalb der konkreten Verfügung selbst liegen, Zweifel bestehen.

Ziel einer Auslegung ist es, den tatsächlichen Willen des Erblassers zu ermitteln (§ 133 BGB ). Hierfür ist grundsätzlich der Zeitpunkt der Errichtung der letztwilligen Verfügung maßgebend.

Die Verfügung ist meines Erachtens tatsächlich auslegungsbedürftig:

A) weil es nicht ausdrücklich geregelt ist, ob all die genannten Personen zu gleichen Teilen erben und
B) auch aufgrund der Formulierung "der Abkömmlinge", also ohne ausdrückliche Erklärung, sich um wessen Abkömmlinge handelt.

Da aber die Nichte kinderlos ist, liegt nahe, dass die Tante das Kind des Neffen meinte. M.E. ist die Erklärung dann zu interpretieren, dass mit "der Abkömmlinge" das Kind des Neffen gemeint war.

Da die Tante die drei begünstigte ohne Rangverhältnis benannt hat, gehe ich zusätzlich davon aus, dass alle drei gleichzeitig zu erben werden, mit der Folge, dass jeder zu 1/3 zu Erben wird.

Es ist aber anzumerken, dass keine abschließende Prüfung vorgenommen werden kann, ohne das Testament im Ganzen durchzusehen. Auch Umständen, die außerhalb der konkreten Verfügung selbst liegen, könnten eine abweichende Antwort rechtfertigen.

Ich halte meine Interpretation für vertretbar und richtig: andere könnten jedoch auch gelten. Letztendlich könnte dies nur aufgrund einer gerichtliche Entscheidung als sicher gelten, beziehungsweise es besteht auch die Möglichkeit, aufgrund eines zwischen den Beteiligten abzuschließenden Auslegungsvertrages, Sicherheit zu gewinnen. Dieser Vertrag bedarf der notariellen Beurkundung.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen.


Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.
Fachanwalt für Migrationsrecht

Bewertung des Fragestellers 10.04.2011 | 00:39

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