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Wie hoch stehen die Chancen grundsätzlich und welcher Unterhalt steht ihr zu?

29.10.2009 19:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrter Anwalt, sehr geehrte Anwältin,

Person A (17Jr.) zog aus dem Elternhaus aufgrund erheblicher familiärer Schwierigkeiten vor ca. 4 Mon. zu ihrem Freund. Derzeit erhält sie einen geringfügigen Betrag inkl. Kindergeld monatl. überwiesen. Kontakt zu den Eltern besteht noch. Folgendes Vorgehen ist geplant: Person A lässt sich psychiatr. Gutachten erstellen, aus dem hervorgeht, dass es unzumutbar wäre, wieder nach Hause zu ziehen (Stichwort Barunterhalt) aufgrund psych. Probleme und versucht, den Unterhalt ab dem 18. Lj. einzuklagen. Die Frage ist nun, wie hoch die Chancen grdsl. stehen und welcher Unterhalt ihr zusteht. Um einen möglichst konkreten Betrag (wichtig, um auch zuvor ohne rechtl. Schritte eine Einigung finden zu können) zu erhalten, folgende Informationen: Eltern verdienen gemeinsam ca. 4000-5000 € Brutto/Monat. Freund von A ist berufstätig. A geht zur Schule mit dem Ziel, das Abitur zu schreiben und anschließend zu Studieren. Bitte nennen Sie mir die geschätzten Aussichten eines solchen Verfahrens und einen Wert, nach dem sich A richten kann. Folgeauftrag bei pos. Aussichten möglich.
Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage aufgrund des von ihnen mitgeteilten Sachverhaltes unter Berücksichtigung ihres Einsatzes wie folgt:

Gemäß § 1612 BGB können die Eltern des unverheirateten minderjährigen Kindes die Art der Unterhaltsgewährung bestimmen,, was allerdings unter Berücksichtigung des Kindeswohles zu geschehen hat.


Durch die Duldung des Auszugs und zumindest teilweise Leistung von Barunterhalt haben die Eltern hier allerdings schon schlüssig die Zustimmung zur Führung des eigenen Haushaltes des Kindes erteilt. Somit erübrigen sich weitere Ausführungen zur Erlaubnisbedürftigkeit.


Aufgrund der groben Angaben ist von einem Unterhaltsanspruch in Höhe von circa 314- 355 € gemäß Stufe 2-3 der Düsseldorfer Tabelle auszugehen. Die Frage ob Barunterhalt zu leisten ist, ist auch nur noch bis zur Volljährigkeit entscheidungserheblich. Dem volljährigen Kind gegenüber sind beide Elternteile barunterhaltspflichtig. Der Unterhalt wird unter Zugrundelegung der Düsseldorfer Tabelle ermittelt. Der Bedarf ergibt sich aus der Summe der Nettoeinkommen der Eltern.


Für weitere Details und insbesondere die Vertretung in einem gerichtlichen Verfahren empfehle ich Ihnen einen Anwalt vor Ort aufzusuchen.

Ich hoffe ihn einen ersten Überblick gegeben zu haben. Für einzelne Nachfragen stehe ich Ihnen gerne im Rahmen der Nachfragefunktion zu Verfügung

Rückfrage vom Fragesteller 29.10.2009 | 20:21

Sehr geehrter Herr Specks,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Bei den 314-355€ handelt es sich um reinen Unterhalt, d.h. Kindergeld ist dabei noch nicht enthalten, kommt also zusätzlich dazu...!?

Wie hoch schätzen Sie die Chancen nun insgesamt ein?

Vielen herzlichen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.10.2009 | 21:13

Richtig, den Unterhalt habe ich grob ohne Kindergeld ermittelt, dies wäre direkt zusätzlich an die Unterhaltsberechtigte zu zahlen. Insgesamt stünden dann bis zur Volljährigkeit ca. 480- 520 € zur Verfügung.

Die Zahlen sind nur Anhaltspunkte, denn die Tabelle hat keine Gesetzeskraft; der Richter kann abweichen.

Im Streitfall halte ich bei Vorliegen des Gutachtens gute bis sehr gute Erfolgsaussichten für gegeben.

Die Unterhaltsberechtigte hätte Anspruch auf Beratungshilfe/ Prozesskostenhilfe, was direkt beim Gericht bzw. beim Anwalt beantragt werden kann. Gegebenenfalls kann man sich hier an die jeweilige Rechtsberatungsstelle des Amtsgerichtes am Wohnort wenden.

Dem Minderjährigen steht darüber hinaus auch Hilfe vom Jugendamt zu, dessen Einbindung allerdings von Fall zu Fall sorgsam erwogen werden sollte. Ist das Jugendamt einmal involviert, wird es bis zur Volljährgkeit tätig sein wollen.

Ich rate dazu, mit den Eltern einen Kompromiss bis zur Volljährigkeit zu schließen.



Ergänzung vom Anwalt 29.10.2009 | 20:47

Richtig, den Unterhalt habe ich grob ohne Kindergeld ermittelt, dies wäre direkt zusätzlich an die Unterhaltsberechtigte zu zahlen. Insgesamt stünden dann bis zur Volljährigkeit ca. 480- 520 € zur Verfügung.

Die Zahlen sind nur Anhaltspunkte, denn die Tabelle hat keine Gesetzeskraft; der Richter kann abweichen.

Im Streitfall halte ich bei Vorliegen des Gutachtens gute bis sehr gute Erfolgsaussichten für gegeben.

Die Unterhaltsberechtigte hätte Anspruch auf Beratungshilfe/ Prozesskostenhilfe, was direkt beim Gericht bzw. beim Anwalt beantragt werden kann. Gegebenenfalls kann man sich hier an die jeweilige Rechtsberatungsstelle des Amtsgerichtes am Wohnort wenden.

Dem Minderjährigen steht darüber hinaus auch Hilfe vom Jugendamt zu, dessen Einbindung allerdings von Fall zu Fall sorgsam erwogen werden sollte. Ist das Jugendamt einmal involviert, wird es bis zur Volljährgkeit tätig sein wollen.

Ich rate dazu, mit den Eltern einen Kompromiss bis zur Volljährigkeit zu schließen.



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