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Wie hoch ist Unterhalt für Volljährige Kinder?


| 29.09.2007 05:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe 3 Söhne, die alle volljährig sind.
- 20 Jahre: sucht nach Abitur immer noch einen Ausbildungsplatz, lebt bei meiner Ex-Frau in Frankfurt. Arbeitet nicht.
- 22 Jahre: sucht nach Bundeswehrzeit immer noch einen Ausbildungsplatz, lebt ebenfalls bei meiner Ex-Frau in Frankfurt, arbeitet nicht.
- 25 Jahre: studiert noch, lebt in eigener Wohnung in Düsseldorf,
erhält aktuell 200,- Euro BaföG im Monat.
Für alle drei Söhne wird Kindergeld gezahlt, beim 25jährigen nur noch ein paar Monate. Kindergeld erhält meine Ex-Frau aufs Konto.
Ich verdiene zwischen 1.800,- bis 1.900,- Euro netto, je nach Überstunden.
Meine Exfrau arbeitet in Vollzeit bei der Sparkasse und verdient
1.800,- Euro netto.
Ein Titel für Unterhaltszahlungen besteht nicht. Die Scheidungsfolgenvereinbarung ist 7 Jahre alt und längst überholt. Damals lag eine Mangelfallberechnung vor und ich mußte insgesamt nur ca. 200,-Euro Kindesunterhalt leisten. Zur Zeit zahle ich freiwillig insgesamt 600,- Euro.

Meine Frage:
Wie hoch ist meine Unterhaltsverpflichtung, was muss ich zur Zeit/aktuell an die drei Söhne jeweils nach der Düsseldorfer Tabelle zahlen?
Was muss meine Ex-Frau zahlen?
(Dass sich bei Beginn einer Ausbildung mit Ausbildungsvergütung etwas ändert ist mir klar.)

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Sehr geehrter Ratsuchender,


eine genaue und verbindliche Unterhaltsberechnung kann ich Ihnen an dieser Stelle nicht liefern, hierzu müssten alle Umstände des Einzelfalles näher ausgeleuchtet werden.

Insbesondere ist nicht eindeutig, ob eine Unterhaltspflicht gegenüber den beiden nicht in Ausbildung befindlichen volljährigen Kindern dem Grunde nach besteht. Denn die Kinder sind ab dem vollendeten 18. Lebensjahr nur insoweit anspruchsberechtigt, als sie sich nicht selbst unterhalten können, siehe § 1602 Abs. 1 BGB. Solange die beiden Söhne sich aber ernsthaft um eine angemessene Ausbildung bemühen, kann in der Regel eine Unterhaltspflicht weiter bestehen.

Hiervon ausgehend, ergibt sich folgende vereinfachte Berechnung:

Der Bedarf des Studierenden ist mit € 640 abzüglich des erhaltenen BaföG anzusetzen, also € 440.
Der Bedarf der anderen beiden Söhne bemisst sich nach dem zusammengerechneten (um eine Pauschale von je 5% für berufsbedingte Aufwendungen) bereinigten Einkommen der Eltern - hier € 3.467,50 - und beträgt nach der aktualisierten Düsseldorfer Tabelle jeweils € 563. Abzuziehen ist aber noch das Kindergeld (€ 154 x 3 = 462).
Insgesamt müssten beide Elternteile somit insgesamt € 1.104 (€ 1.566 – € 462) aufbringen.

Die Haftungsquote berechnet sich wie folgt:

Bereinigtes Nettoeinkommen eines Elternteils (N1 oder N2) abzüglich 1.100 Euro mal (Rest-) Bedarf (R), geteilt durch die Summe der bereinigten Nettoeinkommen beider Eltern (N1+N2) abzüglich 2.200 (=1.100 + 1.100) Euro. Haftungsanteil 1 = (N1 -1.100) x R : (N1 + N2 -2.200).

(€ 1.757,50 – € 1.100) x € 1.104 : (€ 1.757,50 + € 1.710 – € 2.200) = € 572,69.

Demnach hätten Sie insgesamt € 572,69 und Ihre Ex-Ehefrau € 531,31 zu bezahlen. Davon entfallen auf den studierenden Sohn € 148,36 (bzw. € 137,64) und auf die beiden jüngeren Söhne je € 212,17 (bzw. € 196,83).


Ich hoffe, meine Ausführungen reichen Ihnen als erste rechtliche Orientierung und weise Sie auf die Möglichkeit hin, hier noch Rückfragen zum Verständnis zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.09.2007 | 15:21

Sehr geehrter Herr Geyer,
vielen Dank für die superschnelle Antwort, die mir sehr hilfreich ist.
Habe ich die Berechnung richtig verstanden, dass Sie für mich und und meine Exfrau diegleichen Einkommen (jeweils 1.800,- Euro ) zugrunde gelegt haben?
Nochmals besten Dank!
Mit freundlichen Grüßen
123corneli

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.09.2007 | 19:26

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die positive Bewertung.

Ich habe bei Ihrer Ex-Ehefrau ein (nicht bereinigtes) Nettoeinkommen in Höhe von € 1.800 angenommen und bei Ihnen einen Durchschnittswert von € 1.850 auf der Grundlage Ihrer Angaben.
Deshalb haben Sie auch im Ergebnis etwas mehr zu zahlen als Ihre Ex-Ehefrau.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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