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Wie handle ich richtig

| 25.02.2019 12:09 |
Preis: 55,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Hallo,

ich (A) habe folgendes Problem mit meiner Schwester (B).

Unsere Oma ist am 25.01.2019 gestorben.

Ich (A) wohne im selben Haus (UG), von dem meine Oma (EG) die Eigentümerin ist. Ich besitze eine General und Vorsorgevollmacht von meiner Oma bis über den Tod hinaus.

Wir (A+B) hatten zuvor abgemacht, daß wir uns kurz schreiben wenn B ins Haus will, einfach nur das A die Info habe, falls was sein sollte. Doch heute ging B einfach ungefragt und ohne Info in die Wohnung unserer Oma. Auf die Frage was sie denn wolle kam nur die Ausrede, das sie einen Platz zum Schreiben gebraucht hätte. Sie fing mich an zu beschuldigen und aufs derbste zu beleidigen, bis die Polizei zur Schlichtung kam.

Nun meine eigentliche Frage, kann ich B als Miterbe ein Hausverbot erteilen, oder einfach die Schlösser tauschen lassen, da ich eine General und Vorsorgevollmacht habe oder was empfehlen Sie mir wie ich vorgehen sollte. Der Polizist meinte mir das weiteres nur zivilrechtlich gelöst werden kann.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst möchte ich Ihnen mein Beileid ausdrücken.

Zur Sache teile ich folgendes mit:

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) bestimmt in § 2033 Verfügungsrecht des Miterben:

"(1) Jeder Miterbe kann über seinen Anteil an dem Nachlass verfügen. Der Vertrag, durch den ein Miterbe über seinen Anteil verfügt, bedarf der notariellen Beurkundung.
(2) Über seinen Anteil an den einzelnen Nachlassgegenständen kann ein Miterbe nicht verfügen."

Weiter bestimmt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in § 2038 Gemeinschaftliche Verwaltung des Nachlasses
"(1) Die Verwaltung des Nachlasses steht den Erben gemeinschaftlich zu. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, zu Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsmäßigen Verwaltung erforderlich sind; die zur Erhaltung notwendigen Maßregeln kann jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen. [...]."

D.h., Sie haben beide das Hausrecht. Die Schlösser könnten Sie zwar wahrscheinlich aufgrund der Generalvollmacht (der Inhalt müsste aber erst genau gesondert geprüft werden) austauschen, aber dazu rate ich nicht, da Ihre Schwester die Vollmacht einfach für sich widerrufen könnte und dann müssen Sie die Schlösser nochmals tauschen.

Die Erben können über einen Nachlassgegenstand nur gemeinschaftlich verfügen, vgl. § 2040 BGB .

Das Problem ist, dass Sie beide einen Anteil von 50 % als Miterben haben können Sie nur gemeinschaftlich über die Immobilie verwalten und darüber verfügen.

Sie müssen sich auch über die Lasten und Kosten und vieles andere einig werden.

Sie müssen die Erbengemeinschaft auseinandersetzen, bestenfalls durch einen Vertrag und angesichts der härteren Gangart Ihrer Schwester durch einen oder mehreren Anwälte bzw. einen Notar.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 25.02.2019 | 13:05

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