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Wie errechnet sich der Trennungsunterhalt für Frau und Kinder?


02.05.2005 17:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Seite finde ich wirklich hervorragend und möchte sie in meinem Falle auch gerne in Anspruch nehmen.

Sachverhalt:
Ich möchte vorerst von meiner Frau getrennt leben. Wir haben ein gemeinsames Haus (120qm Wohnfläche in RMH), in der meine Frau mit den beiden Kindern (8 Jahre, 1/2Jahre) ersteinmal wohnen bleibt. Die monatlich Abzahlung fürs Haus betraegt 250 EUR, und müsste in ca. 4-5 beendet sein.
Mein Netto-Einkommen beträgt zur Zeit 3250 EUR in Steuerklasse III, ohne Urlaubsgeld. Meine Frau hat zur Zeit kein eigenes Einkommen.
Ich habe mir eine eigene Wohnung gesucht und werde diese bald beziehen(KM=450EUR).

Meine Fragen:
1. Wie hoch ist der Trennungsunterhalt mit oben genannten Daten unter der Berücksichtigung das meine Frau keine Miete zahlen muss, ich aber für eine neue Wohung Miete zahlen muss?

2. Wie rechnet sich die Eigenheimzulage in diese Rechnung mit hinein, kann sie mit der Abzahlung fürs Haus gegengerechnet werden.

3. Muss ich wenn ich ausgezogen bin zusätzlich auch noch Kosten für z.b: Gartenumgestaltung etc. mittragen, die meine Frau nach der Trennung plant, bzw wer fällt die Entscheidungen die das Haus betreffen, wenn ich ausgezogen bin?

Mir wäre es lieb, wenn sie eine kleine Rechnung aufstellen, wie ich es schon öfters hier gesehen habe. Sie sollte nicht verbindlich sein, sondern nur richtungsweisend.
Vielen Dank im Voraus









02.05.2005 | 18:22

Antwort

von


141 Bewertungen
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage. Als Unterhaltspflichtiger sieht die Unterhaltsberechnung wie folgt aus:

Zunächst wird Ihr Nettoeinkommen dahingehend bereinigt, dass die monatlichen Belastungen i.H.v. 250,-€ abgezogen werden. Entsprechend der Düsseldorfer Tabelle liegt ein bereinigtes Nettoeinkommen von 3.000,-€ vor. Unterhaltsberechtigt sind die getrennt lebende nicht erwerbstätige Ehefrau und Ihre zwei minderjährigen Kinder, K 1 (1/2 Jahre) und K 2 (8 Jahre)

Die Einsatzbeträge der Kinder
K 1 301,-€; K 2 365,-€
Einsatzbetrag der Ehefrau
3.000,-€ - 301,-€ - 365€ = 2.334 € - 233 € (Erwerbstätig- keitsbonus)= 2101 € / 2 = 1050 €

Die Summe der Ansprüche aller Beteiligten
301€ + 365 € +1050 € = 1716 €

Insgesamt verbleiben Ihnen 1284 €. Damit liegen Sie mit dem verbliebenen Betrag von 1284 € über dem gesetzlichen Selbstbehalt. Der gesetzliche Selbstbehalt des Unterhaltsverpflichteten liegt bei ca. 780 €, darin ist auch der Mietanteil enthalten.

Allerings kommt in Ihrem Fall hinzu, dass Ihre Ehefrau das gemeinsame Haus bewohnt. Diesen Wohnwert muss sie sich daher anrechnen lassen. Ausgangspunkt der Wohnwertberechnung ist die Ermittlung der marktüblichen Miete. Falls hier keine Einigung zwischen ihnen möglich ist, kann eine Klärung anhand des örtlichen Mietspiegels oder Sachverständigengutachten erfolgen.


Mit dem Wohneigentum notwendig verbundene Belastungen (z.B. Zins, Tilgung, Instandhaltungsaufwendungen) mindern das Einkommen, diese werden durch die staatliche Eigenheimförderung (Eigenheimzulage, Steuervorteile u.ä.) ausgeglichen. Die Eigenheimzulage wird zu Ihrem Vermögen damit hinzugerechnet, da Sie einen wirtschaftlichen Vorteil erlangen. Sie müssen dann Ihr monatliches Einkommen dann demenstrechend korrigieren, indem Sie die jährlich gezahlte Eigenheimzulage durch 12 Monate teilen und auf Ihr Nettoeinkommen hinzuaddieren.

Im Übrigen müssen Sie sich finanziell an der Umgestaltung des Gartens nicht beteiligen. Sie sind zwar Miteigetümer des Hauses, jedoch nur dazu verpflichtet, Instandhaltungsmaßnahmen, die dem Erhalt des Hauses dienen, zu finanzieren. Nach Ihren Schilderungen handelt es sich jedoch bei der Gartengestaltung um keine notwendigen Maßnahmen.


Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2005 | 12:23

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort.

Habe noch einige Nachfragen bezueglich der Berechnung:

Werden die Nebenkosten (die ich vorher nicht erwähnt hatte), die ich fürs Haus trage, zu meiner monatlichen Belastung dazu gerechnet um ein bereinigtes Nettoeinkommen zu erlangen oder muss diese Nebenkosten meine Frau vom Unterhalt tragen?

Ich vermisse die Einbeziehung des Kindergeldes in der obigen Rechung.

Warum wird in meinem Falle in der letzten Stufe der Berechnung der Betrag durch 2 dividiert, da in anderen Berechnungen öfters mit einem Faktor 3/7 gerechnet wird?

Vielen Dank für ihr Bemühen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.05.2005 | 14:05

Sehr geehrter Rechtssuchender,

wenn Sie die verbrauchunabhängigen Kosten des Hauses tragen, dann muss sich Ihre Ehefrau auch den vollen Wohnwert des Hauses anrechnen lassen. Anders wäre es, wenn sie Ihre Frau selber die verbaruchunabhängigen Kosten ( zB Grundsteuer usw ) tragen würde, dann wäre dies vom Wohnwert abzuziehen.

Aufgrund ihrer Einkommensgruppe können Sie das Kindergeld zur Hälfte auf den Kindesunterhalt anrechnen.

Der Ehegattenunterhaltsanspruch berechnet sich wie folgt:

Ihr Bruttoeinkommen minus den monatlichen Abzahlungen minus den Unterhaltszahlungen an die beiden Kinder = Bemessungsgrundlage für den Ehegattenunterhalt. Hiervon 3/7 = Ehegattenunterhalt.

Die Hälfte wird tatsächlich nur bei sonstigen Einkünften genommen, also Einkünfte, die nicht aus Erwerbstätigkeit stammen.

Einen Teil des Ehegattenunterhalts haben Sie dann schon durch den Wohnwert des Hauses geleistet.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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