Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wie beweise ich Herausgabe bei unversichertem Versand?

| 25.02.2008 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


18:54

Ich bitte um eine erste Einschätzung, wie belastbar diese kaufvertragliche Klausel ist:

"Ich versende nach Wahl des Käufers unversichert, vorbehaltlich, mein Wort, die Sache persönlich in den Briefkasten geworfen zu haben, sowie ein Digitalfoto vom adressierten und frankierten Umschlag, genügen Ihm als Einlieferungsbeleg."

Es geht um das Thema -un-versicherter Versand. (Warenwert unter 15.-Euro). Anlaß sind Onlineauktionen, wo ich als Verbraucher gelegentlich etwas verkaufe. (Versendungskauf nach §447 BGB ). Ich schulde dem Käufer, die Kaufsache richtig adressiert in den Post-Briefkasten einzuwerfen. Im Zweifel muss ich das beweisen können. Aber wie sollte das gehen?

Ich verpacke und adressiere selbst und auch zum Briefkasten gehe ich alleine. Versicherten Versand stelle ich immer zur alternativen Auswahl. Mein Profil verzeichnet keine Beschwerden. Auch dokumentiere ich den frankierten und adressierten Umschlag mit einem Digitalfoto. Jedoch beweist das nicht, dass ich die Kaufsache in diesem Umschlag einwarf.

Es gibt kein anderes Zeugnis, als mein Wort, die Sache persönlich in den Briefkasten geworfen zu haben!

Darum will ich die Option des unversicherten Versandes -generell- unter den Vorbehalt stellen, dass mein Wort zulässig und gültig ist. (Zweck ist: der Käufer soll mir im Zweifel nachweisen müssen, dass ich die Sache -nicht- einlieferte.) Zu diesem Zweck möchte ich die obige Klausel in meinen Angebotstext aufnehmen.

Meine Frage lautet nun, geht das so oder gäbe es ein milderes Mittel, den gleichen Zweck zu erreichen?

25.02.2008 | 17:34

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen und Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Wie Sie schon richtig festgestellt haben, geht beim Versendungskauf die Haftung nach Versand auf den Käufer über.
Sie müssen allerdings beweisen, dass Sie die Sache ordnungsgemäß versandt haben, z. B. in den Briefkasten eingeworfen haben.

Beim unversicherten Versand ist dies nicht zu beweisen, da Sie eben keinen Beleg für den Versand der Ware haben. Eine bloße Quittung über das Porto sagt ja nichts darüber aus, was verschickt wurde.

Wenn Sie sich in Ihren Versandoptionen auf Ihr Wort berufen, so ehrt Sie dies, ist aber kein Beweismittel. Auch eine eventuelle eidesstattliche Versicherung würde nur der Glaubhaftmachung, nicht jedoch dem Beweis dienen.

Wenn Sie also einen nicht vom Käufer angreifbaren Beweis für den Versand der Kaufsache haben möchten, so bleibt Ihnen nur der versicherte Versand.

Sie können also den Wortlaut in den Angebotstext aufnehmen, dem Beweis dient er jedoch nicht.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort vorerst geholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite.

Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich bitte unter der angegebenen e-mail-Adresse.
Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatierung behilflich.


Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 25.02.2008 | 17:47

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Schöpper,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Verstehe ich Sie richtig: als Verkäufer bleibe ich immer beweisbelastet für die ordnungsgemäße Übergabe. Ich kann mich mit keinerlei Absprache davon befreien. Die Freiheit, Verträge zu schließen, ist für Käufer und Verkäufer dahingehend beschnitten und anderslautende Verabredungen nicht nichtig.

Durch welches Gesetz wird das verfügt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.02.2008 | 18:54

Sehr geehrter Ratsuchender!
Beim Versendungskauf bleiben Sie beweisbelastet für die ordnungsgemäße Übergabe an den Transporteur.

Dies ergibt sich aus § 447 BGB , den Sie selbst zitiert haben.

Sie können anderslautende Vertragsklauseln schließen.
Wenn es hier jedoch um den unversicherten Versand beim Versendungskauf geht, so können Sie die Beweislastregeln nicht ausser Kraft setzen.
Diese Regeln ergeben sich aus dem BGB und der ZPO.

Es entspricht doch der Billigkeit des Rechtsverkehrs, dass Sie dafür Beweis liefern müssen, dass Sie die Ware ordnungsgemäß auf den Weg gebracht haben.
Ihr Wort genügt leider nicht als Beweismittel, da es nicht nachzuprüfen ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Schöpper,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Nachfrage.

In der Sache finde ich die Auskunft auf meine Frage äußerst unbefriedigend.

Daran ändert sich auch nichts, wenn das hier die optimale Antwort war.

Dass ich als privater Verkäufer deshalb versichert versenden soll, damit Justitia mir nicht den Schaden anhängen kann, für den gesetzlich der Käufer das Risiko trägt, das erscheint mir wirklich absurd.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Wibke Türk »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
3/5,0

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Schöpper,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Nachfrage.

In der Sache finde ich die Auskunft auf meine Frage äußerst unbefriedigend.

Daran ändert sich auch nichts, wenn das hier die optimale Antwort war.

Dass ich als privater Verkäufer deshalb versichert versenden soll, damit Justitia mir nicht den Schaden anhängen kann, für den gesetzlich der Käufer das Risiko trägt, das erscheint mir wirklich absurd.


ANTWORT VON

(452)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Reiserecht