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Wie berechnet sich jetzt der Kindesunterhalt und wird meine Lebensgefährtin mit zwei Kindern ( leben

07.01.2009 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Hallo!
Bin seit Juni 2006 geschieden und zahle für meine Tochter, die bei meiner Ex Frau lebt Unterhalt. Mein Sohn, der inzwischen volljährig ist und eine eigene Familie hat lebte bis Dezember 2007 bei mir im Haushalt. Meine Tochter, die jetzt 18 wird befindet sich noch in der schulischen Ausbildung. Ich habe einen Nettolohn von 1000 Euro. Frage? Wie berechnet sich jetzt der Unterhalt und wird meine Lebensgefährtin mit zwei Kindern ( leben bei mir im Haushalt) mit berücksichtigt???

-- Einsatz geändert am 07.01.2009 21:02:03

Sehr geehrter Ratsuchender,


unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen sehr gerne zusammenfassend wie folgt:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung gehe ich davon aus, dass Sie nicht verpflichtet sind überhaupt Unterhalt zu zahlen, obwohl ein Unterhaltsanspruch dem Grunde nach besteht. Hierzu aber an anderer Stelle.

Ich gehe davon aus, dass sich Ihre Frage auf den Kindesunterhalt und nicht auf den Unterhalt für Ihre Exfrau bezieht. Somit möchte ich Ihnen gerne nachfolgend erklären, wie sich der Kindesunterhalt grundsätzlich berechnet.

Ausgangsgrundlage zur Berechnung des Kindesunterhalts ist das Nettoeinkommen des Unterhaltsverpflichteten, also Ihr Nettoeinkommen.

Als Berechnungsgrundlage ist somit Ihr Nettoeinkommen von 1000.- € heranzuziehen.

Von diesem Unterhalt sind Abzüge zu machen, etwa für berufsbedingte Aufwendungen.

Diese werden von vielen Gerichten in Höhe von 5 % pauschal in Abzug gebracht oder wenn es sich beispielsweise um Fahrtkosten in höherem Umfang handelt, kann auch ein höherer Betrag in Abzug gebracht werden, wenn Sie diesen konkret nachweisen können.

Da Sie berufstätig sind, werde ich die Aufwendungen in Höhe von 5 % in Ansatz bringen, so dass Ihr unterhaltsrelevantes Nettoeinkomme nach Abzug dieser berufsbedingten Aufwendungen 950.- € beträgt.

Weiterhin können Sie noch weitere Abzugsposten geltend machen, wie insbesondere bestimmte Schulden, Krankenversicherung, etc. , so dass Ihr unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen noch niedriger sein wird. hr unterhaltsrelevantes bereinigtes Nettoeinkommen beträgt somit wohl knapp unter 900.- €.


Theoretisch wären Sie mit diesem Einkommen in die Stufe 1 der Düsseldorfer Tabelle einzuordnen (Einkommen bis 1500.-€).
Bei Ihnen liegt aber ein Sonderfall vor, so dass Sie im Ergebnis keinen Unterhalt zahlen brauchen.

Es handelt sich nach Ihrer Schilderung ja um volljährige Kinder (bis auf die Tochter, die demnächst 18 wird, so dass ich auch bei Ihr von der Volljährigkeit als Berechnungsfaktor ausgehen kann).

Nach der Anmerkung Nr.5 zur aktuellen ab 01.01.2009 gültigen Düsseldorfer Tabelle haben Sie als Unterhaltsverpflichteter grundsätzlich gegenüber solchen volljährigen unterhaltsberechtigten Kindern einen sog. angemessenen Selbstbehalt von 1100.- €.

Dies bedeutet, dass Sie nur das, was das bereinigte Nettoeinkommen von 1100.- € (also unter Abzug der berufsbedingten Aufwendungen, Krankenversicherung, etc., s.o.) übersteigt, für Unterhaltszahlungen einsetzen müssen.

Darunter gibt es auch noch einen sog. notwendigen Selbstbehalt, der die absolute Untergrenze dessen darstellt, was ihnen verbleiben muss. Dieser beträgt in Ihrem Fall 900.- € netto.

Da Ihr bereinigtes Nettoeinkommen noch darunter liegt mit knapp unter 900.- €, ist noch nichtmal der notwendige Selbstbehalt von 900.- € erreicht, so dass Sie von Ihrem Einkommen auch nicht in der Lage sind, Unterhalt zu zahlen und demnach auch keinen Unterhalt zahlen müssen.

Unabhängig davon, dass Sie keinen Unterhalt zahlen brauchen, vorausgesetzt, Sie haben außer den 1000.- € Arbeitslohn keine weiteren Einkünfte, würde die neue Lebensgefährtin sowie deren Kinder nicht berücksichtigt werden. Diesen gegenüber wären Sie sowieso schon nicht unterhaltspflichtig, da keine Verwandtschaft besteht, wovon ich nach Ihren Sachverhaltsangaben ausgehe.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.



Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochabend.


mit freundlichem Gruß

Dipl.-jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/57774


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