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Wie berechnet sich der Urlaubsanspruch bei Kündigung

13.09.2009 23:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Sachverhalt:

Ich bin seit dem 15.02.2009 als Werksstudentin in einem Betrieb, der aus 4 Mitarbeitern besteht, beschäftigt.

Meine Arbeitszeit richtet sich "nach betrieblichen Erfordernissen und ist auf 19 Std./Wo begrenzt". Im Regelfall arbeite ich 2 Tage pro Woche (Montag u. Dienstag) á 6-7 Stunden,

Die Probezeit war auf vier Monate begrenzt.

Mein Urlaub ist im Arbeitsvertrag wie folgt geregelt: "Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Jahresurlaub von 25 Arbeitstagen und kann frühestens vier Monaten nach Beschäftigungsbeginn gewährt werden."

Nun habe ich vor, unter Wahrung der Kündigungsfrist zum 15.10 zu kündigen.

Ich habe vom 23.08 bis zum 10.09 Urlaub genommen und war außerdem 2 Tage krank (Krankschreibung war rechtzeitig beim AG zugegangen).

Nun die Fragen: wieviel Urlaub habe ich noch? Habe ich bis jetzt 16 Urlaubstage genommen oder nur 6, da ich ja theoretisch nur an den Tagen Urlaub nehmen muss, an denen ich arbeite, also nur 2 Tage/Woche? Steht mir der volle Jahresurlaub zu oder nur anteilig?
Vielen Dank für die zügige Antwort!

-- Einsatz geändert am 13.09.2009 23:31:11

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung zu Ihrer Frage wie folgt Stellung nehmen:


Da Sie länger als 4 Monate im Betrieb sind, steht Ihnen nach dem Arbeitsvertrag schon mal grundsätzlich Urlaub zu. Insgesamt haben Sie nach Ihrer Schilderung in der Tat erst 6 Tage Urlaub genommen, da der Urlaub nur an den Arbeitstagen genommen werden kann/muss.

Die anderen Tage, an den n sie laut Arbeitsvertrag also nicht zur Arbeit verpflichtet waren, zählen nicht als Urlaub, genau wie etwa ein Sonn- oder gesetzlicher Feiertag.

Ihr Arbeitsvertrag legt fest, dass Sie einen Jahresurlaubsanspruch von 25 Tagen haben. Da Sie aber kein ganzes Jahr in dem betreib arbeiten, muss Ihr Urlaubsanspruch (also im Ergebnis anteilig) auf die Arbeitszeit umgerechnet werde.

Rein rechnerisch beträgt Ihr Urlaubsanspruch 2.083 Tage pro Monat (25 Tage geteilt durch 12 Monate).

Da Ihre Arbeitszeit in dem Betrieb insgesamt (also von Beginn des Arbeitsverhältnisses bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens Ihrer Kündigung) 8 Monate beträgt, haben Sie insgesamt 16,7 Tage Urlaub, von denen Sie bereits 6 verbraucht haben, so dass noch 10,7 Tage (rein rechnerisch) übrig sind.


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagmorgen!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/57774

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2009 | 00:02

Sehr geehrter Herr Newerla,

vielen Dank für Ihre zügige Antwort, ich habe jedoch noch eine kurze Nachfrage: Ist es gem. § 5 KSchG i. V. m. 4 KSchG nicht so, dass man Anspruch auf vollen Urlaub hat, wenn die "Wartezeit", die ja im Regelfall sechs Monate beträgt, bereits verstrichen ist?
Was spricht bei mir dagegen?

Vielen Dank und ebenfalls schönen Montagmorgen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2009 | 10:53

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte.

Sie haben vollkommen Recht, vielen Dank für den Hinweis. Gem. § 4 BUrlG haben Sie aufgrund des Umstandes, dass Sie länger als 6 Monate im Arbeitsverhältnis sind, einen Anspruch auf den vollen Jahresurlaub, also 2 Tage mehr.

Diese Frage ist aber sowieso nur theoretischer Natur, da Sie nach Ihrer Schilderung ja eh nur noch knapp über 8 Arbeitstage bis zur Kündigung haben, so dass Sie Ihren Urlaub voraussichtlich nicht ganz aufbrauchen werden.

Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen alles Gute!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla,Rechtsanwalt

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