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Wie berechnet sich der Pflichtteil

17.07.2008 20:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein Vater ist letztes Jahr verstorben, er hatte zusammen mit meiner Mutter ein großes Haus in dem ich eine Wohnung habe. Die Mutter meines Vaters hat lebenslanges Wohnrecht in 2 Zimmern und ist aber im Pflegeheim. Ich zahle dafür ca 100 Eur Zuschuß ans Sozialamt den eigentlich meine Mutter zahlen müsste.

Wir sind 3 Kinder mit mir, die beiden anderen haben ihren Erbanteil vor über 10 Jahren bekommen und beim Notar unterschrieben das Ihr Erbe damit abgegolten ist. Meine Eltern haben mich als Erben eingesetzt wenn beide versterben, ansonsten erbt der Längstlebende von beiden, also jetzt meine Mutter.

Ich habe in das Haus in den 3 Jahren vor dem Tod meines Vaters ca 40000 Eur investiert da wir ein sehr vertrauensvolles Verhältniss hatten. Nun hat es seit dem Tod immer öfter Streit mit meiner Mutter gegeben, es eskaliert oft und geht so nicht mehr weiter. Auch habe ich Angst das Sie irgendwann alles verkauft und zu einem neuen Mann zieht o.ä. Sie lässt sich sehr leicht beeinflussen und wird immer seniler. Sie lässt Wasseradern suchen, Kristalle auf dem Dachboden, keine Handys, stur etc. Auf keinen Fall will sie mir die Wohnung überschreiben, auf Grund von Familienzuwachs müsste aber angebaut werden. Ich will aber nicht weiter investieren und die Unsicherheit haben also bleibt nur auszuziehen.

Was für einen Pflichtanteil würde mir zustehen wenn ich das Erbe meines Vaters jetzt beanspruche und wie schauts mit den Investitionen aus?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Da Ihre Geschwister bereits, wie ich es verstehe, unter Zahlung einer Abfindung auf ihr Erbe verzichtet haben, kommen nur Sie noch als Erbe neben Ihrer Mutter nach dem Tod Ihres Vaters in Betracht.

Hinsichtlich der Höhe des gesetzlichen Erbteils wäre entscheidend zu wissen, ob das Haus im Alleineigentum Ihres Vaters stand oder neben Ihrer Mutter nur zur Hälfte.

Wenn es im Alleineigentum Ihres Vaters stand, erben Sie gesetzlich neben Ihrer Mutter die Hälfte, sofern Ihre Eltern in Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben.

Der Pflichtteil würde demnach ein Viertel des Wertes des Hausgrundstückes betragen.

Vom Grundstückswert ist der Wert des lebenslangen Wohnrechts Ihrer Oma abzuziehen.

Sofern Ihr Vater nur zur Hälfte des Hauses Eigentümer war, bestünde der gesetzliche Erbteil zu einem Viertel am gesamten Hausgrundstück.

Demzufolge würde der Pflichtteil ein Achtel des Gesamtgrundstückes betragen.

Zum Wert gilt eben gesagtes.

Die getätigten Investitionen können Sie wegen ungerechtfertigter Bereicherung zurückverlangen, sofern Sie diese Investitionen im Hinblick auf Ihr späteres Erbe gemacht haben und diese auch ihrem eigenen Interesse dienten, nunmehr aber der Zweck, nämlich das Erbe des Hauses wegfällt.

Daran, dass das Haus Ihnen zukommen sollte, bestand durch den Erbverzicht Ihrer Geschwister und der Verfügung von Todeswegen Ihrer Eltern kein Zweifel.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

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