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Wie bekomme ich meinen Pflichtteil vom Erbe meines Großvaters?


| 16.03.2005 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Fall:
mein Großvater (einzges Kind mein Vater ) schenkt meinem Bruder 1995 sein Haus.
Mein Vater verstirbt 2000.
Mein Bruder verstirbt 2002 (2 Kinder, leben in Österreich bei der Mutter, Ex-Frau meines Bruders)
Mein Opa stirbt 2003.
Ich, sowie die Kinder meines Bruders wurden nicht im Testament bedacht, somit enterbt und sind pflichtteilsberechtigt.
Hatte letztes Jahr einen Anwalt konsultiert, der meine Ansprüche geltend machte. Obwohl ich ihm immer wieder sagte, dass die Ex-Frau meines Bruders das Haus verkaufen will, ging dieser nicht darauf ein. Nun ist das Haus verkauft, das Geld wurde in Österreich hinterlegt (Vormundschaftsgericht) und mein Anwalt sagt ich müßte in Österreich klagen, aber er meint das Geld sei weg.
Da ich gerade in einer finanziellen Notlage bin, könnte ich dieses Geld gut gebrauchen.
Meine Frage: Ist das so richtig, wie der Anwalt meint?
Ich bedanke mich ganz herzlich.

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Ihrem 2003 verstorbenen Großvater, der faktisch eine Enterbung vorgenommen hat, sind Sie neben den Kindern Ihres Bruders pflichtteilsberechtigt.

Bei der Berechnung des Pflichtteils werden Schenkungen des Erblassers in den letzten 10 Jahren herangezogen. Darunter fällt in Ihrem Fall auch der Wert des an den Brduder geschenkten Hauses.

Der Pflichtteilsanspruch richtet sich gegen die tatsächlichen Erben bzw. die Erbschaftsbesitzer und ist eine reiner Geldanspruch.

Sie müssen Ihren Anspruch somit gegenüber den tatsächlichen Erben des Großvaters geltend machen.

Leider kann ich Ihrer Schilderung nicht entnehmen, wer nun tasächlich nach dem Großvater aufgrund des Testamentes geerbt hat.

Ich bitte Sie daher im Rahmen der Nachfragefunktion mitzuteilen, wer Erbe geworden ist. Ich werde dann nochmals Stellung nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 16.03.2005 | 12:01

Sehr geehrter Herr Kah,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Als Erben hatte mein Großvater seine Lebensgefährtin und eine Nichte von ihm eingesetzt.

Diese sind jedoch der Meinung das Haus gehört den Kindern meines verstorbenen Bruders und nicht zur Erbmasse von meinem Großvater. Da fast kein Geld vorhanden ist und auch die Sparbücher meines Großvaters verschwunden sind, kann ich von diesen Frauen nichts erwarten.

Ich hoffe, Sie können mit meinen Ausführungen noch was anfangen.
Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.03.2005 | 12:30

Danke für Ihre Ergänzung.

Der Pflichtteilsanspruch würde sich zunächst gegen die Lebensgefährtin und die Nichte richten.

Sollte bei den Erben jedoch kein Vermögen vorhanden sein, haben Sie nach § 2329 BGB Anspruch auf Herausgabe des Geschenkes gegen den Bruder und nunmehr gegen die Ex- Frau des Bruders.

Die Ex- Frau des Bruders könnte die Herausgabe jedoch gegen Zahlung des fehlenden Betrages abwenden.

Wegen dieses Anspruchs, welcher nach deutschem Recht zu beurteilen wäre (§ 25 EGBGB) müssten Sie gegen die Exfrau des Bruders ggfl. gerichtlich vorgehen.

Dabei läge der Gerichtsstand wegen der Herausgabe des Hause in Deutschland, nämlich dort, wo sich das Haus befindet. Da dieses aber bereits verkauft ist, kann es nur noch um die Herausgabe eines Teiles des Kaufpreises gehen. Hier gilt § 27 ZPO.

Danach ist die Klage vor dem Gericht zu erheben, bei welchem der Erblasser zur Zeit des Todes gelebt hat. In Ihrem Fall wäre dass der letzte Wohnort des Großvaters.

Bewertung des Fragestellers |


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