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Wie Zugewinnausgleich ermitteln


| 07.03.2005 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Eine Ehe, die als Zugewinngemeinschaft existierte, wird geschieden.

Wie sieht im folgenden Beispiel der Zugewinnausgleich aus:

1. Vorhandenes, nachweisliches Vermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung:

Ehemann: Euro 100000 (Kapitalanlage)
Ehefrau: Euro -5000 (Schulden)


2. Während der Ehe erwirtschaftetes gemeinsames Vermögen incl. Zinsen:
Euro 100000

Die Schulden der Frau werden während der Zeit der Ehe vom Konto des Ehemannes getilgt


2.a. Das in die Ehe hineingeborene Vermögen des Ehemannes wird während der Ehe per Testament an die Ehefrau zu 50% überschrieben (zu Lebzeiten), im Todesfall würde die Ehefrau das Vermögen zu 100% erben. Das Testament ist notariell nicht beglaubigt, ist aber nach rechtsgültigen Vorschriften verfasst und entsprechend rechtsgültig. Das Vermögen geht im Laufe der Ehe allerdings komplett und ohne Verschulden des Ehemannes verloren.


2b. Für das in die Ehe hineingeborene Vermögen des Ehemannes besteht kein Testament und auch keine sonstige anderweitige Verfügung. Das Vermögen geht im Laufe der Ehe komplett und ohen Verschulden des Ehemannes verloren.



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Sehr geehrter Fragesteller,

Zugewinn ist der Betrag, um den das Endvermögen eines Ehegatten das Anfangsvermögen übersteigt.

Es ist also festzustellen, was Sie und Ihre Frau zum Anfang der Ehe hatten. Ihr Anfangsvermögen beträgt 100.000 EUR.

Dieser Betrag ist sogar noch umzurechnen. Es ist der Kaufkraftschwund zu berücksichtigen. Es erfolgt die Hochrechnung des Anfangsvermögnes. Dafür benötigt man den Beginn des Güterstandes.

Das Anfangsvermögen der Frau beträgt zunächst wegen der Schulden 0. Negative Rechnungsgrößen gibt es nicht.
Weiter sind dem Anfangsvermögen der Ehefrau die 50% der 100.000 EUR hinzuzurechnen, die diese im Wege der vorweggenommenen Erbfolge von Ihnen erlangt hat. Bei dieser sind daher 50.000 EUR anzunehmen. Dieser Wertansatz ist getrennt von den Schulden zu behandeln. Ein negatives Anfangsvermögen kann nicht mit einem positiven Hinzuerwerb verrechnet werden ( §1374 BGB). Das ist durchaus streitig. Jedenfalls sieht die Rechtsprechung dieses Problem in der Form.

Das Endvermögen beträgt beim Ehemann 50.000,00 EUR und bei der Ehefrau ebenfalls. Damit übersteigt bei keiner Partei das Endvermögen das Anfangsvermögen, so dass kein Zugenwinn erzielt worden ist.

Eventuell wäre noch zu fragen, warum das Vermögen verloren gegangen ist. Unter Umstände lassen sich noch andere Ansprüche herleiten, wenn zum Beispiel die Ehefrau ihr Vermögen "verspielt" etc. hat (§1375 BGB).

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2005 | 12:00

Frau True-Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort!

bleibt noch zu klären, wie die Zugewinnermittlung im Falle von 2b aussieht, d.h., wenn keine vorweggenommene Erbfolge besteht und damit das Anfangsvermögen der Ehefrau 0 beträgt.

mfg Rilke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2005 | 12:38

Danke für Ihre Nachfrage

Wenn das Anfangsvermögen der Frau 0 beträgt, hat diese einen Zugewinn von 50.000 EUR erzielt, da ihr Endvermögen das Anfangsvermögen mit 50.000 EUR übersteigt.

Der Ehemann hat keinen Zugewinn erzielt. Sein Endvermögen beträgt 50.000 EUR, sein Anfangsvermögen ohne Berücksichtigung des Kaufkraftschwunde 100.000 EUR. Das Endvermögen übersteigt daher nicht das Anfangsvermögen.

Die Ehefrau hat demnach die Hälfte ihres Zugewinnes an den Ehemann, mithin 25.000 EUR, auszugleichen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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