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Wie Erbschein beantragen

07.01.2010 04:10 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Anwälte,


aufgrund dieser Links hier und derer Links wird meine Sache auch gut erklärt.: http://www.frag-einen-anwalt.de/Erbenkonto-darf-ich-eimal-im-Jahr-so-meine-Anteil-runternehmen--__f85574.html

Nun zum Thema.:

Ich lebe in der Stadt Dortmund, da hier leider aus welche Gründen immer die Ämter kaum auf haben, meist nur einmal in der Woche Sprechstunde( und nur bis 12 Uhr) ist es für mich schwer einen Erbschein zu beantragen, daher wüsste ich gerne, ob dies in meiem Bundesland, wo ein Rechtsanwalt auch Notar sein darf(NRW) auch mein Anwalt beantragen darf, wenn ich ihn dazu beauftrage ?

Ich war schon beim Nachlassgericht dort sagte man mir, es lege ein Testament vor, was aber nun ein IRRTUM war, denn ma verwechselte dort ein Testament, dass meine Oma mir ihrem Opa, also Berliner Testamet machte, man gab mir dort eien Antrag auf Testamentseröffug, was aber un überflüssig ist, da der Opa tod ist und meine Oma damals alles bekam.
Meine Oma starb nun im Dezember, da mein Vater tot ist und nicht verheiratet war, trete ich an seine Stelle und müsste widerrum dort nun einen Erbschein über das Vermögen meiner Oma beantragen, die neben Geld auch Häuser hatte.
Wie mache ich dies nun, kann dies auch ein Anwalt machen ?

Es gibt noch einen anderen gesetzlichen Erben, der meint, er wolle nun doch nicht mit mir gemeinsam den Erbschein beantragen, sondern jeder solle das selber machen.

Was soll ich nun tun ? Kann der Anwalt dies machen ?

-- Einsatz geändert am 07.01.2010 04:19:49

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt beantworten und vorab darauf hinweisen, dass dieses Forum nur geeignet ist, einen groben Abriss über die rechtliche Lage zu erteilen und kein tiefgründiges Mandantengespräch ersetzen kann, insbesondere das Weglassen wesentlicher Angaben kann das Ergebnis der Beantwortung beeinflussen.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass durchaus die Möglichkeit besteht, dass vorliegend das von Ihnen angegebene Berliner Testament zu berücksichtigen ist. Dies dann, soweit die beiden Ehegatten bei Errichtung des Testaments nicht nur sich selbst gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt haben, sondern auch die Erbfolge nach Versterben des überlebenden Ehegatten, hier die Oma, geregelt haben. Dies sollte nochmals geprüft werden. Eine Erbscheinserteilung wäre sodann obsolet, vielmehr müsste erneut die Testamentseröffnung beantragt werden.
Um Ihre Fragen im Weiteren zu beantworten, unterstelle ich, dass ein Testament nicht greift und somit die gesetzliche Erbfolge eingetreten ist. Hierzu ist zunächst maßgeblich, dass offensichtlich eine Erbengemeinschaft besteht. Insoweit ist gemäß §2357 BGB ein gemeinschaftlicher Erbschein zu beantragen. Dieser kann jedoch durch jeden der Erben beantragt werden. Ich weise Sie daraufhin, dass doppelte Kosten anfallen soweit jeder von Ihnen einen Erbschein beantragt. Dies ist jedoch unnötig, denn in jedem Fall würde nur ein gemeinschaftlicher Erbschein erteilt werden, also einer, der sämtliche Erben nach dem Erbfall der Oma ausweist.
Ein Antrag auf Erteilung eines Erbscheins selbst kann durch einen Anwalt auch schriftlich durch Vorlage einer entsprechenden Vollmacht, §13 FGG.
ABER:
Neben dem Antrag ist zusätzlich gemäß §2356 BGB der Nachweis der Richtigkeit der Angaben durch Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung notwendig. Diese kann nur durch Sie persönlich, nicht aber durch einen Bevollmächtigten abgegeben werden, d.h. Sie müssten ohnehin selbst tätig werden. Eine solche eidesstattliche Versicherung kann aber auch vor einem Notar abgegeben und dem Nachlassgericht sodann vorgelegt werden.

Soweit Sie selbst also keine Zeit haben einen solchen Antrag zu stellen, so besteht die Möglichkeit, dass der Miterbe einen gemeinschaftlichen Erbschein, der auch Sie ausweist, beantragt.
Andernfalls können Sie hinsichtlich der Antragsstellung auch einen Anwalt beauftragen. Dies verursacht jedoch Kosten.
Für die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, die, soweit keine anderen Urkunden zum Nachweis vorliegen, notwendig ist, können Sie aber keinen Bevollmächtigten einsetzen. Diese muss durch Sie selbst im Falle der Antragsstellung abgegeben werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen vorerst behilflich sein und verbleibe

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