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Widerspruchsvorlage für Inkassoforderung

| 23.09.2013 21:56 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Nach der Rechtsprechung wird eine Forderung durch Überweisung erst dann erfüllt, wenn der Gläubiger die Überweisung aufgrund der Angaben im Feld Verwendungszweck oder auf sonstige Weise sicher zuordnen kann. Die Zahlung sowohl von Inkasso- als auch von Rechtsanwaltskosten kann nicht verlangt werden.

Vorab bitte ich groß- und kleinschreibung sowie zeichensetzung zu entschuldigen.

Folgender fall:

Vor ca. 1 3/4 jahren habe ich einen o2 handyvertrag mitsamt einem handykaufvertrag abgeschlossen (2jahre). letztes jahr im november war es mir aus finanziellen gründen für einen zeitraum von drei monaten nicht möglich die rechnungen zu zahlen. Im januar dann, als ich schon mehrere mahnungen erhalten hatte, bat ich meine eltern die rechnungen für mich zu bezahlen. Dies taten sie auch in vollem umfang. Kostenpunkt ca. 250 euro. Nachdem die rechnung von meinen eltern bezahlt war hörte ich nichts mehr von o2 und ging davon aus das alles nun erledigt sei. Im juni dann, fünf monate später, bekam ich dann einen brief von der firma real inkasso, mit einer forderung in höhe von über 500 euro. Da mich dies sehr verwunderte rief ich bei dem inkasso büro an und fragte nach den gründen. Sie schilderten mir, dass ich zwei unterschiedliche verträge geschlossen hatte. Einen für die nutzung des o2 netzes und einen für das smartphone. Die überweisung meiner eltern beinhaltete meinen namen und die vertragsnummer für die mobilfunkgebühren im verwendungszweck, jedoch entstanden die schulden aus den nicht getätigten raten für den smartphone kauf. Und somit hätte o2 die überweisung nicht zuordnen können. Daraufhin fragte ich nach, ob denn keine kundennummer existiere worunter beide verträge zugeordnet sind. Was ja zumindest aufgrund des gleichen namens möglich sein sollte. Zumal wenn auf einmal ein unerwarteter betrag auf mein konto gebucht wird ich doch dafür interessieren würde. In jedem fall, dies wussten sie nicht. Daraufhin fragte ich nach, ob dies nicht nachträglich geschehen könne. Was sie verneinten. Daraufhin fragte ich nach, was denn dann nun mit dem geld geschehe was offensichtlich zuviel auf dem konto für meinen mobilfunkvertrag sei. Dahingehend verwiesen sie mich an o2. Ich rief also bei o2 an und fragte nach. Die schilderten mir, dass sie den fall an real inkasso abgegeben haben und dieser somit nicht mehr in ihrer datenbank nachzuvollziehen sei. Zudem sagten sie, dass man in bezug auf den überschuss auf meinem mobilfunkvertragskonto mir dieser betrag als gutschrift gutgeschrieben wird. Jedoch buchen sie bis heute immer noch monatlich ab.
Dieses verhalten empfand und empfinde ich als nicht korrekt. Weshalb ich dem inkassobüro auf ihre zweite mahnung einen widerspruchsbrief schrieb. In diesem sagte ich, dass ich fortan keinerlei briefe von ihnen mehr bekommen möchte und das ich wünsche, dass die kommunikation ab sofort nur noch über o2 selbst stattfinden soll. o2 schrieb ich ebenfalls einen brief, in dem ich den sachverhalt aus meiner sicht schilderte und mitteilte, das ich mich aus den oben genannten gründen weigere den betrag in höhe von über 500 euro zu zahlen.

Nun erreichte mich ein schreiben des anwalts von real inkasso mit einem beiligenden widerspruchszettels des amtsgerichtes hamburg. Dies mit einer frist von zwei wochen für die beantwortung und eine forderung von nunmehr über 600 euro.

Sehr geehrter herr anwalt, sehr geehrte frau anwältin, nun interessiert mich sehr wie ich ihrer meinung nach weiter vorgehen sollte. Ich besitze keine rechtsschutzversicherung und würde nur ungern ein gerichtsverfahren führen in dem ich die vollen kosten privat tragen muss. Auf der anderen seite empfinde ich die forderungen als ungerecht .

Folgende dokumente habe ich vorliegen:

- Handyvertrag
- überweisungsträger meiner eltern
- schriftverkehr mit dem inkassobüro

Folgende dokumente fehlen mir:
- schreiben mit der ursprungsforderung zur überweisung (november)

herzlichen dank vorab.
24.09.2013 | 03:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wenn ich Sie richtig verstehe, hatten Sie mehrere Mahnungen von o2 erhalten (insgesamt ca. 250 €). Ihre Eltern haben den vollen Betrag im Januar 2013 überwiesen. Diese Überweisung wurde von o2 jedoch nicht den offenen Rechnungen zugeordnet, da Ihre Eltern die Vertragsnummer für den Mobilfunkvertrag auf der Überweisung angegeben hatten, die Schulden jedoch aus dem Handykaufvertrag (der eine andere Vertragsnummer hat) herrührten.

Da Sie schreiben, daß die Mobilfunkgebühren weiterhin abgebucht werden, nehme ich darüber hinaus an, daß es sich bei der Forderung, welche das Inkassobüro nunmehr geltend macht, um die ursprüngliche Forderung von „ca. 250 €" zuzüglich Kosten und Zinsen handelt.

Nach der Rechtsprechung wird eine Forderung durch Überweisung erst dann erfüllt, wenn der Gläubiger die Überweisung aufgrund der Angaben im Feld Verwendungszweck oder auf sonstige Weise sicher zuordnen kann (LG Karlsruhe, Urteil vom 24. Januar 2002 – 5 S 133/01). Nach Ihrer Schilderung spricht sehr viel dafür, daß wegen der fehlerhaft ausgefüllten Überweisung, die darüber hinaus nicht von Ihrem Konto kam, der Betrag tatsächlich von o2 nicht den offenen Handyrechnungen zugeordnet werden konnte und diese daher nicht erfüllt wurden. Die Einschaltung des Inkassobüros war daher wohl gerechtfertigt.

Zweifelhaft ist allerdings, ob dadurch Kosten von ca. 250 € entstehen dürfen. Auch dürfen die Inkassokosten nicht noch zusätzlich zu Rechtsanwaltskosten verlangt werden, die Forderung also auf über 600 € anwachsen.

Die Hauptforderung und die Verzugszinsen müssen Sie allerdings bezahlen, außerdem Anwaltskosten in Höhe von höchstens 83,54 €.

Sie schreiben, daß sie „ein schreiben des anwalts von real inkasso mit einem beiligenden widerspruchszettels des amtsgerichtes hamburg" erhalten hätten. Haben Sie einen Mahnbescheid des Amtsgerichts Hamburg erhalten?

Wenn dies der Fall ist, müssen Sie auch noch die Kosten des Mahnbescheids bezahlen. Die Anwaltskosten einschließlich der Kosten des Mahnbescheids betragen 57,49 €.

Ich empfehle dringend, den geschuldeten Betrag zu bezahlen und innerhalb der Widerspruchsfrist von zwei Wochen ab Zustellung des Mahnbescheids Widerspruch einzulegen.

Ihre Eltern können, da sie die Zahlung an o2 erbracht haben, das Geleistete zurückfordern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 24.09.2013 | 20:05

schonmal danke für die beantwortung. nun verstehe ich mehrere dinge nicht so ganz. sie sagen ich solle widerspruch gegen den mahnbescheid vom antsgericht einlegen. obgleich sie auch sagen, dass ich den forderungen nachgehen muss.

also verstehe ich richtig, dass ich meinen haken bei "teilwiderspruch setze" und dabei die hauptforderung in höhe von 420euro akzeptiere, die verfahrenskosten in höhe von 91,20 akzeptiere, die nebenforderungen (bestehend aus: mahnkosten, inkassokosten und kontoführung) gesamt in höhe von 110 euro akzeptiere und die zinsen in höhe von 20 euro akzeptiere. mit anderen worten ich bin dazu angehalten alles zu akzeptieren. habe ich das richtig verstanden?

wenn ja, wogegen genau gehe ich dann in widerspruch?
wenn nein, sagen sie mir bitte, gegen welche punkte ich widerspreche.
zudem falls möglich diese frage auch beantwortet zu bekommen, wie genau fordern meine eltern die zahlung zurück, via anwalt?

dankeschön vorab.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2013 | 20:49

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Sie sollten keinen Teilwiderspruch einlegen, sondern dem Anspruch insgesamt widersprechen.

Da Sie einen Teil bezahlen, wird der Mahnbescheid insoweit unbegründet. Der Teil, den Sie nicht bezahlen, ist ohnehin unbegründet. Daher sollten Sie dem ganzen Anspruch widersprechen. Ein Teilwiderspruch wäre nur dann angebracht, wenn Sie nicht sofort bezahlen können. Dann könnte der Gläubiger wegen des Teils, dem nicht widersprochen wurde, Vollstreckungsbescheid beantragen.

Zahlen sollten Sie nur folgende Positionen:

Hauptforderung (wobei unklar bleibt, warum sich diese von 250 € auf 420 € erhöht hat)
Zinsen
Mahnkosten des Gläubigers: ca. 2,50 € pro Mahnung
Kosten in Höhe von außergerichtlichen Anwaltskosten (ohne MWSt), d. h. 70,20 €
Gerichtskosten: 32,00 €
Gerichtliche Anwaltskosten (ohne MWSt), aber nur höchstens: 24,75 €

Insgesamt kommen Sie also ungefähr auf folgenden Zahlbetrag:
(420 € + 20 € + 10 € + 70,20 € + 32 € + 24,75 € =) 576,95 €

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.10.2013 | 15:59

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"auch wenn es nicht das war was ich hören wollte, so fühle ich mich sehr gut beraten."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.10.2013
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auch wenn es nicht das war was ich hören wollte, so fühle ich mich sehr gut beraten.


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