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Widerspruchsfrist gegen Antrag auf Alleinerbe


28.02.2007 21:21 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe Fragen in einer Erbschaftsangelegenheit. Kurze Erklärung zum Problem. Ich hatte eine Freundin, die sich das Leben genommen hat. In einem handschriftlichen Testament hat sie mir 3000.-€ zugesprochen. Der Sohn der Erblasserin sollte zur Erfüllung des Vermächtnisses eingesetzt werden. Danach hat das Nachlassgericht eine Überprüfung der Unterlagen durchgeführt. Die Schwester der Verstorbenen hat einen Antrag auf Akteneinsicht gestellt. Ich habe jetzt ein Schreiben vom Amtsgericht erhalten, in dem folgender Wortlaut steht:
Das Nachlassgericht geht derzeit angesichts der erhaltenden Informationen zu dem Vermögen der Erblasserin davon aus , dass in dem Testament vom Juni und März 2006 eine Erbeinsetztung des Sohnes der Erblasserin enthalten ist und die in dem Testament weiter genannten ausdrücklichen Zuwendungen Vermächtnisse darstellen. Ferner geht das Nachlassgericht davon aus, dass die Bestimmungen in dem Testament bezüglich der Verwaltung des Vermögens, welche in Absprache mit der Schwester der Erblasserin erfolgen sollen, nicht als Testamentsvollstreckung auszulegen ist bzw. diese jedenfalls nach Ablehnung der Annahme des Amtes durch Frau L. (Schwester der Erblasserin) gegenstandslos geworden ist. Das Gericht beabsichtigt daher den Sohn der Erblasserin auf dessen Antrag einen Erbschein zu erteilen, der diesen als Alleinerben ausweist, sofern hiergegen nicht binnen 4 Wochen Einwendungen erhoben werden.

Meine Fragen: 1.)Wenn der Sohn Alleinerbe wird, geht mein Anspruch verloren?
2.)Wenn ich Widerspruch erhebe, wird dann das Testament durch das Nachlassgericht erfüllt?
3.)Was kann ich Unternehmen um das Erbe von meiner Freundin zu erhalten?
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Fragestellerin,

eine Erbeinsetzung und die Zuwendung eines Vermächtnisses sind zwei verschiedene Dinge. Allein durch ein zugewendetes Vermächtnis werden Sie nicht zur Erbin (= Gesamtrechtsnachfolgerin) Ihrer Freundin. Erbin werden Sie nur dann, wenn Ihre Freundin Sie auch als Erbin, nicht nur als Vermächtnisnehmerin, in ihrem Testament eingesetzt hat. Wenn der Sohn einen Erbschein erhält, der ihn als Alleinerben ausweist, geht der Anspruch auf das Vermächtnis von 3.000,-- Euro dadurch nicht verloren.

Wurde Ihnen testamentarisch ein Vermächtnis von 3.000,-- Euro zugewendet, so wird dieser Anspruch nicht durch das Nachlassgericht erfüllt. Anspruchsgegner ist vielmehr der Sohn und Alleinerbe Ihrer Freundin. Sie sollten diesen per Einschreiben/Rückschein anschreiben und ihn unter Setzung einer angemessenen Frist auffordern, Ihnen das Vermächtnis auszuzahlen. Zahlt er Ihnen das Vermächtnis dann trotzdem nicht aus, so müsste Klage erhoben werden. Wenn der Nachlass überschuldet ist, kann der Erbe unter bestimmten Voraussetzungen aber auch die Auszahlung des Vermächtnisses verweigern.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter. Für eine weitergehende Beratung und Prüfung des Testamentes sollten Sie ggf. einen Anwalt vor Ort aufsuchen.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
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