Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Widerspruch gegen gerichtlichen Mahnbescheid

28.01.2012 22:53 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Sehr geehrte Dame und Herren,

nach einer fehlerhaften telefonischen Beratung einer Bankmitarbeitern wurde mir mein Kreditvertrag gekündigt und die Gesamtsumme fällig gestellt. Nach einigen Schreiben und Gesprächen erklärte man sich dort bereit, wieder eine Ratenzahlung aufzunehmen. dies bekam ich schriftlich mit dem Vermerk, sollte ich mehr als 7 Tage in Zahlungsverzug kommen, wäre wieder die Gesamtsumme fällig. in einem weiteren Telefonat habe ich darum gebeten, den Zahlungstermin vom 1ten eines Monats auf Mitte des Monats zu verschieben. Dies wurde mir erneut (telefonisch) zugestanden und bestätigt. Leider habe ich diesbezüglich kein Schriftstück. Ich habe dann die folgenden Raten zur Mitte des Monats angewiesen und nun habe ich plötzlich einen gerichtlichen Mahnbescheid über die Gesamtsumme erhalten (vermutlich weil ich ja mit meiner Zahlung zur Monatsmitte über 7 Tage Zahlungsverzug hatte)

Meine Fragen nun lauten: Die Summe der Gesamtforderung (knapp 14.000€) ist in Ordnung, soweit ich das sehe. Könnte man da überhaupt eine Aufschlüsselung verlangenn (zum Beispiel im Rahmen eines Widerspruchs). Auf meine Schreiben an die Bank, wieso nun auf einmal ein Mahnbescheid, nachdem doch telefonisch (was ich nur leider nicht beweisen kann) eine Zahlung zur Mitte des Monats besprochen war, kam keinerlei Reaktion mehr.
Macht es Sinn in diesem Falle Widerspruch einzulegen?
WEnn man Widerspruch einlegen würde, wie wäre dann der weitere Ablauf? Vermutlich wird es die Bank ja dann nicht auf sich beruhen lassen und trotzdem in irgendeiner anderen Form ihren Gesamtbetrag einfordern?
Muss man bei Widerspruch mit noch höheren Kosten rechnen?
Irgendwann werde ich die Forderung ja begleichen müssen, sei es in einer Gesamtsumme oder unter Umständen in einer neuerlichen Ratenvereinbarung. Ist es dann schlauer, sie jetzt im Rahmen des Mahnbescheides zu begleichen?

Über eine Antwort (gern möglichst für Laien formuliert) wäre ich sehr dankbar, da ich unbedingt einen Rat brauche, wie mit diesem Mahnbescheid nun am besten umzugehen ist. und welche Vor- und Nachteile in diesem Falle ein Widerspruch hätte.

Vielen herzlichen Dank im Voraus!!

P.S. Benötigt man für einen Widerspruch den Vordruck, der bei dem Mahnbescheid dabei ist? Oder kann man einen solchen Widerspruch auch selber formulieren?

-- Einsatz geändert am 29.01.2012 00:25:45

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Meine Fragen nun lauten: Die Summe der Gesamtforderung (knapp 14.000€) ist in Ordnung, soweit ich das sehe. Könnte man da überhaupt eine Aufschlüsselung verlangenn (zum Beispiel im Rahmen eines Widerspruchs). Auf meine Schreiben an die Bank, wieso nun auf einmal ein Mahnbescheid, nachdem doch telefonisch (was ich nur leider nicht beweisen kann) eine Zahlung zur Mitte des Monats besprochen war, kam keinerlei Reaktion mehr.

Ja, aber nicht im Rahmen des Widerspruchs, sondern im Rahmen der Fälligstellung des Anspruchs ist Ihnen eine schlüssige Rechnung vorzulegen bzw. gebrachte Leistungen aufzulisten.

Macht es Sinn in diesem Falle Widerspruch einzulegen?

JA, solange die Forderung nicht fällig gestellt ist, kann die Bank nicht klagen. Klagt die Bank ohne die Forderung zuvor fällig gestellt zu haben, und sie die Klage schlüssig macht, so können Sie den Klageanspruch sofort anerkennen mit der Folge, dass die Klägerin die Kosten des Verfahrens zu tragen hat, § 93 ZPO. Allerdings benötigen Sie für einen solchen Prozess vor dem LG einen Anwalt. Der kostet erstmal.

Wenn man Widerspruch einlegen würde, wie wäre dann der weitere Ablauf?

Vermutlich wird es die Bank ja dann nicht auf sich beruhen lassen und trotzdem in irgendeiner anderen Form ihren Gesamtbetrag einfordern?

Sie wurde dann die Klage erheben.

Muss man bei Widerspruch mit noch höheren Kosten rechnen?

Nein. Die Kosten sind schon angefallen. Wenn Sie Widerspruch einlegen, entstehen erstmal keine Kosten für Sie. Sie sollen dann die Bank auffordern die Gesamtsumme fällig zu stellen, bzw. diese in prüfbarer und belegter Weise aufzuschlüsseln. Die Kosten würden mit der Klageerhebung anfallen.

Irgendwann werde ich die Forderung ja begleichen müssen, sei es in einer Gesamtsumme oder unter Umständen in einer neuerlichen Ratenvereinbarung. Ist es dann schlauer, sie jetzt im Rahmen des Mahnbescheides zu begleichen?

Ich würde nicht sagen, dass es jetzt schlau wäre, die Kosten des Mahnverfahrens zu zahlen, wenn die Gesamtforderung immer noch nicht fällig gestellt ist. Spätestens mit der Klage wird die Forderung in prüfbarer Weise fällig gestellt. Wenn aber bei der Kündigung des Kredits die Gesamtsumme tatsächlich fällig gestellt ist, so sollen Sie keinen Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen. Es muss in einfacher Weise erklärt werden, was geschuldet ist. Es müssen aber alle Kostenpunkte schlüssig gemacht werden.

Die Stundung ist mE wegen des angeblichen Zahlungsverzugs hinfällig.
Die Sache mit der Stundung durch die Bank liegt so, dass Sie diese erneute Stundung niemals beweisen können. Wenn sich die Bank bereits jetzt stur stellt, so würde sich das wahrscheinlich bei einem Prozess auch nicht ändern. Daher sollen Sie dieses Telefongespräch besser vergessen.Ich würde nicht sagen, dass sich dieser Mitarbeiter bereits erklären wird, Ihre Angaben zu bestätigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Edin Koca, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2012 | 17:02

Vielen Dank für die Antwort!
Verstehe ich das also richtig:
Die Bank hat im Rahmen der Kündigung (bevor sie einer weiteren Ratenzahlung zustimmten) den Gesamtbetrag fällig gestellt. Daher macht es keinen Sinn, dem Mahnbescheid jetzt zu widersprechen?
Oder hätte die Bank vor Ausstellung des Mahnbescheides den Betrag nochmals fällig stellen müssen?
Und heisst dass dann auch dass ein Widerspruch ohnehin schwierig wäre, da ich die Zusage für die Änderung des monatlichen Zahlungstermines nicht beweisen kann?
Und falls man einen Widerspruch einlegt wäre der weitere Weg, dass dann die Bank Klage einreicht und die ganze Geschichte vor Gericht geht? Oder habe ich das falsch verstanden?
Meine Frage, ob ich den Widerspruch nur mit dem Vordruck (der dem Mahnbescheid beiliegt) einreichen kann oder ob ich diesen auch selber formulieren kann ist noch unbeantwortet, da möchte ich noch um Antwort bitten.
Vielen Dank im Voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2012 | 18:37

Danke für die Nachfrage!

Sie schrieben:

Die Bank hat im Rahmen der Kündigung (bevor sie einer weiteren Ratenzahlung zustimmten) den Gesamtbetrag fällig gestellt.

Fälligstellung bedeutet nicht nur, dass ein Betrag von Ihnen verlangt wird, sondern dass der Betrag in groben Zügen aber in einzelnen Kostenpunkten aufgeschlüsselt wird, so dass Sie wissen wofür Sie zahlen. Wenn Sie verstanden haben, wofür Sie 14.000 € zu zahlen haben, dann ist der Betrag fällig gestellt. Nur, Sie haben geschrieben: "Könnte man da überhaupt eine Aufschlüsselung verlangenn". Im Rahme des Widerspruchs können Sie diese nicht verlangen, sondern nur im Rahmen der Klage oder vorgerichtlich durch ein Schreiben der Bank. Was aber Ihnen genau verlangt wurde, ist unklar.


Daher macht es keinen Sinn, dem Mahnbescheid jetzt zu widersprechen?

Es kommt auf das Schreiben der Bank, in dem Ihnen mitgeteilt worden ist, wie hoch die Forderung der Bank ist und aus welchen Einzelkostenpunkten diese besteht. Das weiß ich nicht. Sie können sich aber das anscheuen und werden Sie das wissen.

Oder hätte die Bank vor Ausstellung des Mahnbescheides den Betrag nochmals fällig stellen müssen?

Nein, das nicht. Sie muss das nur einmal machen. Das, was Sie als fällig stellen verstehen, ist wohl ein bisschen anderes als das, was ich darunter verstehe.

Und heisst dass dann auch dass ein Widerspruch ohnehin schwierig wäre, da ich die Zusage für die Änderung des monatlichen Zahlungstermines nicht beweisen kann?

Der Widerspruch ist einfach. Sie brauchen nur den Kästchen anzukreuzen, dies zu unterschrieben und abzusenden.

Und falls man einen Widerspruch einlegt wäre der weitere Weg, dass dann die Bank Klage einreicht und die ganze Geschichte vor Gericht geht? Oder habe ich das falsch verstanden?

Das haben Sie richtig verstanden.

Meine Frage, ob ich den Widerspruch nur mit dem Vordruck (der dem Mahnbescheid beiliegt) einreichen kann oder ob ich diesen auch selber formulieren kann ist noch unbeantwortet, da möchte ich noch um Antwort bitten.

Es reicht aus, dass Sie den Vordruck ausfüllen und zurückschicken. Sie brauchen gar nichts zu formulieren, jedoch müssen Sie den Vordruck unterschrieben.

Mit freundlichen Grüssen

Edin Koca
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68199 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Fall schien ziemlich eindeutig zu liegen, sodass eine relativ kurze Antwort voll zufriedenstellend war und meinerseits auch keine Rückfragefunktion genutzt werden musste. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich denke meine Fragestellung war nicht so ganz einfach zu beantworten.Möglicherweise ging ich auch von einem unzutreffenden Sachverhalt aus (Beschluss Bundesverwaltungsgericht).In sofern bin ich mit der Beantwortung etc sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke, Top service. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen