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Widerspruch gegen eine Abmahnung

| 05.04.2019 09:55 |
Preis: 50,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Zusammenfassung: Einer Abmahnung kann widersprochen werden, wenn sie formal oder inhaltlich falsch ist. Dazu sollte eine präzise Gegendarstellung erfolgen und der Anspruch auf Rücknahme und Entfernung aus der Personalakte sowie der auf Aufnahme der Gegendarstellung in die Personalakte geltend gemacht werden.

ich brauche ein Widerspruch gegen eine Abmahnung.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da ich nicht weiß um welchen Sachverhalt es geht, kann ich ihnen nur ein Muster zur Verfügung stellen. Grundsätzlich sollten sie schriftlich widersprechen ( mit eigenhändiger Unterschrift). Sie müssen auf die Abmahnung ganz genau Bezug nehmen und deren Begründetheit substantiiert angreifen, also möglichst genau darlegen, warum es keinen Grund für die Abmahnung gab.

Hierzu sollte der Arbeitnehmer nach Möglichkeit Beweise sammeln.

Auch in formeller Hinsicht muss die Abmahnung geprüft werden, das Fehlverhalten muss deutrlich beschrieben sein und eventuelle Sanktionen müssen bei weiterem Fehlverhalten beannt sein. Zudem darf der abgemahnte Sachverhalt nicht zu weit zurückliegen, man geht hier von 2 Wochen ab Kenntnis des Arbeitgebers aus.

Die Abmahnung muss eine Gegendarstellung enthalten (S. oben, die Darstellung warum unbegründet). Daneben sollte die Aufforderung enthalten sein, den abgemahnten Sachverhalt zu prüfen und die Abmahnung zu entfernen sowie ihre Gegendarstellung zur Personalakte zu nehmen.

Ein Abmahnschreiben sollte also wiefolgt aussehen:

Adresse Arbeitgber

Adresse Arbeitnehmer

Ort, Datum

Bezug: Ihre Abmahnung vom :::::::::::::::::::::::::::

Sehr geehrte Damen und Herren, ( Frau/ Herr::::::::::::::::::::::::)

hiermit lege ich Widerspruch gegen Ihre Abmahnung vom :::::::::::::::::::: ein. Zugleich möchte ich zu den darin enthaltenen Vorwürfen Stellung beziehen und den Sachverhalt richtigstellen, da ich die Abmahnung für nicht berechtigt halte.

In Ihrer Abmahnung werfen Sie mir vor,::::::::::::::::::::::::::::::: (kurze ZUsammenfassung)


Dieser Darstellung widerspreche ich. Vielmehr war es so, dass ( Detaillierte Darstellung warum der Sachverhalt nicht stimmt)

Somit liegt kein pflichtwidriges Verhalten meinserseits vor, dass eine Abmanung rechtfertigen könnte.

Darüber hinaus weise ich daraufhin dass, ( Hier Formfehler, wenn vorhanden, z.B. verspätete Abmahnung, keine Benennung des Verhaltens oder von Sanktionen, die drohen). Aus diesem Grund ist die Abmahnung auch formal unwirksam.

Somit war die Abmahnung unberechtigt und ich habe einen Anspruch auf Rücknahme und Entfernung der Abmahnung aus meiner Personalakte, den ich hiermit geltend mache.
Daneben fordere ich sie auf, diesen Widerspruch mit Gegendarstellung zu meiner Personakte zu nehmen.

Für die Bestätigung der Rücknahme und Entfernung der Abmahnung habe ich mir als Frist den ::::::::::: ( etwa 2 Wochen, Postlaufzeit beachten) notiert. Binnen gleicher Frist bestätigen sie bitte den Eingang des Widerspruchs mit Gegendarstellung und dessen Aufnahme in meine Personalakte.

mit freundlichen Grüßen

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::


Sollten sie den Sachverhalt in der Nachfrage präzisieren, kann ich das Muster gerne entsprechend anpassen ( Bitte beachten sie, dass dies heute noch geschehen sollte, da ich kommende Woche Montag- Mittwoch mehrere Ganztagstermine habe). Sie erreichen mich zur Absprache weiterer Details auch gern unter meinen Profildaten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Doreen Prochnow
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 05.04.2019 | 11:10

Ich habe ein Urlaub v. 26.02.19 bis 11.03.19 ( 8 Tage ) für eine bestimmte Reise am 05.12.18 beantragt.
Dies wurde erst am 02.01.19 genehmigt.
Zur diese Zeit für diese Reise Zurückflug am 11.03.19 war nicht mehr vorhanden. Ich könnte einen Flug am 12.03.19 nehmen. Das habe ich auch gemacht.
Nach Übersicht meiner Buchung habe ich festgestellt, dass Abflug am 12.03.19 ist, aber Ankunft durch Zeitumstellung und langen Flug erst am 13.03.19.
Zur Folge ich könnte erst am 14.03.19 zur Arbeit eintreten.
Diese Tatsache habe ich vor dem Urlaubseintritt, nämlich am 14.02.19
unsere Personalleiterin gemeldet. Um nicht zusätzlichen Urlaub in Anspruch zu nehmen, habe ich gebeten diese 2 Tage an meinen freien Tage abarbeiten. Ich arbeite 4 Tage die Woche. Dies wurde von Ihr nicht genehmigt. Nach Ihre Aussage sollte ich dafür 2 Tage Urlaub in Anspruch nehmen.
Ich musste dies zustimmen. In der Personalakte wurde 10 statt 8 Urlaubstage vorgemerkt. Bei diesem Gespräch war eine Kollegin anwesend.
Am gleichen Tag wurde ich zum Chef gerufen. Mir wurde erklärt, dass ich in der Zukunft solche Vorfälle zu unterlassen soll.
Während der Urlaub werde ich von keinem vertreten. Meine Arbeit kann nur ich erledigen.
Am 04.04.19 habe ich Abmahnung erhalten.
Abmahnung.
„Sie haben nach Ablauf des bewilligen Urlaubs die Arbeit nicht am 12.03.19 aufgenommen, sondern erst zwei Tage später am 14.03.2019.
Als wir Sie um eine Erklärung baten, begründeten Sie dies damit, dass der gewünschte Flug nicht mehr zur Verfügung stand und Sie dann einen Flug mit späteren Rückflugdatum gewählt haben.
Sie haben, indem Sie die Arbeit nicht am 11.03.19, sondern eigenmächtigt erst zwei Tage später am 14.03.19 aufnahmen, gegen Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten verstoßen.
Damit sind wir absolut nicht einverstanden.
Wir fordern Sie auf, Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten künftig streng zu beachten und weisen darauf hin, dass ein vergleichbarer Verstoß zu ernsten Konsequenzen für den Erhalt bzw. den Bestand des Arbeitsverhältnisses führen kann."

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.04.2019 | 12:35

Lieber Fragesteller, Danke für die weiteren Informationen.

Ich würde in diesem Fall das Schreiben auf Begründung und Formfehler (die Sanktionen sind sehr vage formuliert) angreifen und wie folgt formulieren:

Adresse Arbeitgeber
:::::::::::::::::::::::::::::::::::

Adresse Arbeitnehmer
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Ort:::::::::::::::::::, Datum:::::::

Bezug: Ihre Abmahnung vom 04.04.2019

Sehr geehrte Damen und Herren, ( Frau/ Herr::::::::::::::::::::::::)

hiermit lege ich Widerspruch gegen Ihre Abmahnung vom 04.04.2019 ein. Zugleich möchte ich zu den darin enthaltenen Vorwürfen Stellung beziehen und den Sachverhalt richtigstellen, da ich die Abmahnung für nicht berechtigt halte.

In Ihrer Abmahnung werfen Sie mir vor, die Arbeit nicht am 11.03.19, sondern eigenmächtig erst zwei Tage später am 14.03.19 aufgenommen zu haben.

Dieser Darstellung widerspreche ich. Vielmehr war es so, dass ich bis zum 13.03.2019 beurlaubt war. Da mein Urlaubsantrag für den Zeitraum vom 26.02.19 bis 11.03.19 ( 8 Tage ) vom 05.12.2018 erst am 02.01.19 von ihnen genehmigt wurde, war die Buchung eines Rückfluges nicht am 11.03.2019 nicht mehr möglich, sondern frei Flugplätze gab es nur noch für den Flug am 12.03.2019, dessen Ankunft allerdings erst am 13.03.2019 war. Als ich dies mit der Buchungsbestätigung erfuhr habe ich mich am 14.02.2019 und damit weit vor dem geplanten Urlaub sofort an die Personalleiterin Frau ::::::::::::gewandt und 2 weitere Tage Urlaub ( 26.02.19 bis 13.03.19 / insgesamt 10 Tage ) bewilligt bekommen. Die 10 statt 8 Urlaubstage wurde auch in meiner Personalakte vermerkt. Die Kollegin, Frau ::::::::::::::::::::::::::::::::: war bei dem Gespräch anwesend.

Da mein Urlaub verlängert wurde und mit 10 Urlaubstage abgezogen worden sind, liegt ein eigenmächtiges Verzögern der Arbeitsaufnahme nicht vor, sondern ich hatte während dem 12.03.3019 und 13.03.2019 Urlaub.
Somit liegt kein pflichtwidriges Verhalten meinerseits vor, dass eine Abmahnung rechtfertigen könnte.

Darüber hinaus weise ich daraufhin dass, dass sie als Arbeitgeber verpflichtet sind, Sanktionen bei erneuten Verstoß klar und eindeutig zu benennen. Dies ist in der Abmahnung mit der vagen Aussage " dass ein vergleichbarer Verstoß zu ernsten Konsequenzen für den Erhalt bzw. den Bestand des Arbeitsverhältnisses führen kann." nicht geschehen. Es ist nicht ersichtlich , welche "ernsten Konsequenzen" drohen können. Aus diesem Grund ist die Abmahnung auch formal unwirksam.

Somit war die Abmahnung unberechtigt und ich habe einen Anspruch auf Rücknahme und Entfernung der Abmahnung aus meiner Personalakte, den ich hiermit geltend mache.
Daneben fordere ich sie auf, diesen Widerspruch mit Gegendarstellung zu meiner Personalakte zu nehmen.

Für die Bestätigung der Rücknahme und Entfernung der Abmahnung habe ich mir als Frist den ::::::::::: notiert. Binnen gleicher Frist bestätigen sie bitte den Eingang des Widerspruchs mit Gegendarstellung und dessen Aufnahme in meine Personalakte.

mit freundlichen Grüßen

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::


Dieses Schreiben können sie per Copy and Paste übernehmen, wo Punkte sind ergänzen sie bitte Namen und Daten bzw das Datum ( bei der Frist, in Abhängigkeit davon, wann sie das Schreiben versenden, etwa 2 Wochen, Postlaufzeit beachten).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Doreen Prochnow
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 05.04.2019 | 13:13

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