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Widerspruch gegen angedrohten Eintrag ins Schuldnerverzeichnis trotz Zahlung


| 09.12.2014 15:39 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn



Sehr geehrte Damen und Herren,

nach 3-monatigem Auslandsaufenthalts öffnete ich nun meine Post und sah, dass gegen mich ein Mahnverfahren läuft. Konkret war ich zu einer EV eingeladen gewesen und nun wurde die Eintragung ins Schuldnverzeichnisses angekündigt. Ich habe heute noch den Betrag in voller Höhe von 2500€ an den GV bezahlt. Dieser sagte mir jedoch, dass eine Rücknahme nicht möglich sei, da dies von Amtswegen sei. Da die Angelegenheit komplett erledigt ist, verstehe ich dies nicht, für einen Eintrag besteht nun keine Grundlage mehr. Wie soll ich da vorgehen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Schuldnerverzeichnis führt das Vollstreckungsgericht (§ 915 Abs. 1 S. 1 ZPO).

Leider ergibt sich aus Ihrer Schilderung nicht, ob der Gerichtsvollzieher die Akte bereits an das Vollstrekcungsgericht abgegeben hat.

Hat der Gerichtsvollzieher die Sache bereits abgegeben, müssen Sie sich ander Vollstreckungsgericht wenden.

Wen die Voraussetzungen für die Eintragung nicht mehr vorliegen und die Sache noch beim Gerichtsvollzieher liegt, gibt es keinen Grund mehr für eine Eintragung.

Sie können sich an das Vollstreckungsgericht wenden, so können Sie die Eintragung verhindern bzw. die Löschung beantragen

Die vorzeitige Löschung ist möglich, wenn Sie die Befriedigung des Gläubigers nachgewiesen worden ist (§ 915a Abs. 2 Nr. 1 ZPO) oder der Wegfall des Eintragungsgrundes dem Vollstreckungsgericht bekannt geworden ist (§ 915a Abs. 2 Nr. 2 ZPO).

Legen Sie dem Vollstreckungsgericht einen Zahlungsbeleg vor.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2014 | 16:29

Die Akten seien bereits dem Gericht übergeben worden. Nun meine ergänzende Frage. Soll ich einen Widerspruch einlegen gemäß Widerspruchsfrist an das Gericht, denn wenn es zu einem Eintrag kommt wird dies ja automatisch an Schufa etc. weitergemeldet. Was negative Folgen hätte trotz erfolgter Zahlung.

Besten Dank und mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2014 | 17:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn die Akten bereits bei Gericht sind, ist der Gerichtsvollzieher der falsche Ansprechpartner.

Legen Sie dem Gericht den Zahlungsbeleg vor und beantragen Sie die Nichteintragung, hilfsweise Widerspruch gegen die Eintragungsanordnung und Antrag auf einstweilige Aussetzung der Eintragung, wiederum hilfsweise Antrag auf vorzeitige Löschung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.12.2014 | 17:49


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