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Widerspruch gegen Mahnung/Brief vom Anwalt

27.08.2012 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Benötige ein Widerspruch gegen Inkassoschreiben bzw. Inkassogebühren

Ursprungsforderung 104 EUR
Inkassogebühr 89,07 EUR

Sachverhalt:
Kündigung des Vertrages Internet/TV bei Unitymedia wegen Umzug.
Vertrag wurde mit Ummeldebestätigung auf neue Adresse am x.x.2012 aufgelöst.

6 Monate später Mahnschreiben erhalten von Inkassobüro für nachträgliche Rechnung. Original-Rechnungen nie erhalten, da diese vermutlich an alte Adresse gesendet wurde. Mahnschreiben wurde an Adresse meiner Eltern gesendet.

Nach Telefonat kurze Auskunft handelt es sich bei der Forderung um fehlende Rücksendung der Geräte. Die nicht erfolgte, da ich nie dazu ja auch nie aufgefordert wurde. Geräte kann ich sofort zurücksenden. (Ursprungsforderung) Jedoch verweist Unitymedia auf das Inkassobüro.

Eingrenzung vom Fragesteller
27.08.2012 | 12:51

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung auf diesem Portal gern beantworte. Aus gegebenem Anlass möchte ich vorab ausdrücklich darauf hinweisen, dass die hier gegebene Antwort eine ausführliche, tiefergehende anwaltliche Beratung und/oder Prüfung ersetzen kann.

Ansprechpartner ist für Sie nun vorrangig das Inkassobüro, das jetzt die Interessen von Unity Media vertritt.

Eine telefonische Klärung mit dem Inkassobüro kann ich nicht empfehlen, da Sie dann nichts Verbindliches in den Händen halten. Verhandlungen und Einigungen sollten wegen der Beweisbarkeit immer nur schriftlich erfolgen.

Bei Vertragsbeendigung sind die Geräte grundsätzlich wieder an Unity Media zurückzugeben. Die Rückgabepflicht wird dabei entweder schon in der Kündigungsbestätigung oder später in einer besonderen Aufforderung mitgeteilt. Werden die Geräte nicht zurückgegeben, wird Schadensersatz gefordert. Diese Schadensersatzforderung stellt bei Ihnen höchstwahrscheinlich die Hauptforderung dar.

Sie sollten dem Inkassobüro mitteilen, dass Sie weder eine Rückgabeaufforderung noch die Originalrechnung erhalten haben und das Inkassobüro auffordern, die beiden Originalschreiben an Sie zu übersenden. Weisen Sie in diesem Schreiben darauf hin, dass Sie bereit sind, die fraglichen Geräte sofort zurückzusenden. Bitten Sie um die Anschrift, an die die Geräte zurückgesendet werden sollen und bitten Sie um eine schriftliche Eingangsbestätigung des Inkassobüros oder von Unity Media.

Der Hauptforderung sollten Sie mit dem Hinweis auf die beabsichtigte Rücksendung ausdrücklich widersprechen und darauf hinweisen, dass sich mit der Rücksendung die Hauptforderung erledigt hat. Sie können zusätzlich angeben, dass Sie die Geräte längst zurückgegeben hätten, wenn Sie die Originalschreiben seinerzeit erhalten hätten.

Die Inkassokosten dürfen grundsätzlich nicht die Kosten überschreiten, die auch ein Rechtsanwalt in dieser Angelegenheit hätte abrechnen dürfen. Bei einer Hauptforderung von 104,00 Euro wären das in der Regel eine 1,3 Geschäftsgebühr nach VV-RVG 2300 mit 32,50 Euro, eine Auslagenpauschale nach VV-RVG Nr. 7002 mit 6,50 Euro sowie 19% Umsatzsteuer nach VV-RVG 7008 mit 7,41 Euro. Das ergäbe einen Gesamtbetrag von 46,41 Euro. Hinzukommen könnten ggf. noch Mahnkosten oder Auskunftskosten, um Ihre aktuelle Anschrift festzustellen. Diese Kosten sollten aber nicht mehr als insgesamt 15,00 Euro betragen. Die Ihnen berechneten Inkassokosten mit 89,07 Euro sind demnach deutlich überhöht.

Sie sollten daher auch den Inkassokosten widersprechen und darauf hinweisen, dass Ihnen die Rückgabepflicht nur deshalb nicht bekannt war, weil Ihnen die Originalaufforderung von Unity Media niemals zuging. Die Einschaltung eines Inkassobüros war daher nicht erforderlich. Darüber hinaus sollten Sie die Inkassokosten vorsorglich als überhöht zurückweisen und vor allem eine detaillierte Aufstellung der Inkassokosten anfordern.

Sie sollten abschließend eine Bestätigung von dem Inkassobüro fordern, dass die Angelegenheit mit der Rücksendung der Geräte vollständig erledigt ist. Ich habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass die Sache tatsächlich schon mit der Rücksendung der Geräte abgeschlossen werden kann.

Fordert das Inkassobüro weiterhin die Inkassokosten, sollten Sie allenfalls unter Vorbehalt die nachgewiesenen und überprüfbaren Kosten zahlen und die darüber hinausgegehende Forderung erneut zurückweisen.

Im allgemeinen lassen sich meiner Erfahrung nach die Angelegenheiten außergerichtlich klären und erledigen.

Sollte allerdings das Inkassobüro die Forderung unverändert oder teilweise auch noch nach der Rücksendung der Geräte weiter geltend machen, sollten Sie die Angelegenheit tiefergehend anwaltlich prüfen lassen. Dies gilt vor allem dann, wenn Ihnen ein Mahnbescheid zugestellt wird. Hier sollten Sie beachten, dass Sie innerhalb der zwei-Wochen-Frist rechtzeitig den Widerspruch einlegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit der Antwort eine erste Orientierung für das weitere Vorgehen geben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

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