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Widerspruch gegen Auflösung der Eigentümergemeinschaft


22.05.2007 23:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen u. Herren,
lebe seit 03.06 getrennt von meiner Frau in unserm Haus. Meine Frau u. ich sind je 1/2 Eigentümer. Wir haben einen Ehevertag in dem Gütertrennung vereinbart ist.
Seit 10.06 versuche ich die Immobilie zu verkaufen. Von meiner Frau gibt es eine Einverständiserklärung dazu. Schriftlich.


Nun hat meine Frau die Auflösung der Eigentümergemeinschaft beantrag beim Amtsgericht. Das Amtsgericht hat dem Antrag entsprochen. Ich habe jetzt 14 Tage zeit Wiederspruch ein zu legen.

Das Amtsgericht hat schon den Grundbucheintrag gemacht.

1. Macht es Sinn einen Wiederspruch einzulegen?
2. Was sollte in dem Wiederspruch stehen.


Vielen Dank im voraus

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit einen Antrag zu stellen,

das Zwangsversteigerungsverfahren zur Aufhebung der Gemeinschaft gemäß § 180 Abs 2 ZVG auf die Dauer von sechs Monaten einzustellen.

Insoweit beeinhaltet der Ihnen zugegangene Beschluss auch die Belehrung, dass diese binnen zwei Wochen seit ZUSTELLUNG des Beschlusses geschehen muss. Dieses ist eine sogenannte Notfrist und muss eingehalten werden.

Die Einstellung kann erfolgen wenn es:

bei widerstreitenden Interessen aller Miteigentümer angemessen erscheint.

Allein an der Formulierung können Sie schon erkenn, dass die Voraussetzungen für die Einstellung sehr auslegungsfähig sind.

Mit dieser genannten Formulierung ist gemeint, dass nur in ganz besonderen Ausnamhefällen eine einstweilige Einstellung erfolgen darf.

Als Argument kann nicht herangezogen werden, dass der Erlös voraussichtlich wesentlich geringer sein wird, als bei eiem freihändigen Verkauf.

Allenfalls kann daran gedacht werden, eine Einstellung zu erreichen, wenn noch minderjährige Kinder in dem Haus wohnen und diesen ein Umzug nicht zuzumuten ist ( § 180 Abs. 3 ZVG).

Als Begründung könnte aber herangezogen werden, dass die Versteigerung zu " Unzeiten" erfolgt. Das könnte hier der Fall sein, wenn ein freihändiger Verkauf unmittelbat bevorsteht und Sie auch nachweisen können, dass dieses der Fall ist, z.B. durch Bestätigung des zukünftigen Käufers.

Weiter könnte die Zustimmung Ihrer Frau zum Verkauf erheblich sein, wenn darin eine vertragliche Regelung hinsichtlich eines Ausschluss einer Teilungsversteigerung zu sehen wäre. Insoweit kommt es auf den Inhalt dieser schriftlichen Zustimmung an.

Sie können an meinen Ausführungen erkennen, dass der Einstellungsantrag nur dann zum Erfolg führt, wenn er nach den obigen Grundsätzen begründet werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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