Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid


27.03.2006 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Hallo,

ich habe zur Zeit in Marburg für das Studienfach Humanmedizin einen Teilstudienplatz. Für das kommende Sommersemester habe ich mich für einen Vollstudienplatz (4. Fachsemester) beworben und nun eine Absage erhalten.

Die Begründung hierfür lautete:
„Die Zahl der zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst in der Zulassungszahlenverordnung festgesetzt. In höheren Fachsemestern werden Studierende nur angenommen, wenn Studienplätze für die Vergabe zur Verfügung stehen. Die Zahl der freien Studienplätze wird nach §15 der Vergabeverordnung Hessen ermittelt.
Die Berechnung hat ergeben, dass für das Ihrem Antrag entsprechende Semester kein Studienplatz für die Vergabe verfügbar war.“

Gegen diesen Bescheid möchte ich gerne Widerspruch einlegen. Hierzu möchte ich gerne wissen, wie ich einen solchen am besten formuliere und begründe.

Mit freundlichen Grüßen
U.T.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage des von Ihnen dargestellten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Zunächst ist es wichtig, was auf der Absage selber für Fristen für den Widerspruch enthalten sind und wo dieser einzulegen ist. Normalerweise hat man für einen Widerspruch einen Monat Zeit. Sie sollten, um alle Risiken zu vermeiden, den Widerspruch vor Ablauf der Frist bei der zuständigen Stelle einreichen.

Es reicht zunächst, wenn Sie der zuständigen Stelle mitteilen, dass Sie Widerspruch einlegen. Auch dann muss sich die Stelle mit Ihrem Widerspruch befassen.
Am Anfang Ihres Widerspruchs sollten Sie kurz den bisherigen Ablauf der Dinge darstellen. Da es bei Ihnen für eine Zulassung darauf ankommen wird, dass es noch freie Plätze gibt, sollten Sie Ihren Widerspruch damit begründen, dass die zuständige Stelle die freien Plätze nicht richtig berechnet hat. Sollten Sie also Anhaltspunkte bei Ihrer Hochschule dafür haben, dass z.B. im nächsten Semester durch Umstrukturierungen o.ä. sich die Kapazitäten verändert haben, gehört dies in die Begründung Ihres Widerspruchs. Des weiteren sollten Sie betonen, dass Sie schon seit längerem an Ihrer Hochschule ein Teilzeitstudium absolvieren.

Die Bearbeitung eines Widerspruchs kann lange dauern und damit für Sie vielleicht zu lange. Dennoch sollten Sie auf jeden Fall Widerspruch einlegen, um keine endgültigen Rechtszustände herbeizuführen.

Es empfiehlt sich wegen der angesprochenen langen Dauer bis zur Bescheidung des Widerspruchs, beim Verwaltungsgericht einen Antrag auf einstweilige Anordnung, gerichtet auf die vorläufige Zulassung zu stellen. Der Antrag muss vor Beginn des betreffenden Semesters gestellt werden. Diesen Antrag können Sie direkt beim Verwaltungsgericht stellen, das heißt Sie können zum Verwaltungsgericht gehen und den zuständigen Geschäftsstellenbeamten um Hilfe bei der Antragstellung ersuchen. Gleichzeitig können sie dort auch erfahren, wie und wo Sie einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen können. Sie können auch zunächst einen Antrag auf Beratungshilfe stellen, um sich von einem Anwalt beraten lassen zu können. Näheres erfahren Sie bei Ihrem Amtsgericht, welches Ihnen auch bei der Stellung des Antrags behilflich ist. Sollten Sie die Voraussetzungen für die Beratungs- bzw. Prozesskostenhilfe erfüllen, können Sie sich an einen Anwalt vor Ort wenden, der sich auf Verwaltungsrecht, insbesondere Hochschulrecht, spezialisiert hat.

Abschließend kann auch ein Gang zu Ihrer Studierendenvertretung (AStA) hilfreich sein. Viele Studierendenvertretungen bieten für Fälle wie den Ihren Beratungen an oder haben Informationsmaterial.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen weiter geholfen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Nicole Maldonado
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER