Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Widerrufsrecht bei Finanzierung

| 13. April 2011 18:03 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Wir haben ein Unternehmen und bieten 0% Finanzierung an. Der Kunde hat ein Widerrufsrecht bei einer Finanzierung. Die eine Bank räumt ihm 14 Tage eine und eine andere 30 Tage. Was sagt der Gesetzgeber und an was muss ich mich halten?

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Ellermann

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Die gesetzliche Widerrufsfrist beträgt 14 Tage (gemäß §§ 506 Abs. 1 , 491 , 495 , 355 Abs. 2 BGB ).

Die Widerrufsfrist beginnt, sobald der Verbraucher über sein Widerrufsrecht belehrt worden ist.

Dabei kann die vom Gesetzgeber vorgesehene Musterbelehrung (http://bundesrecht.juris.de/bgb-infov/anlage_1_21.html) verwendet werden.

Eine längere Widerrufsfrist kann vom Unternehme auf freiwilliger Basis eingeräumt werden.

2. Bitte beachten Sie zur Wirksamkeit der Teilzahlungsvereinbarung folgendes:

Es handelt sich bei der 0%-Finanzierung um ein unentgeltliches Teilzahlungsgeschäft im Sinne von § 506 Abs. 3 BGB .

Zur Wirksamkeit des Vertrages muss gemäß § 507 Abs. 2 BGB die Teilzahlungsvereinbarung in der von § 492 BGB geforderten Schriftform abgeschlossen werden und umfangreiche Informationen gemäß § 492 Abs. 2 BGB gemäß folgendem Muster enthalten (http://www.gesetze.juris.de/bgbeg/art_248anlage_3_388.html).

Jedoch wird ein Mangel der Form (d.h. keine schriftliche Vereinbarung oder fehlende Hinweise über die Teilzahlung) durch Übergabe der Ware geheilt, § 507 Abs. 2 BGB .

3. Bei Zahlungsverzug des Verbrauchers besteht für das Unternehmen ein Recht, die Teilzahlungsvereinbarung zu kündigen gemäß §§ 508 , 498 Abs. 1 BGB nur unter den Voraussetzungen,
- dass der Verbraucher mit mindestens 2 Raten im Rückstand ist und deren Summe mindestens 10 % des Kaufpreises erreicht
und
- dass der Unternehmer vor Kündigung eine 14tägige Nachfrist zur Begleichung des Gesamtrückstandes gesetzt hat verbunden mit der Androhung, nach Ablauf den Gesamtbetrag zu verlangen.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben.



Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14. April 2011 | 16:10

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?