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Widerrufsrecht Neufahrzeug

12.01.2019 16:14 |
Preis: 48,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Guten Tag.
Habe am 5.12.18 einen neuen Kleintraktor verkauft an einen Privaten Kunden !
Bestellt wurde der Traktor über e mail und Tel.
Bei Anlieferung beim Kunden wurde das Fahrzeug Probegefahren und danach beim Kunden in der Wohnung wurde die Rechnungsbetrag überwiesen auf mein Konto.
In der Rechnung habe ich keinerlei AGB. Auch von Widerruf habe ich nichts drin stehen.
2 Wochen später Schrieb der Kunde mich an um zu Fragen wie Lange er Widerrufsrecht hätte .
Daraufhin räumte ich Ihm ein Widerrufsrecht bis zu 15.01.19 ein.
Nun hat er davon gebrauch gemacht und verlangt den vollen Kaufpreis inklusive Hin u. Rücktransport !
Sind zusammen 2400 Km.
Das Neufahrzeug ist aber in diesen 5 Wochen 5 Std gefahren worden und ein Verbautes Schneeschild ist extra für diesen Traktor daran Modifiziert worden !
Frage !
Kann es wirklich sein das ich als Gewerbetreibender keine Rechte mehr habe und ich nun für einen benutztes Fahrzeug den vollen Betrag zurück erstatten muss ?
Zudem das Schneeschild für mich keinen Nutzen mehr hätte !
Gruss
12.01.2019 | 17:54

Antwort

von


(701)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Im Hinblick auf die Betriebsstunden steht Ihnen eine angemessene Nutzungsentschädigung zu, welche vom Typ des Traktoren abhängt und daher im Rahmen dieser Plattform nicht abschließend beurteilt werden kann.

Auch die Kosten für das Schneeschild sind ggf. vom Gegner zu tragen, wobei es hier darauf ankommt, was vereinbart worden ist und ob das Schild ein expliziter Kundenwunsch gewesen ist.

Die Rücksendekosten sind grundsätzlich vom Gegner als Verbraucher zu tragen. Bei nicht paketfähigen Waren wie dem Traktor muss dann aber in der Widerrufsbelehrung ein Schätzwert angegeben werden. Da hier aber offenbar keine Widerrufsbelehrung erteilt worden ist, besteht die Gefahr, dass Sie als gewerblicher Händler auch die Rücksendekosten übernehmen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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