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Widerruf vom Widerruf ?

11.05.2010 18:06 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Guten Tag,
folgender Fall.
Kunde kauft bei uns über Ebay einen Artikel und läßt sich diesen per Spedition schicken. ( Kunde Verbraucher / Wir GmbH ) .
Kunde teilt uns schriftlich seinen Widerruf mit, wir lasen den Artikel abholen und teilen Ebay über das vorgegebene Ebay Formular mit das der Kunde den Artikel zurückgegeben hat und sich das Geld erstatten lassen will .
( Das ist auch nötig damit wir die Provision seitens Ebay ( in diesem Falle 35 Euro ) ) zurückbekommen.
Der Kunde bekommt dann von Ebay eine Mail wo er entweder bestätigt das dem so ist oder er ankreuzen kann das er das Geschäft doch nicht Widerrufen möchte :
Als Antwort haben wir in diesem Falle dann folgendes bekommen :
Ebay Zitat "Der Käufer xxxxxx hat Ihre Bitte um Beendung der Transaktion für (Artikelnummer xxxxxxxxx) abgelehnt. Die Verkaufsprovision für diese Transaktion wird Ihnen daher nicht gutgeschrieben. Bitte bringen Sie diese Transaktion mit dem Käufer zum Abschluss" Ebay Zitat Ende
Kunde sagt natürlich ist Ihm alles egal was er da annimt oder ablehnt , er will seinen kompletten Kaufpreis zurück.


Die 2 Fragen
a ) ist das ein Widerruf vom Widerruf sprich der Kunde muß den Artikel jetzt doch nehmen ?
b ) Hat der Kunde nicht eine MItwirkungspflich sprich er muß uns die 35 Euro ersetzen da er diese unnötigen Kosten wissentlich verursacht hat ?

Es gab dazu vor knapp 1 Jahr mal ein Händlerfreunliches AG Urteil, welches ich aber leider nicht mehr finde.

Vielen Dank und Gruß

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:


a) ist das ein Widerruf vom Widerruf sprich der Kunde muss den Artikel jetzt doch nehmen?

Grundsätzlich ist es so, dass der Widerruf verbindlich.

Bei dem Widerruf des Käufers handelt es sich um eine Willenserklärung, welche der Käufer einseitig abgeben. Mit Zugang dieser Willenserklärung wird der Widerruf bei Ihnen als Verkäufer wirksam. Es liegt mithin ein wirksamer Widerruf vor.

Das Geschäft ist danach also rückabzuwickeln.

Selbst wenn man die neuerliche Erklärung des Käufers als Widerruf des Widerrufs auslegen würde, wäre diese doch verspätet erfolgt.

Der Käufer hätte seinen Widerruf nur zurückziehen können, wenn diese zweite Willenserklärung vor dem eigentlichen Widerruf bei Ihnen zugegangen wäre.

Im Ergebnis jedenfalls liegt ein wirksamer Widerruf des Kunden vor.


b) Hat der Kunde nicht eine Mitwirkungspflicht sprich er muss uns die 35 Euro ersetzen da er diese unnötigen Kosten wissentlich verursacht hat?

Wenn der Käufer wissentlich gegenüber eBay in diesem Fall falsche Angaben gemacht hat, muss er Ihnen die 35 € erstatten.

Sie sollten diesen Betrag beim Kunden einfordern.

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Danke zusammenfassend ganz ok wohl auch in meinem Sinne allerdings hat bei mir die Antwort der Anwältin auf meine Rückfrage nochmal eine Unsicherheit ausgelöst und ich kann leider nichts mehr weiter klären da nur eine Rückfrage ... ...
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