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Widerruf santander ratenschutzversicherung

| 21.05.2016 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo lieber Rechtsanwalt,
ich habe am 07.05.16 im Autohaus einen Darlehensvertrag für die Finanzierung eines gebrauchtwagens abgeschlossen u. bin dummerweise in die Falle Ratenschutzversicherung getappt. Nun wollte ich nur die RSV gesondert widerrufen da das Fahrzeug seit 13.05.16 schon zugelassen und in Nutzung ist-also nicht zurückgeben und mit dem Autohaus noch Theater u. Kosten zu haben. Jetzt bin ich mit diesem Santander Vertrag am verzweifeln..., Der RSV-Beitrag wird im Darlehen mitfinanziert ist im eff.<jahreszins jedoch nicht enthalten(böse Kostenfolgen) ich bin nur Versicherter, Versicherungsnehmer ist die Santanderbank, Versicherer CNPSantander..
Bei den allgem. Bedingungen für die RSV beträgt die Widerrufsfrist 30 Tage-jedoch bilden Darlehen u. RSV eine Einheit. FRAGE: beträgt die Widerrufsfrist dann nur 14 Tage wie im verbundenen Darlehensvertrag?
Weiterhin lt. Darlehensvertrag u.a. : der versicherungsschutz beginnt vorbehaltlich der Zahlung des Einmalbetrages mit dem Datum der Darlehensauszahlung, jedoch nicht vor Zugang d. unterzeichneten Anmeldung u. frühestens zwei Monate vor Fälligkeit der ersten Darlehensrate...
und dann(wie alles kleingedruckt) DIE VERSICHERTE PERSON STIMMT DEM BEGINN DES VERSICHERUNGSSCHUTZES VOR ENDE DER WIDERRUFSFRIST ZU
Leider hab ich nicht die Möglichkeit den gesamten Vertrag hochzuladen und ihnen gleich zu übermitteln aber ich hoffe Sie können mir aufgrund der grundsätzlichen Schilderung eine Einschätzung geben ob ich überhaupt noch eine Chance habe aus dieser RSV ohne weiteren Ärger rauszukommen. Ich habe bisher weder ein Aktenzeichen und habe auch noch mit meiner Unterschrift auf den Zugang der Annahmerklärung der Bank verzichtet.
Insgesamt kommt mir der Vertrag (abgesehen von meiner Dummheit und dem gewieften Auoverkäufer) schon fast sittenwidrig vor. Da eine Vertragsprüfung durch Verbraucherschutz ect. aufgrund der Fristen jetzt nicht mehr in Frage kommt, bitte ich um eine Einschätzung oder weiterer Vorgehensweise auch nach der Widerrufsfrist.
vorab vielen Dank für Ihre Hilfe!

Sehr geehrte Ratsuchende,

solche Verträge sind leider bekannt.

1.)

Die Widerrufsfrist beträgt leider nur 14 Tage.


2.)

Sie als Verbraucherin können nicht ordentlich kündigen, wenn sie nicht selbst Versicherungsnehmer, sondern „versicherte Person" sind.

Nur der Versicherungsnehmer könnte kündigen, was aber die Bank nicht machen wird. Sie können die Bank auch nicht dazu zwingen.

3.)

Möglich ist aber die außerordentliche Kündigung, wenn Sie umschulden oder vorzeitig das Darlehen zurückzahlen.

Eine solche Umschuldung wird dann auch dann die den Ratenzahlungsversicherung beenden, wenn Sie außerordentlich kündigen.

Eine solche Umschuldung kann also rechtlich und wirtschaftlich den Vorteil der Vertragsbeendigung schaffen.

Das wird auch hinsichtlich der Kostenfalle "Effektiver Jahreszins" sinnvoll sein, sollte also durchgerechnet werden.

4.)

Kommt die Umschuldung nicht in Betracht, kommt nur noch die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung in Betracht.

Aber Sie müssen dann alle Voraussetzungen dafür beweisen.

In Betracht kommt nach ihrer Schilderung nur die absichtliche Unterdrückung der Kostenexplosion.

Das kann dann ein Grund sein, wenn Ihnen die Kosten vorgerechnet worden ist und keine weiteren Kosten zugesagt worden sind. Der Effektivzins wird sich in der Regel aber tatsächlich fast verdoppelt!

Aber das ist ein nicht leichtes Vorgehen, eben weil die Beweislast bei Ihnen liegt, der Berater vermutlich aber immer das Gegenteil aussagen wird.

5.)

Ich würde Ihen raten, mit allen Unterlagen einen Rechtsanwalt aufzusuchen.

Dieser wird dann die Unterlagen auch in Hinblick auf mögliche Verstöße zu den Regeln der allgemeinen Geschäftsbedingungen untersuchen. Möglich wäre dann noch eine Unwirksamkeit der gesamten Verträge.

Dazu muss man aber die Originalunterlagen sehen und prüfen können.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg


Nachfrage vom Fragesteller 21.05.2016 | 17:16

Liebe Frau True-Bohle,
vielen lieben Dank für Ihre schnelle Bearbeitung, jetzt habe ich mehr Klarheit!
Hoffe ich habe alles richtig verstanden- wenn ich jetzt noch einen Widerruf hinlegen würde geht alles bis zur evt. Auflösung des KFZ-Vertrages zurück. Aufgrund Internetrecherche und jetzigen Kenntnisstand über diese Bank habe ich sowieso schon an Umschuldung gedacht. Allerdings wäre da abgesehen vom Einbehalt des Einmalbetrages (mein Lehrgeld) anscheinend eine Kündigung immer erst nach 3 Jahren möglich und dann machen die immer noch Zicken.
Daher müsste auch im Falle der Umschuldung wirklich ein RA den Vertrag anschaun.
Schade dass Sie soweit weg sind, ich wohne in der Gegend um München. Meine Frage über die Kosten einer Beurteilung der Unterlagen dürfen Sie vermutlich hier nicht beantworten....sonst würde ich Ihnen evt. alles zuschicken.

Nochmals herzlichen Dank, trotz allem Nervenkrieg bin ich jetzt erleichert!
L. Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.05.2016 | 17:38

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für die Bewertung und die Kommentare.

Der Vertrag muss wirklich durchgesehen und geprüft werden.

Mein Vorschlag: Sie schicken es mir alles zu und ich sage Ihnen dann, was die Prüfung kosten wird, denn ich muss den Umfang kennen. Dann kann ich Kosten nennen und dann können Sie entscheiden, ob die das machen wollen.

Die Prüfung könnte aber erst dann in der nächsten Woche erfolgen.

Im Falle der Umschuldung hätten Sie die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung, d.h. sofort und ohne Fristen. Lassen Sie sich nicht drei Jahre vertrösten.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 21.05.2016 | 17:30

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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"Ich bin Frau True-Bohle für Ihre Arbeit sehr sehr dankbar!Obwohl Online-Beratung fühlt man sich wie bei einem persönlichen Gespräch und gut aufgehoben. Sie überzeugt mit Kompetenz und hat auch sofort verstanden um was es mir geht-das ist sicher nicht ganz einfach ohne entsprechende Unterlagen. Also kann ich nur weiterempfehlen bevor man, wie ich, selbst versucht sich einen Kopf zu machen und zu keinem Ergebnis kommt.
Vielen lieben Dank nochmals-am liebsten würde ich diese sympathische Person persönlich kennenlernen!!!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 21.05.2016 5/5,0
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