Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Widerruf per Email?

| 01.04.2011 15:47 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
im folgenden Fall ein ein junges Unternehmen in der Anlaufzeit einen Vertrag mit einer Außendienstmitarbeiterin einer Firma für Finanzfirma abgeschlossen. Dieser sollte über 5 Jahre laufen. Nachdem klar wurde, dass durch die Benutzung dieses Service Extrakosten entstehen würden, wurde der Firma 12 Tage nach Vertragsunterzeichnung eine Email zugeschickt, aus der klar hervor geht, dass ein Widerruf erwünscht ist und ihr Gerät nicht gebraucht wird. Als keine Antwort zurück kam wurde durch weitere Emails und Anrufe versucht ein Kontakt aufzubauen, jedoch ohne Erfolg. Nach einigen Monaten kamen die ersten Rechnungen, auf die weitere Kontaktaufnahmen folgten. Hier hiess es, man werde sich darum kümmern und sich melden. Das ist wieder nicht passiert. Erst ca. 9 Monate darauf entstand endlich ein vernünftiger Kontakt per Telefon. Hier informierte man uns, dass alles rechtens ist und der Widerruf in Schriftform hätte sein müssen. Auf meine Frage, warum die Firma das nicht innerhalb einer angemessenen Frist uns mitteilen konnte wurden Ausreden benutzt. Nun ist eine Kündigung schriftlich angenommen, jedoch sollen die Grundbühren für die halbe Laufzeit in Höhe von ca 450€ (Kulanzangebot). Meine Frage: Wenn das Gerät nicht benutzt wurde und klar erkennbar ist, dass die Leistung nicht erwünscht war(1.Email mit Widerruf), kann man dann trotzdem den Kunden so abzocken??
MfG

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn tatsächlich ein Widerruf eingeräumt worden ist, sollten Sie sich nicht auf das Angebot einlassen.

Denn dann werden Sie gar nichts zahlen müssen.

Ein Widerruf muss in Textform erfolgen. Er kann per Schriftsatz, Fax oder E-Mail ohne Unterschrift übermittelt werden. Wichtig ist, dass die Person des Erklärenden und der Vertrag, auf welchen sich der Widerruf bezieht zweifelsfrei erkennbar ist.

Und dieses liegt offenbar vor.

Beim Email-Kontakt gilt § 312e Abs.1 BGB. Danach kommt es darauf an, dass der Empfänger, für den die Email bestimmt ist, diese unter gewöhnlichen Umständen abrufen kann.

Also wird auch die Frist eingehalten worden sein.

Nach Ihren Angaben sollten Sie nicht zahlen.

Allerdings würde ich dazu raten, den Vertrag genauer prüfen zu lassen. Denn auch der vertraglichen Vereinbarung könnte sich etwas anderes ergeben.

Mit freudlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 01.04.2011 | 16:45

Das klingt sehr positiv, Dankeschön.
Was meinen Sie jedoch mit "Denn auch der vertraglichen Vereinbarung könnte sich etwas anderes ergeben."?
Haben Verträge zwischen zwei Firmen generell auch ein gesetzliches Widerrufsrecht? Denn aus den AGBs dieser Firma geht dieser Punkt nicht hervor. Nur den Satz: Das Recht zur außerordentlichen und fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt vorbehalten..

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.04.2011 | 18:25

Sehr geehrter Ratsuchender,

warum Sie dann vor der Beantwortung Ihrer Nachfrage nur mit vier Sternen bewerten, ist mir ein Rätsel. Darüber sollten Sie einmal nachdenken.

Nein, ein generelles Widerrufsrecht bei Verträgen gibt es nicht. Das ist leider ein Aberglaube.

Hier wurde aber der Widerruf akzeptiert.

Dann aber kann man sich nicht auf eine bestimmte Form berufen, sofern diese eben nicht vertraglich vereinbart worden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 01.04.2011 | 18:04

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Dann werde ich mir mal einen Anwalt suchen, der sich die AGBs dieser Firma genau ansieht, um für einen Widerspruch Rechtssicherheit zu bekommen. Vielen Dank dass Sie meine Vorahnung bestätigt haben. MfG! "
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 01.04.2011 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68779 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, endlich habe ich Klarheit. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank :-) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat die Frage schnell und korrekt beantwortet. ...
FRAGESTELLER