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Widerruf meiner Bewährung?

28.10.2008 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo,ich habe ein grosses Problem.
Ich wurde am 30.05.2008 zu einer FS von 1 Jahr und 6 Monaten- ausgesetzt au 2 Jahre Bewährung veurteilt.Es war eine BTM-Sache aus dem jahr 2006. in der Zwischenzeit habe ich einen Kontoeröffnungsbetrug gemacht (2007)- Ich habe also ein Konto mit einem nicht von mir gefälschten Reisepass eröffnet,aber die Bank nicht betrogen,sondern Gelder von Ebay draufgehen lassen.Einen Mobilfunkvertrag habe ich damit auch abgeschlossen.Das ganze hatte ich mit meinem Freund gemacht,er hat allerdings mit seinem eigenen gefälschten Pass wilde Betrügerein gemacht und so stand eines Tages die Kripo vor der Tür.Er ist deswegen jetzt in Haft.Bei mir wurde die Sache mit dem Kontoerffnungsbetrug nach § 154 eingestellt,wegen meiner BTM-Verurteilung.Und seitdem hatte ich nichts mehr davon gehört..auch nicht von dem Geld auf dem Konto oder das was bei mir beschlagnahmt wurde.Nun habe ich zufällig diese Mobilfunkkarte wiedergefunden und die ins Handy gesteckt,den Pin eingegeben und sie war aktiv.Das heisst die Rechnungen wurden die ganze Zeit bezahlt.Nun kam ich auf die blöde Idee unter dem falschen Namen bei der Bank anzurufen und habe Kontoauszüge bestellt.Da nichts ankam, habe ichmich auch per email gemeldet habe ich eine neue Bankkarte bestellt.Nun habe ich gestern einen Anruf von der LKA bekommen,das ich nun eine Strafanzeige wegen Betruges bekomme,da ich ja an das Geld wollte.
Die Bankkarte oder irgendwas habe ich natürlich nicht bekommen.Man sagte mir auch das alles an Geld weg sei und ich auch nichts wieder bekomme. Ok,kein Problem.Ich wollte eigentlich nur wissen,was los ist,habe nicht über die Folgen einer Bankkarten-Bestellung nachgedacht.Nur konnte ich mir nicht erklären,warum der Handyvetrag 1 Jahr lang bezahlt wurde,obwohl ich den zu dieser Zeit nicht mal benutzt hab. Ich habe eine 6 Monate alte Tochter.Ich habe niemanden der sie zu sich nehmen kann und frage mich, ob ich jetzt in Haft muss.Die können das Geld behalten,ich hab die Handykarte sofort aus dem Telefon genommen und will davon nichts mehr wissen.Miit was muss ich rechnen? Einen Rechtsanwalt habe ich,der ist heute allerdings zu Gericht.Ich bin fix und fertig.Wie lange dauert es bis ein erneutes Verfahren auf mich zukommt? Ich bin wirklich ratlos.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vorausschicken möchte ich, dass ohne eine Akteneinsicht und genauer Klärung des Sachverhaltes nur eine grobe Einschätzung möglich ist.

Bevor Sie sich Gedanken über den Widerruf der Bewährung machen, muss erst einmal geklärt werden, in welchem Umfang Ermittlungen eingeleitet werden. Zunächst liegt nach Ihren Angaben nur die Strafanzeige vor, die sich nach Ihrer Darstellung auf einen Versuch beziehen wird, da Sie "nur" die Karte bestellt haben. .

Sollte es wegen dieses Sachverhaltes zu einem Strafverfahren kommen, muss es nicht unbedingt zu einem Widerruf der Bewährung kommen. Insoweit ist darauf abzustellen, dass es sich nicht wieder um eine BTM-Sache handelt. Weiter wird zu berücksichtigen sein, dass kein Schaden entstanden ist.

Nach Ihrer Darstellung sind auch die Rechnungen gezahlt worden. Hier wird aber zu klären sein, wie die Zahlungen erfolgt sind. Insbesondere wird es darauf ankommen, ob diese weiter vom Konto abgebucht wurden und dort unter Umständen zu einen Minussaldo geführt haben.

Insgesamt wird daher die Akteneinsicht, die dann voraussichtlich auch Auskunft über die Zahlungen der Handyrechnung geben wird, eine genauere Einschätzung zu lassen.

Nach meiner groben Einschätzung muss es nicht zwangsläufig zu einem Widerruf kommen.

Über die Dauer des Verfahrens können keine abschließenden Angaben gemacht werden. In der Regel dauern die Verfahren zwischen 4 und 6 Monaten

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2008 | 13:36

Die Rechnungen wurden abgebucht von diesem Konto, das kaonnte ich online im T-Mobile-Kundenportal sehen. Ich weiss nicht genau wieviel Geld da noch drauf war,aber es sollte kein Minus entstanden sein.Warum nicht gleich alles gesperrt wurde,weiss ich nicht.Vielleicht wurde auf genau sowas,was ich jetzt getan habe gewartet? Es war nie Absicht jemand finananziell zu schädigen,und ich denke das es auch nicht passiert ist.also bestht noch Hoffnung,das mein kind nicht in ein Heim muss...puha...das klingt doch schon mal ganz gut.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2008 | 13:45

Sehr geehrte Ratsuchende,

nach Ihrer Darstellung ist der Bank offensichtlich kein Schaden entstanden. Insoweit werden die Ermittlungen sich voraussichtlich auf einen Versuch beschränken. Natürlich wird der Sachverhalt genau geklärt werden müssen, was eine Akteneinsicht voraussetzt.

Zumindest verbleibt es meiner ersten Einschätzung, dass es nicht zwangsläufig zum Widerruf der Bewährung kommen muss.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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