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Widerruf eines handschriftlichen Testaments in amtlicher Verwahrung


| 28.11.2016 21:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



2006 wurde seitens meiner Eltern ein handschriftlich verfasstes (Berliner) Testament in amtliche Verwahrung gegeben. Darin haben die Erblasser verfügt, dass ich (Tochter) 60 % und mein Bruder 40 % des Vermögens erhalten soll. Dies wurde meinem Bruder sogar mündlich mitgeteilt.

Anfang letzten Jahres fiel meinem Bruder ein, dass dies aus seiner Sicht nicht korrekt sei und lies unseren Vater (der sich von ihm überrumpeln lies), ein neues handschriftliches Testament mit den Verhältniswerten 55 : 45 % schreiben. Zu diesem Zeitpunkt war meine Mutter allerdings nachweislich an Demenz erkrankt und somit nicht testierfähig. Das Testament wurde dennoch anschließend durch meinen Vater und meinen Bruder in amtliche Verwahrung gegeben.

Anm.: Die Herausgabe des ehemaligen Testaments aus 2006 erfolgte Anfang 2015 an meinen Bruder, obgleich eine Herausgabe eigentlich zwingend an die beiden Erblasser hätte erfolgen müssen!!??

Der Vater hat inzwischen seinen Fehler eingesehen und möchte den ehemaligen Zustand wieder herstellen. Die Mutter leidet – wie gesagt – an starker Demenz und kann mangels Geschäftsfähigkeit nicht gemeinsam mit dem Ehepartner die Herausgabe des letzten Testaments aus der amtlichen Verwahrung erwirken, geschweige denn ein neues Testament gemeinsam mit ihrem Ehepartner aufsetzen.

Was ist der beste Weg, den alten Zustand wieder herzustellen?

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, welche ich aufgrund des geschilderten Sachverhaltes gerne beantworten möchte, wie folgt:


Wenn Ihre Eltern in 2006 ein gemeinschaftliches Testament verfasst haben, so konnte der Vater dieses im letzten Jahr nicht im Alleingang ändern. Dies bedeutet, dass das Testament aus 2006 noch Gültigkeit besitzt.
Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass das Testament aus der amtlichen Verwahrung genommen wurde. Nur bei einem notariellen Testament würde dies einen Widerruf bedeuten.

Für Sie hat dies nun zur Folge, dass Sie den "alten Zustand" gar nicht wieder herstellen müssen, da dieser noch besteht.
Da Sie schreiben, dass die Mutter an Demenz leidet und eine Geschäftsunfähigkeit vorliegt, kann eine Änderung des Testamentes aktuell auch nicht mehr stattfinden. Gegebenenfalls müsste man eine Testierfähigkeit der Mutter positiv durch einen Arzt feststellen lassen, sollte eine Änderung des Testamentes angestrebt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführunegn weitergeholfen zu haben.

Bei Unklarheiten oder Rückfragen nutzen Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion.

Ich verbleibe


Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 29.11.2016 | 11:34

Sehr geehrte Rechtsanwältin,
vielen Dank für die Beantwortung der Frage. Allerdings habe ich noch ein Verständnisproblem.
Die Testamentsänderung letztes Jahr wurde ja auch von der Mutter in demenzkrankem Zustand mit unterschrieben. Heißt das jetzt, dass ein Arzt die bereits letztes Jahr nicht mehr vorhandene Testierfähigkeit bescheinigen müsste oder müsste mein Vater bei einem Notar den Widerruf erklären?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.11.2016 | 11:40

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage beantworten:

Wenn Ihre Mutter das Testament im letzten Jahr mit geändert hat, obwohl sie geschäftsunfähig war, ist dieses Testament nicht gültig. Die Geschäftsunfähigkeit/Testierunfähigkeit müssen Sie jedoch nachweisen können. Dies geht am besten über ein ärztliches Gutachten. Dies haben Sie zutreffend verstanden, ja.
Sollten Sie aktuell eine Änderung des Testamentes durch Ihre Mutter anstreben, müsste wiederum entgegen gesetzt eine Testierfähigkeit festgestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 01.12.2016 | 08:55


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FRAGESTELLER 01.12.2016 3,8/5.0
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