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Widerruf eines gemeinschaftlichen Testaments


06.11.2013 16:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Zusammenfassung: Der Widerruf wechselbezüglicher Verfügungen in einem gemeinschaftlichen Testament kann auch gegenüber einem testierunfähigen Ehegatten erklärt werden.


Mein in 2013 verstobener Onkel verfasste mit seiner Ehefrau ein gemeinschaftlichesTestament 2004, in dem sie sich gegenseitig zu Erben einsetzten. Im Jahre 2010 hat er ein eigenes Testament über sein Vermögen gefertigt,die Ehefrau lebt wegen Demenzerkrankung seit 5 Jahren im Heim. Das Nachlassgericht erkennt das Testament aus 2010 nicht an § 2271,2296 BGB
Frage: Gibt es anhängige, ruhende Verfahren ,die sich mit dem Thema Demenz -kein gültiger Widerruf gegenüber dem Ehepartner- befassen. Das Urteil AGMünchen v 13.10.2010 AZ 705 XVII 1559/08 ist mir bekannt

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Sehr geehrter Fragesteller,

in Anbetracht Ihres Einsatzes, insbesondere der erheblichen Unterschreitung des empfohlenen Richtpreises, beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Der Widerruf wechselbezüglicher Verfügungen in einem gemeinschaftlichen Testament kann auch gegenüber einem testierunfähigen Ehegatten erklärt werden. Es genügt der Zugang der notariell beurkundeten Widerrufserklärung an einen für den Aufgabenkreis der Vermögenssorge bestellten Ersatzbetreuer, auch wenn dieser ein Abkömmling des Erblassers ist; OLG Nürnberg, Beschluss vom 6. 6. 2013 – 15 W 764/13.

D.h. es kommt für die Wirksamkeit des Testaments darauf an, ob und wenn ja, wem Ihr Onkel gegenüber das gemeinschaftliche Testament widerrufen hat.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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