Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Widerruf einer mündlichen Auftragasvergabe

| 18.07.2011 09:37 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

bezüglich einer Wohnhausdachneueindeckung habe ich am letzten Freitag, 15.07.2011, einem Anbieter unter Bezugnahme auf das vorliegende Angebot im Verlaufe eines mündlichen Gespräches die Auftragsdurchführung erteilt. Unterschrieben habe ich bisher allerdings nichts. Heute ist mir nun noch ein mehr zusagendes Angebot zu gegangen, das ich statt dessen annehmen möchte. Kann ich nun ohne weiteres von meiner ersten Auftragasvergabe zurücktreten, und wenn ja, was ist dabei evtl. zu beachten.

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist mit der von Ihnen geschilderten Auftragsvergabe bereits ein rechtsverbindlicher Werkvertrag hinsichtlich der Wohnhausdachneueindeckung zustande gekommen, da ein solcher auch mündlich geschlossen werden kann. Auf diesen Vertragsschluss vom 15.07. könnte sich der Anbieter nun berufen und Sie erst einmal daran festhalten, sofern dieser denn auch den geschilderten Vertragschluss im Zweifel nachweisen könnte.

Geht man davon aus, dass dem Anbieter dieser Nachweis des zustande gekommenen Vertrages möglich ist, gilt zunächst der Grundsatz, dass Verträge einzuhalten sind. Sie wären somit an diesen erst einmal gebunden. Ein Rücktrittsrecht würde dann auch grundsätzlich nur bestehen, sofern dies vertraglich mit dem Anbieter auch vereinbart wurde, anderenfalls per Gesetz ein solches grundsätzlich nicht eingeräumt wird.

Was Sie jedoch trotz des schon zustande gekommenen Vertrages machen könnten, wäre diesen wieder zu kündigen. Denn gemäß § 649 BGB ist die Kündigung eines Werkvertrages jederzeit frei möglich. Dabei wäre lediglich noch zu beachten, dass dem Anbieter in diesem Fall weiterhin die vereínbarte Vergütung zusteht, allerdings unter Abzug ersparter Aufwendungen, wobei gemäß § 649 Satz 3 BGB grundsätzlich ohne Nachweis eines ggf. höheren Anspruchs der Anbieter pauschal 5 % der vereinbarten Vergütung von Ihnen im Falle der Kündigung verlangen könnte.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Bei verbliebenen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten wünsche ich noch einen schönen Tag und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.07.2011 | 18:09

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.07.2011 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70134 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Ich wollte eine grobe und unabhängige Meinung zum ausgestellen Arbeitszeugnis, dass ich erhalten habe. Die Hinweise und Bewertung ist für mich absolut nachvollziehbar. Die Empfehlung keine weiteren rechtlichen Schritte einzugehen ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die hervorragende Antwort und Beratung, die in diesem Rahmen möglich ist. Sie war sehr ausführlich, verständlich und prompt. Wäre die Anwältin in meiner Nähe, wäre ich sofort ihre Mandantin. Für alle Bewertungen sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage direkt und verständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER