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Widerruf einer Zeugenaussage


14.02.2006 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo,
mein Sohn 15 Jahre hat auf der Polizei im Beisein meines Mannes eine Zeugenaussage gemacht und einen Belastet das er bei ihm Drogen (Cannabis)erworben hat.Nun droht der Belastete meinem Sohn mit Suizid wenn er die Aussage aufrecht hält. Da mein Sohn sehr sensibel ist und nicht für den Tod des jungen Mannes verantwortlich sein möchte, will er die Aussage Widerrufen. Meine Frage nun an Sie, wie sehen unsere Möglichkeiten aus wenn wir Widerrufen möchten, mit welchen Konsequenzen müssen wir rechnen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich Ihnen wie folgt beantworten:

Ihr Sohn hatte ein Auskunftsweigerungsrecht nach § 55 Strafprozessordnung auf solche Fragen, mit deren Beantwortung er sich selbst belasten würde. Dies wäre der Fall bei Fragen, des Erwerbs und von wem er die Betäubungsmittel erworben hat. Wenn er darüber von der Polizei vor seiner Aussage aufgeklärt wurde, kann er die Aussage nicht ohne weiteres zurückziehen.

Bei der Rücknahme einer Aussage würde er zugeben, die Polizei belogen zu haben. Es wäre möglich, dass die Polizei/Staatsanwaltschaft dann gegen Ihren Sohn ein Verfahren wegen Falscher Verdächtigung (§ 164 Strafgesetzbuch) oder wegen Vortäuschens einer Straftat (§ 145 d Strafgesetzbuch)einleitet, das bei nicht Vorbestraften mit einer Geldstrafe oder bei Vorbestraften dann sogar mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Falls Ihr Sohn vor der Aussage ordnungsgemäß belehrt wurde, kann er die Aussage nicht ohne Weiteres zurücknehmen bzw. es kann nicht garantiert werden, ob die Staatsanwaltschaft nicht dagegen ermittelt.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sanela Navrboc
Rechtsanwältin

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