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Widerruf der Bewährung bis wann möglich ?

12.02.2010 22:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


In einer gegen mich laufenden Strafsache steht in der Ermittlungsakte auf Seite 3 oder so Zitat Gegen den Beschuldigten läuft in den Akten ... eine Bewährungsfrist im Sinne von Nr. 13 MiStra. bis zum 07.03.2009.

Laut meinem Rechtsverständnis kann die Bewährung max. bis 1 Jahr nach Ablauf des Zeitraums also ab dem 07.03.2009 widerrufen werden .. Richtig oder falsch ?

Das heißt dann, das am dem 08.03.2010 die Bewährung nicht mehr widerrufen werden kann oder ??

In anderer Sache ist noch keine Verurteilung erfolgt und wird voraussichtlich auch nicht erfolgen also nicht bis zum 08.03.2010

Kann die Bewährung nach dem 08.03.2010 noch widerrufen werden ??

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Strafaussetzung zur Bewährung kann widerrufen werden, wenn der Verurteiltete während der laufenden Bewährungsfrist eine neue Straftat begeht.

Dabei muß man unterscheiden zwischen der Strafe und der Bewährungszeit. Eine Verurteilung kann z. B. lauten, daß der Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten verurteilt wird. Das Gericht setzt dann durch Beschluß fest, daß die Bewährungszeit 2 Jahre beträgt. D. h., der Verurteilte muß in den 2 Jahren der Bewährung straffrei bleiben.


2.

Hier gilt § 56 g StGB, der folgenden Inhalt hat:

"(1) Widerruft das Gericht die Strafaussetzung nicht, so erläßt es die Strafe nach Ablauf der Bewahrungszeit. § 56f Abs.3 Satz 1 ist anzuwenden.

(2) Das Gericht kann den Straferlaß widerrufen, wenn der Verurteilte im räumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes wegen einer in der Bewährungszeit begangenen vorsätzlichen Straftat zu Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten verurteilt wird. Der Widerruf ist nur innerhalb von einem Jahr nach Ablauf der Bewährungszeit und von sechs Monaten nach Rechtskraft der Verurteilung zulässig. § 56f Abs.1 Satz 2 und Abs.3 gilt entsprechend."

D. h. wenn Sie während der Bewährungszeit eine Straftat begangen hätten und deswegen zu einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten verurteilt würden, käme ein Widerruf in Betracht. Dies gilt bis zum 08.03.2010.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2010 | 23:04

Das heißt also, wenn in der neuen Sache bis zum 08.03.2010 kein rechtskräftiges Urteil ergeht, dann kann die Bewährung nicht mehr widerrufen werden und ich muss die Strafe nicht absitzen, komme noch mal mit einem blauen Auge davon ?

Herzliche Grüße
und Danke für die Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2010 | 12:42

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Vollkommen richtig, da dann die Frist von einem Jahr nach Ablauf der Bewährungszeit angelaufen wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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