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| 06.08.2022 09:41 |
Preis: 30,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich habe im Internet einen Beitrag einer Tierärztin gelesen die Bioresonanz für Tiere anbietet. Da mein Pferd über einen längeren Zeitraum immer wieder starken Husten hatte, habe ich mit der Anbieterin gesprochen und wir hatte einen Termin vereinbart. Nach der Untersuchung wurde der Husten nicht besser und ich hatte sie mehrmals kontaktiert. Es läge am Wetter alles so staubig und der Saharastaub etc. da für mich die Vorgehensweise nicht akzeptabel war habe ich meinen Tierarzt zu rate gezogen, der weiterführende Untersuchungen eingeleitet hat. Nach nunmehr fast vier Monaten bekomme ich eine Rechung für die Untersuchung von der Tierärztin mit dem Bioresonanzgerät. Gespräche blieben erfolglos. Der Rechnungsposition habe ich widersprochen. (Weiter Sachverhalt wie folgt: Sehr geehrte Frau xxx, die von Ihnen nicht gerechtfertigten Rechnungsposition 1002 der o.g. Rechnung habe ich bereits schriftlich per Einschreiben widersprochen. Das Einschreiben ging Ihnen ordnungsgemäß zu. Auch wenn die Abholung von Ihnen verweigert wird, gilt das Schreiben rechtlich als zugestellt.
Ich habe Sie zum wiederholten Male angesprochen, dass die Leistung zur Bioresonzanz, nicht wie in Ihrer Hompage und von Ihnen persönlich mitgeteilt erfolgt ist.  Eine Diagnose mit dem von Ihnen angewendeten Bioscan-Gerät war nicht gegeben. Medikamente wurden mir verkauft, die leider für die Symtomatik unwirksam waren. Da keine Besserung der Symtome eintrat, hatte ich nach mehrmaliger Nachfrage bei Ihnen, aus eingener Initiative den Tierarzt meines Pferde zu rate gezogen um weiter dringende Untersuchungen und eine geeignete Medikation anzustreben.
Ich finde die gesamte Vorgehensweise nicht akzeptabel und offensichtlich sind Sie an einer einvernehmlichen Lösung nicht interessiert. Mit dem Verlauf und dem hinzuziehen meines Tierarztes lässt sich beweisen, dass Sie mit Ihrem Bioresonanz-Gerät nicht in der Lage waren eine profunde Diagnose zu stellen und somit eine adequate Behandlungsmaßnahme zu verordnen.
Des Weiteren wurde ich zu keiner Zeit von Ihnen darüber informiert, dass ich mich für etwaige Diagnoseerstellungen oder Therapien sicherheitshalber an meinen behandelnden Tierartz meines Pferdes zu wenden habe, wie Sie jetzt im Nachhinein als Schutzbehauptung vorgeben.
Auch wurde ich von Ihnen nicht vor der Behandlung in Kenntnis gesetzt, dass der Bioscan offensichtlich keine ausgewählte Maßnahme zu einer Diagnosstellung ist und keinerlei Ersatz für ärztliche Diagnosen und / oder Behandlungen darstellt. Ich wurde hier in keiner Weise unterrichtet um ggf. die Entscheidung zu treffen eine andere Diagnosemethode zu wählen. Es gibt zwischenzeitlich Gerichtsurteile wo Hersteller dieser Bioresonanzgeräte verurteilt wurden, da nachweislich und wissenschaftlich belegt, die Geräte nicht funktionieren.
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Meine Frage: Wie soll ich mich verhalten, da ich nun eine 1. Mahnung erhalten habe. Per whatsapp wurde mir bereits angedroht, ich hätte die Rechnung zu zahlen, anderenfalls wird sie an ein Inkassobüro übergeben.
Danke im Voraus!

06.08.2022 | 11:11

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Ich kann nicht beurteilen, ob das Verfahren der Bioresonanz nun völliger Humbug ist oder einen tatsächlichen Nutzen haben kann. Das ist letztlich wie bei vielen anderen Heilmethoden, insbesondere solchen, bei denen es keinerlei wissenschaftlichen Beleg gibt.

Das allein befreit Sie aber m.E. nicht von einer Zahlungsverpflichtung. Wenn Sie beim Arzt eine sog. IGeL-Leistung (zu denen im Übrigen auch die Bioresonanztherapue gehört) in Anspruch nehmen, für die vielfach auch keinerlei Nutzen belegt ist, werden Sie regelmäßig auch nicht auf die Idee kommen, diese nicht bezahlen zu müssen.

Wenn Sie sich also bewusst für die Bioresonanzmethode entschieden haben, sehe ich durchaus eine mögliche Verpflichtung, die erbrachte Leistung auch zu bezahlen. Allerdings gilt dies natürlich nicht, wenn die abgerechnete Leistung nicht wie versprochen bzw. abgerechnet erbracht wurde.

Hier würde ich wenn einen Ansatz darin sehen, dass z.B. eine Aufklärungspflicht unterblieben ist, dass Sie hier den Boden der Schulmedizin verlassen. Wenn Sie allerdings von "Ihrem Tierarzt" schreiben, klingt dies doch, als hätten Sie sich in diesem Fall eben bewusst gegen die schulmedizinische Behandlung Ihres Tierarztes und für die alternative Methode entschieden.

Wenn Ihnen hier erkennbar falsche Medikamente verkauft wurden, könnte Ihnen insofern ein Schadenersatzanspruch in Betracht kommen.

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass Sie eine Leistung in Anspruch genommen haben, die grds. zu bezahlen ist. Ob sich hier aufgrund verletzter Aufklärungspflichten etc. etwas anderes ergibt, müsste im Einzelfall geprüft werden. Ich würde empfehlen als erstes das Einsichtsrecht in die tierärztlichen Behandlungsunterlagen geltend zu machen. Anhand der Unterlagen lässt sich dann ggf besser nachvollziehen, was die Tierärztin zumindest behauptet, an Aufklärung und Untersuchungen geleistet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers

Rückfrage vom Fragesteller 06.08.2022 | 13:55

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich werde nun wie von Ihnen angeraten, die Behandlungsunterlagen einfordern. Allerdings wird Frau XX auf meine Schreiben oder Mails nicht reagieren. Auch hat sie bis heute den Rechnungswiderspruch per Einschreiben nicht abgeholt. Auch wird es keine Behandlungsunterlagen geben, da diese Überhaupt nicht gemacht wurden. Hier ging es einfach um das "Schnelle Geld" von dummen Tierhaltern, die auf solche Machenschaften reinfallen. Wie muss ich mich verhalten, wenn ich keine Behandlungsunterlagen, Bericht, Diagnosefeststellung etc. bekomme?
Vielen Dank! Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.08.2022 | 14:21

Natürlich weckt Ihre Schilderung den Verdacht, mit gut gemachter Werbung schnelles Geld mit weniger seriösen Methoden zu verdienen, wobei dazu eigentlich weniger passt, dass die Rechnung erst nach 4 Monaten kommt.

Wenn Sie keine Einsicht erhalten, können Sie den Anspruch natürlich auch gerichtlich durchsetzen. Sie können natürlich auch ankündigen, dass Sie dies spätestens dann tun werden, wenn die Rechnung gerichtlich geltend gemacht werden sollte.

Im Übrigen besteht auch die Möglichkeit, sich an die Tierärztekammer zu wenden. Hier können Sie sich auch nach den entstehenden Kosten erkundigen, wenn Sie über die dort bestehende Schlichtungsstelle ein Schlichtungsverfahren einleiten. Dies könnte eine kostengünstige Alternative sein, um die Angelegenheit zu klären.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 08.08.2022 | 11:52

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