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Widerruf Pflichtteilverzicht möglich?

12.09.2013 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Der Verzicht auf einen einmal entstandenen Pflichtteil ist formlos möglich gem. § 397 I BGB

Der Vater meiner Freundin ist vor ca 27 Jahren verstorben. Er war in 2. Ehe mit Frau Ida verheiratet. Witwe Ida ließ damals meine Freundin und deren Geschwister eine von einem Anwalt aufgesetzte Verzichterklärung auf den Pflichtteil unterschreiben. Begründung von Ida : sie hätte bei Auszahlung des Pflichtteils das geerbte Haus verkaufen müssen , in dem sie mit ihrem verstorbenen Mann gewohnt hat.
Ida hat wieder geheiratet und hat nach einiger Zeit ihrem sehr wohlhabenden neuen Ehemann das geerbte Haus übertragen !? ( Durfte sie das überhaupt ? ) Begründung: damit ihr jetziger Mann nicht ausziehen muß falls Ida etwas zustößt.
Meine Freundin ist nun durch Krankheit und Arbeitslosigkeit unverschuldet in große Not geraten. Wenige Tage vor einer Operation bat sie nun Ida (also ihre Stiefmutter) ob diese bitte ihre Stromrechnung (260€ ) bezahlen würde.
Ida lehnte ab ! ( ich dachte solche Stiefmütter gibt es nur in Märchen)
Hat meine Freundin die Möglichkeit ihren Erbteil ( die väterliche Villa ist allein schon ein Vermögen wert) trotz Pflichtteilverzicht zu fordern oder zu beleihen? War der Verzicht nicht sowas wie sittenwidrig bei einem kapp 18 jährigen Mädchen, das um den Vater trauert? Kann man verhindern,daß die Stifmutter das gesamte Erbe "beiseite"schafft ?
Vielen Dank im Voraus Alice.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung gerne nachfolgend beantworte.

Leider kann auf einen einmal entstandenen Pflichtteilsanspruch formlos verzichtet werden gem. § 397 I BGB.

Grundsätzlich können Willenserklärungen zwar unter gewissen Voraussetzungen angefochten werden, etwa bei arglistiger Täuschung. Einen solchen Anfechtungsgrund lässt Ihre Schilderung aber nicht erkennen. Zudem unterliegt die Geltendmachung der Anfechtung auch (relativ kurzen) Ausschlussfristen.

Zudem wäre ein Pflichtteilsanspruch nach Ihrer Schilderung wohl auch bereits verjährt.

Ich sehe deshalb aufgrund Ihrer Schilderung leider keine Möglichkeit, heute noch den Pflichtteil zu fordern und bedauere, Ihnen keine besseren Nachrichten übermitteln zu können.

Trotzdem hoffe ich, dass meine Antwort Ihnen hinsichtlich einer ersten Einschätzung weiter hilft. Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei für eine weitergehende Beratung oder Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

- Ivo Glemser -
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2013 | 22:53

Besteht denn überhaupt noch ein Anspruch auf das väterliche Haus bzw auf einen Wertausgleich, wenn es die Stiefmutter auf ihren jetzigen Mann überschrieben hat?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2013 | 22:56

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn damals nur Pflichtteilsansprüche bestanden und die Tochter insofern nicht als Erbin Miteigentümerin der Immobilie wurde, der Pflichtteilsverzicht zudem wirksam erklärt wurde, dann sehe ich heute leider keine Ansprüche der Tochter mehr, nein.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Ivo Glemser

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