Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.523
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Widerruf Freistellung Schikane Rechner absichern


22.12.2009 13:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,
ich bin zum 31.05.2009 gekündigt worden von meinem Arbeitgeber, da Vergleichsverhandlungen jetzt gescheitert sind, wird die widerrufliche Freistellung zum 24.12. aufgehoben und ich habe dort wieder zu erscheinen.

Jetzt möchte ich der Schikane etwas vorgreifen dass jemand ggf. versucht mir auf meinem Rechner (im Rechenzentrum) etwas unterzuschieben.

Es ist so dass für jeden Rechner dort statische IP Adressen festgelegt sind und darauf auch Internetfreigaben basieren. Jeder andere könnte aber auch meine IP auf seinem Rechner nehmen und so tun als wäre er ich.
Weiterhin gibt es Benutzeraccounts auf jedem Rechner die es zulassen dass jemand sich am Rechner (admin) anmeldet ohne dass ich dabei bin (ist auch schon bei Installation von Grafikkarten) geschehen.

Im Endeffekt sind die meisten Passwörter den Leuten im Rechenzentrum bekannt und somit könnte jeder mit der Identität eines anderen Dinge machen die zu einer fristlosen Kündigung führen.

Wie muss ich sowas weiträumig formulieren um das vorher zu meiner Sicherheit bekannt zu geben damit keiner auf die Idee einer fristlosen Kündigung oder Abmahnung kommt. Schikane kann man wohl erwarten.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für das Einstellen Ihrer Frage, welche ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Sofern jeder Rechner in Ihrer Firma eine statische IP-Adresse hat, kann diese meines Erachtens nicht auf einen anderen Rechner übergeleitet werden. Sofern sich jemand mit seinem eigenen Passwort auf Ihrem Rechner anmeldet, ist das auch kein Problem.

Es bleibt somit nur das Problem mit der Verwendung ihrer Passwörter an ihrem Rechner und fremden Rechnern Ihrer Firma.

I.d.R. rechtfertigt die Weitergabe von Passwörtern an nichtberechtigte Mitarbeiter oder Dritte eine ordentliche und auch außerordentliche Kündigung. Andersherum rechtfertigt die Verschaffung von an sich nicht zugänglichen Kennwörtern durch einen Arbeitnehmer und das anschließende ausspähen von Daten des Arbeitgebers ebenfalls eine ordentliche und auch außerordentliche Kündigung.

Die Beweislast für die Pflichtverletzung liegt beim Arbeitgeber.

Es ist oft auch von einem Mitverschulden des Arbeitgebers bei der Entstehung etwaiger Schäden auszugehen, da dieser es versäumt hat Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Sofern Ihnen auffällt, dass andere Mitarbeiter Ihre Passwörter auch haben, bitten Sie Ihren Arbeitgeber am besten um ein neues Passwort, welches nur Sie kennen. Nur so kann der Arbeitgeber die Handlungen an den Rechnern dem jeweiligen Nutzer zuordnen, vgl. oben Beweislast für die Kündigung. Vorsicht, Sie dürfen sich aber nicht eigenmächtig ohne Zustimmung Ihres Arbeitgebers ein Passwort verschaffen.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Arbeitgeber auf den Misstand, das alle Mitarbeiter die Passwörter ihrer Kollegen kennen, hinweisen. Er wird dann etwas unternehmen, damit ihn kein Mitverschulden trifft, s.o.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass die von mir erteilte rechtliche Auskunft ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben basiert. Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und unter Umständen sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Für Rückfragen oder eine etwaig gewünschte Interessenvertretung stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexis Jung
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2009 | 15:01

statische IP´s kann man auf jedem anderen Rechner verwenden sofern der eigentliche Rechner nicht an oder im Netz ist.

Meine Frage war ja wie ich auf den Misstand hinweise?
Formulierung?

Ich hätte da gerne ein paar Sätze wie ein solches Schreiben aussehen muss.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2009 | 12:59

ist bereits beantwortet

Ergänzung vom Anwalt 22.12.2009 | 15:59

Sehr geehrte Frau Casper,

es gibt keine Formulare hierfür. Schreiben Sie einfach unter Angabe eines Datums folgendes an Ihren Arbeitgeber:

"Sehr geehrter Damen und Herren,

ich möchte Sie über folgende Umstände hinweisen:

Bereits vor meiner Kündigung haben Kollegen meine IP Adresse und mein Passwort an meinem Computer bei der Installation von Grafikkarten verwendet. Hierbei war ich nicht anwesend. Offensichtlich kennen diese Mitarbeiter mein Passwort. Dies lässt in erheblichem Umfang Missbrauch zu und bringt mich in eine missliche Situation. Falls jemand mit meiner IP-Adresse und meinem Passwort Schindluder treibt, so werden Sie an mich herantreten, mir kündigen und den evtl. entstandenen Schaden von mir ersetzt verlangen. Dem möchte ich gerne vorbeugen und bitte Sie daher mir ein eigenes Passwort, welches nur mir bekannt sein wird zu gewähren, bzw. mir zu gestatten ein solches selbst auszusuchen.

Ich bedanke mich bereits im Voaraus für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen"



tüten Sie Ihr Schreiben in Gegenwart eines Bekannten ein, der im Streitfall als Zeuge fungieren kann und will, verschicken Sie das Schreiben im Beisein dieser Person als Einschreiben mit Rückschein.

Mit freundlichen Grüßen und frohen Weihnachten

Alexis Jung
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER