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Widerruf Fitnessvertrag


23.01.2005 00:56 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Sehr geehrte Damen und Herren,

zu folgendem Sachverhalt wüsste ich gerne die rechtliche Lage und ggf. eine Vorgehensweise:
Seit 01.04.04 trainiere ich bei der XXXX Fitness GmbH in XXXXX mit einem Zeitvertrag über die Dauer von 12+2 Monaten.
Da meine Frau ebenfalls daran dachte, mit mir zusammen dieses Studio zu besuchen, sich jedoch noch nicht ganz sicher war, sprach ich die dortigen Mitarbeiter darauf an.
Da gerade eine Sonderaktion in diesem Studio lief, überredeten sie mich am 02.11.2004 eine sog. verbindliche Trainingsanmeldung (Vertrag) für eine Laufzeit von 12+2 Monaten zu unterzeichnen, der mit einer Rate zu bezahlen sei. „.....den Rest übernehmen wir schon! Bringen sie ihre Frau einfach nur mit.“
Dieses Vorhaben gelang wohl nicht und meine Frau beschloss nach einer kurzen Visite, nicht in diesem Studio zu trainieren.
Ich versuchte mit den dortigen Verantwortlichen zu sprechen und wollte den Vertrag sechs Tage später widerrufen. Den Beitrag hatte ich bis dato noch nicht bezahlt.
Man erklärte mir, dies sei nicht möglich und gab mir eine Adresse in Hamburg.
Dort solle ich mein Anliegen schriftlich vorbringen. Gesagt getan, schrieb ich an diese Verwaltungsadresse und es folgten daraufhin mehrere Anrufe.
Eine Dame erklärte in einem sehr unfreundlichen Ton, wir müssten diesen Vertrag einhalten und ein Widerruf sei aufgrund der AGB´s nicht möglich. Auf diese wird auf diesem Papier jedoch nicht hingewiesen. Auf Nachfrage im Studio verwies man mich auf ein an einer Schrankwange aufgeklebtes, unleserliches Papier.
Es folgte ein Briefwechsel nach dem anderen. Ein erneuter Versuch vor Ort mit den Zuständigen zu sprechen gelang mir nicht, da es sie nicht interessierte. Ich wurde hingegen barsch und unfreundlich angeraunzt. Wenn ich ein Problem damit hätte, solle ich künftig in die zweite Filiale in Nürnberg gehen.
Daraufhin stornierte ich eine Lastschrift für die Verlängerung meines eigenen Zeitvertrages für 12 Monate, den ich am 29.10.04 unterzeichnete. Dies teilte ich der Verwaltung schriftlich mit.
Mittlerweile liegt eine Mahnung für den Vertrag meiner Frau vor. Gibt es bei dieser Art von Verträgen ein wiederufsrecht? `Wie verhält es sich, wenn man den § 314 BGB anwendet und z.B. aus gesundheitlichen Gründen den Vertrag nicht mehr erfüllen kann?
Einen weiteren Besuch des Studios für mich und meine Frau, sehe ich nach diesem Geschäftsgebaren für nicht mehr zumutbar.
Über eine Antwort von Ihnen wäre ich sehr erfreut.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

unter Bezugnahme auf Ihre Frage - die rechtliche Bindung an den "Fitnessstudiovertrag",möchte ich wie folgt erläutern:

Es wurde generell ein wirksamer Vertrag geschlossen. Es gilt insoweit der unbedingte Grundsatz, dass abgeschlossene Verträge erfüllt werden müssen. Allerdings kann der Vertrag unter Umständen damit zu Fall gebracht werden, dass eine Anfechtung wegen Irrtums oder wegen einer Täuschung durchgeführt wird.

Dabei ist aber von Bedeutung, welche genauen vertraglichen Zusagen bzw. Absprachen vorliegen. Insoweit ist von Bedeutung, welche Leistungen das Fitnessstudio zugesagt u. ggf. nicht eingehalten hat oder welche Rolle der Mitgliedschaft Ihrer Gattin beigemessen worden war. Insoweit kann im Ergebnis der Vertrag zu Fall gebracht werden.

Ferner wäre natürlich auch das "unkulante Gebaren" für eine mögliche ausserordentliche Kündigung durchaus interessant. Durchaus möglich ist daneben auch eine solche Kündigung wegen gesundheitlicher Probleme; insoweit wären Sie aber voll beweispflichtig, dass Sie weder am gebuchten Sportprogramm noch an etwaigen "Ersatzkursen" teilnehmen können. Wenn solche Gründe vorliegen bzw. attestiert sind, wäre dies durchaus sinnvoll.

Kontaktieren Sie mich für eine nähere Besprechung,

Mit freundlichem Gruß

RA Timm

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