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Wider erwarten mehr Mängel


| 26.04.2005 16:28 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Ich habe einen gebrauchten Motor-Roller verkauft bei eBay, einzusehen unter der Artikelnummer 4542548069.

Er wurde bezahlt und abgeholt wie vereinbart. Der Käufer stellt nun aber fest, dass mehr Mengel vorhanden waren als erwartet und behauptet, der Roller wäre nie im Leben bis 03/05 gefahren worden so wie es in der Beschreibung stehen würde. Diese kann ich jedoch nachweisen.

Er beruft sich nun darauf, dass der Artikel nicht der Beschreibung entsprach und will ihn zurückgeben. Ich habe dies aber in der Beschreibung ausgeschlossen ("Es wird keine Garantie oder Gewährleistung für den in dieser Auktion aufgeführten Artikel übernommen. Mit einem Gebot erkennen Sie diese Bedingungen an.").

In der Tat FALSCH in der Beschreibung war einzig und allein die Tatsache, dass nicht die Vorder- sondern die Hinterbremse defekt ist. Das lag daran, dass bei einem Fahrrad ja links die Vorderbremse ist, bei einem Roller scheint das andersrum zu sein. Da ich keine Ahnung von KFZ-Technik habe, ist mir dieser Fehler unterlaufen.

Mal abgesehen von einer moralischen Verpflichtung ihn zurückzunehmen, wie sieht es rechtlich aus? Ich habe die Beschreibung nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, habe aber absolut keine Ahnung von Technik usw.

Muss ich den Roller zurücknehmen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Eine Rücknahmeverpflichtung vermag ich nicht erkennen. Zum einen haben Sie im Angebot ausdrücklich einen Gewährleistungsausschluß angegeben und jegliche Garantie ausgeschlossen.

Problematisch ist zwar, daß Sie angegeben haben, daß die Vorderbremse defekt war. Das ist Sie aber nicht, so daß darin kein Mangel gesehen werden kann.

Ein Mangel könnte allenfalls vorliegen, daß stattdessen die Hinterradbremse defekt ist. Eine Garantie für die Hinterradbremse haben Sie jedoch ausdrücklich nicht abgegeben.

Allenfalls wenn der Käufer Ihnen Arglist nachweisen kann, können Sie sich nicht auf den Gewährleistungsausschluß berufen. Dieser Nachweis wird aber kaum zu führen sein, da Sie sich nachvollziehbar nur geirrt haben und den Käufer nicht täuschen wollten.

Demnach wird der Käufer also keine Rückabwicklung des Kaufvertrages verlangen können. Ohnehin käme diese nur in Betracht, wenn er Ihnen vorher Gelegenheit zur Nachbesserung gibt. Das müssen Sie aber nicht, da Sie die Gewährleistung ausgeschlossen haben. Sie sollten das Ansinnen des Käufers daher zurückweisen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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