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Wettbewerbsrecht B2B

18.06.2015 19:31 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Anbieter von elektrotechnischen Bauteilen, die von Handwerksbetrieben verarbeitet werden, die Elektromotoren, Hausgeräte und Elektrogartengeräte reparieren. Es handelt sich also ausschließlich um Unternehmen, die Interesse an unserem Angebot haben dürften.

Wir möchten diesen per E-Mail ein Angebot schicken und gleichzeitig auf unseren reinen B2B - Shop hinweisen. Die hierfür verwendeten E-Mail Adressen wollen wir ausschließlich den gelben Seiten entnehmen. Infrage kommen mehrere tausend Handwerksbetriebe, die bei Schaltung Ihrer Firmenadresse bei den gelben Seiten ihre E-Mail Anschrift angegeben resp. zur Veröffentlichung in den gelben Seiten freigegeben haben.

Dürfen wir durch die freiwillige Angabe der E-Mail Adresse bei den gelben Seiten davon ausgehen, dass die Unternehmen einer E-Mail Werbung stillschweigend zugestimmt haben?

Wie muss ggf. eine rechtssichere E-Mail gestaltet sein?

Vielen Dank vorab für eine zeitnahe Antwort!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Gesetzeslage ist hier eindeutig. Werbung unter Verwendung elektronischer Post ist nur zulässig, wenn die vorherige ausdrückliche Zustimmung des Adressaten vorliegt, § 7 Absatz 2 Nr.3 UWG. Eine solche ausdrückliche Einwilligung, deren Vorliegen Sie im Streitfalle beweisen müssen, liegt aber grundsätzlich nicht vor, wenn Sie Adressen aus den Gelben Seiten verwenden. Im Übrigen wäre hier nicht einmal von einer stillschweigenden Einwilligung auszugehen, da die Angabe der E-Mail-Adresse in den gelben Seiten in erster Linie potentiellen Kunden die Kontaktaufnahme ermöglichen soll, nicht aber für Werbung anderer Unternehmen gedacht ist.
Die Ausnahmen in § 7 Absatz 3 UWG greifen hier ebenfalls nicht, da Sie ja bisher nicht in geschäftlichen Kontakt zu den Unternehmen stehen.

Insofern muss ich Ihnen aus anwaltlicher Sicht von Ihrem Vorhaben abraten, um keine kostenpflichtigen Abmahnungen zu kassieren. Sie dürfen allerdings grundsätzlich die Postadressen aus den gelben Seiten für Briefwerbung nutzen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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