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Western Union


26.01.2006 09:23 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,
ich habe mitte November 2005 bei Ebay eine Auktion gesehen,wo jemand 15 Handys für einen sehr guten Preis angeboten hat.
Ich habe den Verkäufer darauf hin eine Email geschickt,und gefragt ob der Preis für ein oder die angegebenen 15 Handys gilt.Er versicherte mir das der Preis für 15 Handys gilt.
Nachdem ich einige Tage überlegt habe,schaute ich bei Ebay rein,um die Auktion zu kaufen.Leider konnte ich die Auktion nicht mehr finden, und schrieb darauf hin den Verkäufer an,
ob das Angebot noch steht.Er sagte das Angebot steht noch, und ich sollte ihm, wenn ich die Handys haben möchte, die 700€ (Preis für die 15 Handys) mit Western Union schicken.
Mir war das ganze zu unsicher,und fragte den Verkäufer ob die Handys Orriginal und Neu Verpackt waren.Auch dieses verjate er,und ich bräuchte keine bedenken haben,dass ich das Geld verschicke, aber keine Ware erhalte.Er sei ein seriöser Verkäufer.Trotzdem fragte ich, ob ich das Geld nicht auf ein Konto überweisen kann,oder die Abwicklung über Ebay und Pay Pal laufen lassen können.
Er lehnte beides ab,weil er in Frankreich lebt und es mit einer Überweisung zulange dauern würde. Mit Ebay Pay Pal hat er schlechte erfahrungen gemacht,und deswegen wäre die beste Lösung mit Western union.Und wieder versicherte er ich bekomme die Ware.Leider habe ich mich davon überzeugen lassen,und anfang Januar die 700€ mit Western Union dem Herr zugeschickt.
Das Geld hat er sich abgeholt,und bis heute warte ich auf die Ware,und auf meine Emails antwortet er garnicht mehr.
Kann ich irgendwie Handeln um mein Geld oder die Ware zu bekommen?

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:

Leider habe ich keine guten Nachrichten für Sie, da der von Ihnen geschilderte Sachverhalt auf eine betrügerische Absicht des Käufers hinweist. Es ist bekannt, dass die Firma „Western Union“ von Internetbetrügern gerne benutzt wird, um ahnungslose Käufer um ihr Geld zu bringen. Die Verkäufer der angeblich vorhandenen Ware operieren dabei meist vom Ausland aus und treten unter falschen Identitäten - oftmals mit gestohlenen Pässen oder Personalausweisen - auf.

Der Grund dafür, dass „Western Union“ benutzt wird, ist recht einfach: im Gegensatz zum bargeldlosen Zahlungsverkehr, bei dem ein Konto existiert, anhand dessen der Inhaber identifiziert werden kann, ist „Western Union“ ein Art bargeld- und kontenloser Geldtransfer. Sie zahlen das Geld bei einer Filiale von „Western Union“ in Deutschland ein, die Bank transferiert das Geld dann mittels telegraphischer Anweisung an die Empfängerstelle. Der Empfänger kann sich das Geld im Ausland bereits wenige Minuten nach Ihrer Einzahlung überweisen lassen.

Rechtlich gesehen müssten Sie den Verkäufer der Ware erneut zur Zahlung auffordern und ihm eine angemessene Frist zur Lieferung der verkauften Ware setzen. Nach dem erfolglosen Ablauf der gesetzten Frist können Sie von dem Vertrag zurücktreten oder Schadensersatz verlangen. Sollte der Verkäufer - was zu erwarten ist - nicht freiwillig leisten, müssten Sie Klage erheben. Dies könnte u.U. auch im Inland geschehen, so dass Sie nicht in Frankreich klagen müssten. Jedoch stellt sich hier das Problem der Vollstreckung. Sie müssten - evtl. gegen eine namentlich unbekannte Person - im Ausland vollstrecken. Dies gestaltet sich als langwierig, teuer und umständlich und bietet nach überschlägiger Einschätzung wenig Aussicht auf Erfolg.

„eBay“ bietet die Möglichkeit einer Auktionsversicherung an, bei der geprellte Käufer unter bestimmten Voraussetzungen zumindest einen Teil ihres gezahlten Kaufpreises zurückerlangen können. Wenden Sie sich bezüglich weiterer Informationen bitte an „eBay“.

In jedem Falle würde ich jedoch Strafanzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erstatten.


Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Antwort geben zu können und hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben und bin auch gerne bereit, Ihre weitere rechtliche Vertretung in der Angelegenheit zu übernehmen, falls es in den nächsten Tagen doch Probleme geben sollte. Hierzu können Sie mich gerne per Email kontaktieren und wir besprechen die Angelegenheit in Ruhe.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt und Mediator

Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167131
Fax: 06421 - 167132

hein@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com
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