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Wertsicherungsklausel bei Hausverkauf

| 18.03.2020 18:20 |
Preis: 85,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Meine Mutter (83) möchte ihr Haus verkaufen. Die Marktlage für das Objekt ist gut.
Nun möchte sie das Haus möglichst bald verkaufen (Notarvertrag bzw. notarieller Vorvertrag), mit einem Übergabetermin im Spätherbst 2020.

Angesichts der turbulenten Marktsituation hat meine Mutter nun Sorge,m dass es evtl. während der Zeit zwischen Vertragsschluss und Hausübergabe zu einer großen Inflation oder Wirtschaftskrise kommen könnte, und sie dann gezwungen wäre, ihr gutes Haus gegen - im schlimmsten Fall wertloses - Geld tauschen zu müsste.

Wir würden das gern verhindern, indem wir z.B. ein Beidseitiges Sonderkündigungsrecht in den Vertrag aufnehmen, wenn die durchschnittliche Inflationsrate in der Zeit zwischen Vertragsschluss und Übergabe einen bestimmten prozentualen Wert überschreitet (z.B. 0,5 % pro Monat laut statistischem Bundesamt).

Geht das so, oder haben Sie da ggf. bessere Lösungen?

Wir würden auch gern beim notariellen Vorvertrag eine Anzahlung nehmen wollen, so ca 10-15%. Nach Aussage einer Maklerin ist das mit den Anzahlungen angeblich schwierig, "weil die Notare keine Anderkonten mehr führen". Wie lässt sich das losen, wenn wir trotzdem auf eine Anzahlung nicht verzichten wollen, um den Kauf abzusichern?Wenn der Kaufpreis an den Notar überwiesen wird, liegt das Geld doch auch manchmal für ein paar Tage "treuhändisch". Es muss doch irgendwie gehen!?

Vielen Dank für Ihren Rat!

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,



ein beiderseitiges Sonderkündigungsrecht ist durchaus möglich und sollte dann anhand der Inflationsrate angelehnt werden, die wiederum als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat gemessen wird.

Allerdings wird fraglich sein, ob der Käufer das dann wirklich mitmacht, wird er (vermutlich) den Kaufpreis finanzieren und braucht ebenfalls eine gewisse Sicherheit und Stabilität.

Sicherlich sind immer Wertschwankungen möglich, aber auch unvermeidbar.



Möglich wäre auch ein jetziger Kauf mit jetziger Geldübergabe, verbunden mit einem zeitlich befristeten Überlassungsvertrag bis eben zum Spätherbst.

Es würde dann jetzt gezahlt werden, Ihre Mutter könnte das Haus noch befristet nutzen, müsste dann aber dafür einen Obulus (der sich an eine Vergleichsmiete orientieren kann) zahlen.



Will Ihre Mutter also ganz sicher gehen, sollte sie erst im Spätherbst den Verkauf organisieren, dann auch den Kaufpreis anhand der dann heranzuziehende Werte festlegen. Fraglich ist aber, ob der (derzeitige) Käufer so lange wartet.




Die Aussage, dass Notaranderkonten gar nicht mehr geführt werden, ist so nicht verständlich:

Denn der Notar darf nach § 54a BeurkG dann ein sogenanntes Anderkonto einrichten und führen, wenn ein berechtigtes Sicherungsinteresse gegeben ist. Es muss also ein Sicherungsinteresse bestehen, was allerdings allei der Notar zu prüfen und zu entscheiden hat. Und nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung kann man das im Falle eines Vorvertrages ggfs. sogar bejahen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 19.03.2020 | 20:44

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