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Wertpapiersparvertrag Deutsche Beamtenvorsorge/SECI/VR- Bank Aalen


14.12.2006 01:45 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Guten Tag,Ich habe leider einen Sparvertrag bei der DBVI/SECI der über die VR-Bank Aalen läuft.
Dieser läuft seit gut 10 Jahren und währe in gut 2 Jahren fällig.
Jetzt wurde uns telefonisch vom Verbraucherschutz Lüdenscheidt geraten die Zahlungen dafür über meinen Arbeitgeber zu stoppen.
Unser Geld währe so gut wie weg sagte man uns.
Sollen wir die Zahlungen stoppen?
Was müssen wir machen um an unser Geld zu kommen.
Wer kann uns da kostengünstig helfen da wir nur Kleinverdiener ohne RS-Versicherung sind?
Vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt.

In der Tat sind die Fonds der Deutsche Beamtenvorsorge - Gruppe (DBVI-Fonds) vom Ausfall bedroht. Diese Fonds haben als Anlageprodukte Anleihen von der Privatbank Reithinger erworben, die von der Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen) geschlossen wurde.

Soweit ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Bankhaus eröffnet wird (ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde gestellt), wären die Anleihen und damit auch das Fondsvermögen nahezu wertlos.

Soweit Ihr Fonds DBVI/SECI auch solche Anleihen erworben hat, was ich bisher nicht ermitteln konnte, besteht auch hier Handlungsbedarf.

Sicherlich ergeben sich Ansprüche aus Schadensersatz gegen die Vertreiber und Initiatoren dieser Fondsprodukte, möglicherweise auch gegen die VR-Bank Aalen. Dies wäre aber im Einzelfall zu prüfen.

Hinsichtlich weitergehender Maßnahmen darf ich Ihnen ein sehr aufschlußreiche Internetseite empfehlen

http://www.kapitalanlagerecht.net.
Herr Rechtsanwalt Konrad ist für die Kanzlei Witt-Nittel tätig. Insoweit empfehle ich Ihnen, daß Sie sich im Rahmen des weiteren Vorgehens an diese Kanzlei wenden.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2006 | 13:31

Hallo und Danke für ihre Antwort.
Sollen wir den die Zahlungen sofort stoppen?
Oder könnte das ein Fehler sein wenn man klagen muss?
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2006 | 14:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

soweit es sich um einen betroffenen Fonds handelt, wäre es ratsam keine weiteren Zahlungen zu leisten, da die Beiträge sicherlich nicht mehr zum Nominalwert zurückgezahlt werden können, bzw. Sie einen Prozeß im Rahmen der Prosekthaftung führen müssen.

Allerdings sollten Sie vorher in Ihren Unterlagen prüfen, welche Konsequenzen sich bei einer Einstellung der Zahlung ergeben. Zudem empfehle ich, den Bankmitarbeiter zu kontaktieren und dessen Rat einzuholen. Bei einer Falschberatung könnten Sie Ihre Ansprüche auch gegen die Bank einfordern.

Mit besten Grüßen

RA Schröter


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