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Wertermittlungsstichtag Erbfall

24. November 2022 21:05 |
Preis: 30,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


16:24

Schönen guten Tag,

Ich habe eine Frage, ich habe mit meinem Bruder das Haus meiner Eltern geerbt.

Der Todestag des letzten Verstorbenen war 2016, eingezogen bin ich 2020. Dazwischen war das Haus zur Deckung der Nebenkosten günstig fremdvermietet.

Meine Frage ist folgende: welcher Wert ist für das Haus anzusetzen, der Todestag des Erblassers, der Tag meines Einzugs oder der Tag des Eigentumsüberganges, der wäre jetzt 2022?

Es handelt sich momentan noch um eine nicht strittige Einigung.

Herzlichen Dank für eine Antwort!

24. November 2022 | 21:26

Antwort

von


(531)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

entscheidend ist gemäß § 2311 Absatz 1 der Wert zum Zeitpunkt des Erbfalls.

Zitat:
§ 2311 BGB - Wert des Nachlasses
(1) Der Berechnung des Pflichtteils wird der Bestand und der Wert des Nachlasses zur Zeit des Erbfalls zugrunde gelegt. Bei der Berechnung des Pflichtteils eines Abkömmlings und der Eltern des Erblassers bleibt der dem überlebenden Ehegatten gebührende Voraus außer Ansatz.
(2) Der Wert ist, soweit erforderlich, durch Schätzung zu ermitteln. Eine vom Erblasser getroffene Wertbestimmung ist nicht maßgebend.


Dementsprechend zählt der Wert am Todestag im Jahr 2016.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 25. November 2022 | 16:02

Sehr geehrter Herr Fricke,

herzlichen Dank für Ihre Antwort!

Es handelt sich jedoch nicht um einen Pflichtteil, sondern um jeweils 50%. Wir wollen uns einvernehmlich einigen. Naturgemäß gibt es bei den inzwischen sehr gestiegenen immobilienpreisen zwischen 2016 und 2022 Klärungsbedarf.

Aus einer anderen Antwort in diesem Forum las ich folgendes:

Zitat Anfang
Jeder Miterbe kann jederzeit die Auseinandersetzung verlangen, vgl. § 2042 BGB .

Aus dem Nachlass sind zunächst die Nachlassverbindlichkeiten zu berichtigen. Der nach der Berichtigung der Nachlassverbindlichkeiten verbleibende Überschuss gebührt den Erben nach dem Verhältnis der Erbteile.
Stichtag ist der Todestag Ihres Vaters.

Hinsichtlich der Auseinandersetzung der Konten Ihrer verstorbenen Mutter ist nach dem Verhältnis der Erbanteile aufzuteilen.

Wenn die Erbauseinandersetzung zwischen Ihnen und Ihrer Halbschwester jetzt durchgeführt werden soll, ist dann auch auf diesen Zeitpunkt abzustellen.
Hinsichtlich der Immobilien und Konten kommt es nicht auf den Stand von 1998, sondern auf den jetzigen Stand an.

Da Sie zusammen mit Ihrer Stiefschwester volle Gestaltungsfreiheit haben, können Sie durch einen Auseinandersetzungsvertrag festlegen, wie die Nachlassgegenstände verteilt werden sollen. In dem Auseinandersetzungsvertrag kann unter anderem auch ein Verzicht auf bestimmte Nachlassgegenstände ausgesprochen werden.

Können Sie sich hinsichtlich der Immobilien nicht einigen, müsste die Teilung dadurch erfolgen, dass das Erbe verkauft oder ggf. zwangsversteigert wird, vgl. § 753 BGB .

Zitat Ende

Demnach wäre der aktuelle Wert des Hauses anzusetzen, und ich müsste ihm die Hälfte bezahlen. Nach dem Grundsatz der vertragsfreiheit müssten wir uns einigen. Falls wir uns über den Wert nicht einigen könnten, wäre wohl der einzige Weg über die Teilungsversteigerung, richtig?

Oder, da ich weiterhin drin wohnen möchte und die Wertsteigerung zweifelsohne seit 2016 feststeht, gäbe es die Möglichkeit den Wert gerichtlich feststellen zu lassen? Welcher Stichtag wäre dann entscheidend?

Herzlichen Dank für Ihre ergänzende Antwort und Ihnen einen schönen Abend!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25. November 2022 | 16:24

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

die jetzige Nachfrage stellt einen völlig anderen Sachverhalt dar und ist von dem geringen Einsatz Ihrer Ausgangsfrage nicht mehr gedeckt.

Daher nur kurz - wenn Sie die Immobilie und das Erbe bislang zusammen mit einem Miterben besessen haben und diese Gemeinschaft jetzt erst auseinander gesetzt werden soll, dann ist auch der jetzige Wert entscheidend.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

ANTWORT VON

(531)

Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
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Insolvenzrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Immobilienrecht
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