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Wertermittlung (Gutachten) bei schon verkaufte Immobilie

17.11.2019 15:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


19:42

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte an der folgenden Chronik den vorhandenen Fall darstellen:

2013 Juni – Kauf einer Wohnung – 380.000,-€ (Grundbuch nur mein Name)
2013 Oktober - Eheschließung
2015 September – Beginn Trennungsjahr
2015 September – Über Makler die Wohnung verkaufen (Exposé 475.000,-€)
2015 Oktober – Ehefrau behauptet, dass die Wohnung min. 570.000,-€ Wert ist.
2015 Dezember – Maklerwechsel (Exposé 570.000,-€) – Viele Besichtigungen, u.a.a. wegen der Zimmeraufteilung (alles offen gestaltet) kein Käufer.
2016 Juni – Maklerwechsel (Exposé 570.000,-€) – Neuer Makler sagt, dass die Wohnung keine 475.000,-€ wert ist und empfiehlt mir einen Gutachten erstellen zu lassen.
2016 August – Stichtag Scheidung
2016 Oktober – Gutachten wird erstellt (ich beauftrage einen Gutachter aus einer anderen Stadt (ca. 150Km Entfernung) um nicht der Beeinflussung des Gutachters vorgeworfen zu bekommen).
2016 November – Gutachter stellt den Immobilienwert mit 425.000,-€ fest.
2016 Dezember – neues Exposé mit 475.000,-€
2017 Juni – Wohnung wird für 450.000,-€ verkauft
2019 Oktober – Geg. Anwalt beantragt ein Gutachten da meine Ehefrau der Meinung ist, dass die Wohnung min. 590.000,-€ wert sei.

Es hat fast 2 Jahre gedauert bis die Wohnung verkauft wurde, es fanden mehr als 50 Besichtigungen (u.a.a. nationale und internationale Investoren ==> lt. den Investoren keine Rendite mit einem VK über 400.000,-€ zu erzielen).
Jetzt wird vom geg. Ra das Gutachten und den VK angezweifelt und er beantragt einen Gutachten.

Meine Frage:
Gibt es z.B. eine Begründung / Gesetze / Präzedenzfälle was das neue beantragter Gutachten „verhindert"?

Ich habe fast 2 Jahre versucht die Wohnung zu einem höheren Preis zu verkaufen und musste ein Gutachten einholen um den Wert zu bestimmen und jetzt wird behauptet das der Wert min. 590.000,-€ liegt. Muss wieder Geld für einen Gutachten ausgegeben werden? Wo auch die Gefahr besteht, da meine Ehefrau viele Freunde im Baugewerbe hat, das der Gutachter dadurch beeinflusst wird.

====>>>> Ich benötige Gegenargumentation (z.B. Gesetze, Präzedenzfälle…….).

Mit freundlichen Grüßen
AF

17.11.2019 | 15:45

Antwort

von


(601)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Niemand wir Ihnen Argumente liefern können die tatsächlich sicher durchschlagen. Die Wertermittlung des Hauses ist zentraler Bestandteil jeder Berechnung eines Zugewinnausgleichs. Wenn ich Sie richtig verstehe, wird der Zugewinnausgleich bereits vor Gericht verhandelt. Es entscheidet daher alleine der Richter ob das derzeit vorliegende Gutachten den Erfordernissen eines gerichtlichen Gutachtens genügt. Der Richter wird sich dabei an den Argumenten der Gegenseite orientieren. Wenn also der gegnerische Anwalt sagt, das Gutachten sei falsch weil ein Nebengebäude (Garage) nicht berücksichtigt wurde, müssen Sie dem Richter sagen warum die Garage nicht berücksichtigt wurde. Insgesamt werden Sie mit einem Makler Exposé vor Gericht niemals erfolgreich den Wert beweisen können wenn die Gegenseite den Wert bestreitet. Nur das Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigten kann vor Gericht Bestand haben.

Der im Oktober 2016 bestellte Gutachter muss sich im Zweifel auch erklären warum sein Gutachten (laut Gegenseite) mangelhaft ist.

Versuchen Sie darzulegen wieviele Verkaufsgespräche Sie geführt haben. Dadurch wird der Verkaufspreis als tatsächlicher Marktwert glaubhaft gemacht. Letzten Endes wird aber der Richter entscheiden. Nur in Ausnahmefällen (zum Beispiel öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger) wird er auf die Einholung eines neuen Gutachtens verzichten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen rechtlichen.Einblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 18.11.2019 | 19:32

Sehr geehrter Herr Krueckemeyer,
ich danke Ihnen für die ausführliche Beantwortung.
Alleine der Faktor, dass ich fast 2 Jahre benötigt habe die Immobilie zu verkaufen und mehr als 50 Besichtigungen hatte müsste "eigentlich" ein Argument sein. Aber ich habe verstanden was Sie meinen.
Ich muss genau darlegen das für den Verkauf der Wohnung 3 Makler, min. 50 Besichtigungen (auch Investoren) und fast 2 Jahre notwendig waren UND der Wohnungspreis (Exposes) mit der Zeit sich reduziert hat.

Wie wird gehandhabt wenn ein Gutachter vom Gericht beauftragt wird und er stellt fest, dass die Wohnung z.B. 550.000,-€ wert ist aber ich konnte die Wohnung nur für 450.000,-€ verkaufen?
Wenn für den Zugewinn die 550.000,-€ genommen werden ist das sehr "unfähr" da das nicht "erwirtschaftet" wurde.

Ich bedanke mich und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
AF

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.11.2019 | 19:42

Sehr geehrter Fragesteller,

In diesem Fall müssten Sie erklären warum ein so viel geringerer Wert erzielt wurde. Wenn Sie es freihändig auf dem Markt verkauft haben, sollte sich das argumentieren lassen. Wenn natürlich zufällig Ihre Schwester es zum "völlig realistischen Preis" erstanden hat, werden Sie in Erklärungsnot kommen.

Sollten Sie weitere Rückfragen haben, können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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