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Wert des Einfamilienhauses


11.03.2005 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag!

Ich bin 55 Jahre alt. Vor 3 1/2 Jahren habe ich mich von meinem Mann (nach 16-jähriger Ehe) getrennt. Die Scheidung ist eingereicht. Der Versorgungsausgleich ist abgeschlossen. Ehegattenunterhalt läuft.
Wir besitzen ein Einfamilienhaus, das mein Mann bewohnt. Ich lebe und arbeite in der Schweiz. Unsere 19-jährige Tochter wohnt in meiner ehemaligen Wohnung, und bezieht Unterhalt von meinem Mann und mir.

Mein Mann will mir meine Haushälfte abkaufen. Das Haus wurde in 1988 ca. 10-jährig gekauft. Wir haben in den 16 Jahren ca. EURO 80000,-- (neuer Putz, Kupferdachrinnen, elektrische Rolladenantriebe im Wohnzimmer, Klimaanlage und neue Fenster in den oberen Räumen, autom. Garagentot, neue Hof/Aussenanlage, etc.)in das Haus investiert, das seinerzeit DM 293000,-gekostet hat. Mein Mann hat ein Gutachten erstellen lassen, wonach das Haus nur einen Wert von knapp EURO 150000,-- haben soll.
Ich habe jetzt meinen Arbeitsplatz verloren und werde nach Deutschland zurück gehen.

1. Wonach wird der Wert des Hauses berechnet. Wenn ich einen Käufer für das Haus finden würde, der einen höheren Betrag bezahlen würde, würde dieser Preis dann für das Haus angerechnet werden?

2. Wenn ich wieder in Deutschland bin, besteht dann für mich und unsere Tochter die Möglichkeit in das Haus zu ziehen? Die Wohnung unserer Tochter ist nicht gross genug, dass wir beide darin wohnen können.

Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Schön, dass es Ihrer Dienst gibt.

Herzliche Grüsse aus der Schweiz...........
11.03.2005 | 16:32

Antwort

von


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Tel: 06103 - 2707599
Web: kanzlei-sachse.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sind bis heute immer noch Miteigentümerin des Hauses.
D.h. Sie allein bestimmen, für wieviel Geld sie Ihr Eigentum veräußern wollen. Ihr Mann ist insbesondere nicht in der Lage, das Haus ohne Ihre Zustimmung rechtswirksam zu veräußern.Er kann lediglich Teilung der Gemeinschaft durch Verkauf verlangen. In diesem Falle düfte ihm aber selbst an einem besonders hohen Verkaufspreis gelegen sein. Ich schlage Ihnen daher vor, den Verkauf zunächst verweigern und eventuell Teilung zu verlangen, wenn Sie selbst einen zahlungskräftigen Käufer gefunden haben, der mehr zu zahlen bereit ist.

Natürlich sind Sie berechtigt Ihr Miteigentum zu nutzen, d.h. zu bewohnen, vorausgesetzt, es bestehen keine vertraglichen Regelungen zwischen Ihnen und Ihrem Expartner, die ihnen ein solches Wohnrecht untersagen. Im Prinzip müssen Sie sich wohl lediglich mit Ihrem Exmann einigen, wie eine AUfteilung des Hauses erfolgen soll. leider machen Sie keine Angaben, über die Größe des Hauses, bzw. bezüglich der darin befindlichen Wohnungen. Existiert genug Wohnfläche, dürfte es keine Probleme geben. das Haus kann geteilt werden.

Ist das Haus aber zu klein und soll es nicht verkauft oder versteigert werden, bleibt die Frage: Wer soll darin wohnen? Sind gemeinsame Kinder da, steht fest, dass diese bleiben dürfen – und damit auch der sie betreuende Elternteil. Der Ehegatte, der in der Wohnung verbleibt, muss dem anderen Ehegatten dann aber für die ihm nicht gehörende Hälfte eine Nutzungsentschädigung zahlen, weil er dessen Miteigentumsanteil nutzt.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben

F.Sachse
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2005 | 16:47

Das Haus kann nicht geteilt werden. Es ist ein reines Einfamilienhaus. Ich selbst möchte das Haus kaufen. Mein Stiefvater würde mir den Kauf finanziell ermöglichen. Ich möchte dort mit unserer Tochter wohnen. Mein Mann will aber nicht verkaufen, sonder meine haushälfte kaufen.
Er will mich mit EURO 90000,-- abfinden. Dieser Abfindung soll dazu dienen, meine Haushälfte zu erwerben, den mir zustehenden Unterhalt (z. zt. EURO 200,--) abzufinden und er darf den kompletten Hausrat (Möbet. etc.) behalten. Ich hatte seinerzeit für alles EURO 135000,-- gefordert. Er bot mir EURO 80000,-- und hat nun auf EURO 90000,-- erhöht.
Kann ich denn, nachdem ich ausgezogen bin überhaupt noch das Ansinnen stellen, wieder ins Haus zurück zu können? Meine Anwältin sagt, nein! Und sie sagt auch, dass ich meinen Mann nicht zwingen kann, das Haus zu verkaufen. Ich hatte seinerzeit EURO 200000,-- geboten.
Kann ich verlangen, dass er mir für meine Haushälfte die Hälfte davon, nämlich EURO 100000,-- zahlt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.03.2005 | 17:01

Es trifft zu, dass Sie Ihren Mann nicht zwingen können, das Haus an Sie zu verkaufen. Ebensowenig kann er Sie zwingen, Ihren Hausanteil zu verkaufen. Ein freihändiger Verkauf bringt aber in jedem Fall mehr, als eine Teilungsversteigerung.

Sollten Sie sich über den tatsächlichen Wert des Hauses nicht einigen können, so empfehle ich, einen öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter mit der Erstellung eines Wertgutachtens zu beauftragen. Das bringt aber natürlich nur dann etwas, wenn einer der Beteiligten Personen überhaupt verkaufen will.

Was den Hausrat anbelangt, so gibt es hierfür ein spezielles Teilungsverfahren im FGG, das wird Ihnen Ihre Anwältin sicherlich erklärt haben.
Aber auch diesebezüglich kann man sich natürlich gütlich einigen. Wenn Sie denken, sein Gebot ist zu niedrig, dann akzeptieren Sie es einfach nicht.

Und zur Abfindung des Unterhaltsanspruchs kann ich Ihnen auf gar keinen Fall raten, da dieser sich ggf. nachträglich ändert, wenn Ihre Einkommenssitutaion sich verschlechtert.

Mit freundlichen Grüßen
RA Fabian Sachse

ANTWORT VON

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