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Wersteigerung Immobilie nach Scheidung

| 25.08.2009 07:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Meine Frau kaufte vor unserer Hochzeit 2003, um noch in den Genuß der Eigenheimzulage zu kommen, das elterliche ehmalige Bauernhaus von Ihren Eltern.
Finanziert wurde dies über einen 90.000€ Bausparvertrag - wobei das Geld letzendlich für Modernisierungs- bzw. Umbauarbeiten verwendet wurden und nicht direkt bei den Eltern blieb.
Die anfallenden Kosten des Vertrages wurden, da meine Frau nicht mehr berufstätig als Mutter von zwei Kindern war, vom Haushaltsgeld das Sie mtl. von mir auf Ihr Konto bekam beglichen.
D.h. die raten wurden von Ihrem Konto abgebucht.

2004 heirateten wir und während unserer 6jährigen Ehe, mit zwei Kindern, wurden erhebliche Umbauten und Anschaffungen getätigt wie z.B. Bad Kompletterneuerung (ca.10.000€), Schlafzimmer Erweiterung (ca. 5.000€), Sat Anlage, Kinderzimmer, Küche etc.
Das meiste der Arbeiten habe ich und mein Schwiegervater in Eigenarbeit geleistet und da mein Schwiegervater Rentner ist, hat er auch immer das Material (insgesamt ca. 15.000€) vom Baumarkt besorgt, mit seiner EC-Karte bzw. Kundenkarte beglichen und ich habe ihm die Kosten danach wieder ersetzt.
Mein Schwiegervater selbst, da er lebenslanges Wohnrecht im Haus hat, hat viel Arbeit und Geld investiert in das Haus und Garten.

Wir haben uns ein "Nest" für unsere Familie aufgebaut und erheblich darin investiert. Leider steht nur meine Frau im Grundbuch. Im Bausparvertrag, der während unserer Ehe neu festgelegt werden mußte, stehe ich als Mitschuldner.

Hier meine Frage:
da ich aus dem Haus ausgezogen bin würde mich interessieren, was mir aus der Wertsteigerung der Immobilie meiner Frau zusteht bzw. ob es sinnvoll ist ein Gutachter zu beauftragen der das Gebäude einschätzt da viel in Eigenarbeit geleistet wurde und das Haus an sich, meiner Meinung nach sehr an Wert gewonnen hat.

Welche Möglichkeiten stehen mir hier zur Verfügung um nicht leer auszugehen?

Von Seiten meiner Frau kam nur lapidar, das ich nichts zu erwarten habe und das ich die Schuldentlassung aus dem Bauspardarlehen vergessen kann.

Kurz vor der Trennung füllte ich auch noch unsere Heizöltanks voll -
kann ich diese Kosten auch geltend machen?

Wir befinden uns gerade in der Trennungsphase, die Scheidung wird nächstes jahr sein.

Vielen Dank


Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Da Sie nichts dazu erwähnt haben, gehe ich davon aus, dass Sie keinen Ehevertrag mit Ihrer Frau gemacht haben und daher im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben.

In diesem Fall können Sie im Falle der Scheidung einen Zugewinnausgleich fordern.

Da allein Ihre Frau im Grundbuch eingetragen ist, ist sie auch Alleineigentümerin des Hauses; das Gesetz ist bei Grundeigentum insoweit eindeutig. Dass Sie in Darlehensverträgen mit aufgeführt sind, macht Sie nicht zum Eigentümer.

Hinsichtlich des Hauses gilt daher folgender Berechnungsgrundsatz:

Das Anfangsvermögen Ihrer Frau ist der Wert des Hauses zu Beginn der Ehe, ihr Endvermögen der Wert am Stichtag Zustellung des Scheidungsantrages, vgl. § 1384 BGB.

Da aufgrund der vielen Arbeiten am Haus der Endwert höher ausfallen dürfte, dürfte insoweit ein positiver Zugewinn Ihrer Frau vorliegen, der auszugleichen ist, und von dem Sie die Hälfte zu erhalten haben.
Genaueres kann erst nach Analysierung der gesamten beiderseitigen Vermögen gesagt werden.

Sie können so also möglicherweise die Wertsteigerung des Hauses zumindest teilweise wieder herausverlangen

Wie hoch die jeweiligen Werte des Hauses waren bzw. sind, muss im Zweifel durch einen Gutachter ermittelt werden.


Was die Mithaftung im Bausparvertrag angeht, so muss unterschieden werden zwischen dem Aussenverhältnis zur Bank und dem Innenverhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Frau.

Eine Entlassung aus der Haftung können Sie nur erreichen bei Zustimmung Ihrer Frau UND der Bausparkasse. Sofern dies nicht erfolgt, bleiben Sie auch nach der Scheidung der Bank gegenüber haftbar.

Im Innenverhältnis haben Sie dann jedoch einen Ausgleichsanspruch gegen Ihre Frau.

Dies gilt im übrigen auch für die Kosten des Heizöles, von dem Sie nun nichts haben.

Angesichts des Verhaltens Ihrer Frau sollten Sie die Beauftragung eines eigenen Anwaltes erwägen, denn die anstehenden vermögensrechtlichen Fragen sind ziemlich komplex; zudem stehen doch anscheinend erhebliche Beträge auf dem Spiel.


Ich stehe gerne für eine weitergehende Tätigkeit zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 27.08.2009 | 06:51

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