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Werkvertrag und Nachtragsangebot

05.07.2011 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir erstellten für unseren Kunden ein Angebot für die Renovierung der Fassaden.
Unser Kunde ist eine Hausverwaltung die eine Eigentümergemeinschaft vertritt.
Anschließend erhielten wir den schriftlichen Auftrag für die Ausführung.
Wie unser Kunde von uns gewohnt ist, bekommt er zwei Farbtonentwürfe für das Objekt. Einmal die Variante 1, die unserem Angebot entspricht und einmal eine zweite Variante als alternative zur Variante 1.
Da in unserem Angebot steht.....Fassadenbeschichtung......Farbton: weiß oder hellgetönt Hellbezugswert 100-70, habe ich unserem Kunden bei Übergabe der beiden Entwürfe direkt ein Nachtragsangebot überreicht, da die Farbtöne der Variante 2 nicht dem Angebotspreis entsprechen. Weiterhin stand im Nachtragsangebot das EUR 6,- als Zulage pro Quadratmeter hinzukommen, wenn die Variante 2 zur Ausführung kommen sollte.
Dies erhielt der Verwalter Mitte April.
In unserem Angebot wurde für die gesamte Fassadenfläche ein Farbton vorgesehen.

Ende Mai bekam dann irgendwann eine Mail vom Verwalter in der stand...."Hallo....die Eigentümer haben sich für die Variante 2 entscheiden....bitte fangen Sie mit der Ausführung an!"

Vor zwei Wochen telefonierte ich dann nochmal mit dem Verwalter und meinte zu ihm, er solle mir doch bitte noch den Nachtrag den er damals von mir bekommen hat (einmal Übergabe durch Boten "2 Mitarbeiter", 2 mal per Mail und einmal per Fax) unterschrieben zurücksenden. Er hingegen tat dann sehr erstaunt und sagte dann zu mir das hätte ich selbst mit den Eigentümern abklären müssen, jedoch kennen wir diese gar nicht, da er unser Ansprechpartner ist.
Wir verblieben dann so das er das abklärt.
Die Fläche der Fassaden beträgt ca. 1000 qm.
Heute bei einem Treffen sagte er zu meiner Kollegin, die Ausführung der Variante 2 bleibt nach wie vor bestehen, aber zu dem Preis gemäß Angebot. Der Nachtrag wird nicht bezahlt.
Ich erinnere noch einmal daran, im Angebot ist ein Farbton weiß oder hellgetönt vorgesehen und nun gemäß Variante 2 haben wir 8 sehr stark getönte Farbtöne auf der gesamten Fassadenfläche.

Wir haben bereits vor Beginn der Arbeiten alles nötige an unseren Ansprechpartner übergeben und haben nichts verschwiegen.
Als dann damals die Mail kam, das Variante 2 bestellt wird usw. haben wir mit der Ausführung begonnen, da wir davon ausgingen, dass alle seine Richtigkeit hat, da ja der Verwalter über die Mehrkosten informiert ist.

Wie verhalten wir uns nun?

Durch die starke Tönung der Farbtöne sind diese auch für uns im Einkauf teilweise pro Liter manchmal 100% teurer als ein weißer Farbton und dann kommt noch der zusätzliche Mehraufwand auf, da nun 8 anstatt 1 Fassadenton ausgeführt werden soll.

Sehr geehrter Fragesteller,

anhand des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Es besteht ein wirksamer Vertrag zwischen Ihnen und der Eigentümergemeinschaft, wobei als Werkleistung die Ausführung in der Variante 2 und als Gegenleistung der entsprechende Preis des Nachtragsangebots vereinbart ist.

Entscheidend ist, wie Sie als Empfänger die Erklärung, mit welcher der Ausführung der Variante 2 zugestimmt wurde, verstehen durften.
Da das Nachtragsangebot der Hausverwaltung bekannt war, konnte die Email: "Hallo....die Eigentümer haben sich für die Variante 2 entscheiden....bitte fangen Sie mit der Ausführung an!" nur so verstanden werden, dass die Variante 2 zu den Konditionen des Nachtragsangebots zur Ausführung kommen soll.

Es reichte auch aus, dass das Nachtragsangebot gegenüber der Hausverwaltung erklärt wurde, § 164 Abs.3 und Abs. 1 BGB. Die Ansicht des Hausverwalters ist in diesem Punkt nicht richtig.

Da Sie von einem bestehenden Vertrag ausgehen müssen, empfehle ich auch dementsprechend den Vertrag zu erfüllen und entsprechend des Nachtragsangebots zu berechnen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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