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Werkvertrag kündigen aufgrund mangelhafter Leistungen des Auftragnehmers

19.03.2019 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Kündigung eines Handwerkers bei fehlerhafter Verwendung von Baumaterialien

Guten Tag zusammen,

wir bauen derzeit ein Einfamilienhaus, welches ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) auf Basis von Mineralwolle erhält. Ich habe mit einem Handwerker dazu einen Vertrag abgeschlossen und die Berabeitung wurde begonnen. Dabei sei erwähnt, dass ich selbst das Material sowie das notwendige Gerüst stelle.

Der Handwerker selbst führt die Arbeiten nicht selbst aus, sondern hat diese an einen Subunternehmer weitergegeben. Dieser Subunternehmer hat einen Tag vor Beginn bei meinem Architekten angerufen und sich erkundigt, wie er was zu verarbeiten hat. Dies deutet darauf hin, dass keine gute Kommunikation zwischen dem Handwerk und seinem Sub erfolgt ist.

Nachdem der Sub von meinem Architekten eingewiesen wurde, hat er an zwei Tagen zu zweit a 8h mit der Arbeit begonnen. Allerdings hat es an beiden Tagen heftig geregnet. Dadurch ist die Mineralwolle sehr nass geworden - aber trotzdem angebracht worden. Trotz Kommunikation mit dem Sub hat dieser die Arbeit fortgeführt mit der Aussage, dass er fertig werden muss. Im Vertrag steht aber geschrieben, dass die Arbeiten nur bei gescheiter Witterung stattfinden dürfen. Weiterhin steht in den Verarbeitungsrichtlinien des WDVS Herstellers, dass das Material zu schützen ist. Dem wurde nichtg nachgekommen.

Wir haben nun den Handwerker gebeten, die WDVS Platten gegen neue zu ersetzen und dies bei gescheiter Witterung zu tun. Dem widerspricht er und weigert sich, da er meint, dass die Feuchtigkeit aus dem Material herauszieht.

Beide Parteien haben nun mit den Säbeln gerasselt und diverse Paragraphen der VOB genannt. Was macht man in einem solchen Fall? Der Handwerker hat ca. für 1500€ gearbeitet - dem gegenüber steht ein Materialschaden von mindestens der gleichen Größenordnung. Weiterhin muss das Gerüst bezahlt werden und wenn ich das Material auf eigene Kosten runterhole, muss ich dies auch kostspielig entsorgen.

Ist in einem solchen Fall der Weg vor Gericht ratsam oder sollte man sich doch versuchen, ausserhalb des Gerichts zu einigen? Wir möchten eigentlich nach diesem Hin und Her nicht mehr mit dem Handwerker zusammenarbeiten, da dass Vertrauen in Gänze verloren gegangen ist.

Danke vorab für ein Feedback hierzu.

Viele Grüße

Dennis Tollhausen

19.03.2019 | 12:58

Antwort

von


(303)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich steht Ihnen als Auftraggeber gem. § 649 BGB ein weit gefasstes jederzeitiges Kündigungsrecht zu, welches keinerlei Einschränkungen unterliegt. Dem beauftragten Handwerker steht im Gegenzug dem Grunde nach die vereinbarte Vergütung im Hinblick auf die bis zu dem Zeitpunkt Ihrer Kündigung erbrachten Leistungen zu, wobei er im Streitfall die Höhe seines geltend gemachten Anspruchs auf Werklohn darlegen und beweisen müsste.

Im Allgemeinen sollten Sie in der von Ihnen geschilderten Sach- und Rechtslage durchaus den Versuch unternehmen eine außergerichtliche gütliche Einigung anzustreben. Vor dem Hintergrund der von Ihnen geschilderten unsachgemäßen Verwendung der zur Verfügung gestellten Baumaterialien sowie etwaigen Beseitigungskosten und Folgeschäden, sollten Sie jedoch die Höhe der Mangelbeseitigungskosten vorab, ggf. privatgutachterlich, klären lassen, um eine vernünftige Verhandlungsbasis zu haben.

Im Falle des Scheiterns etwaiger vorgerichtlicher Verhandlungen dürften die Erfolgsaussichten einer gerichtlichen Klärung angesichts der von Ihnen mitgeteilten Eckdaten des Falles jedoch durchaus positiv zu bewerten sein, so dass Sie eine gerichtliche Auseinandersetzung auch nicht um jeden Preis scheuen müssen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie im Rahmen der außergerichtlichen Vergleichsverhandlungen und/oder gerichtlichen Klärung anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei gerade auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden. Soweit Sie rechtschutzversichert sein sollten, kann zudem auch eine kostenfreie Deckungsanfrage für Sie gestellt werden.

Ich hoffe ansonsten, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen




Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Mikio Frischhut

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