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Werkvertrag gültig, wenn Auftragsbestätigung nicht unterschrieben?

19.09.2011 19:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo,
chronologischer Ablauf.
1.Ein Kunde bestellt eine Terrassenüberdachung.
2.Wir kommen zum messen und beraten.
3.Wir erstellen ein Angebot (schriftlich)
4.Der Kunde bestellt telefonisch.
5.Wir bestätigen dem Kunden seine Auftragserteilung.Mit einer Auftragsbestätigung.
Bekommen diese aber nicht unterschrieben zurück.Kurz vor dem in der Auftragsbestätigung genannten Montagetermin rufen wir den Kunden an.
Dieser teilt uns mit dass er den Auftrag anderweilig vergeben hätte und er der Meinung sei,dass wenn er die Auftragsbestätigung nicht zurück schickt es auch keinen Auftrag gibt.
Ist dies richtig??
Unsere Meinung ist das der Autrag bereits durch
die Auftragserteilung des Kunden am Telefon einen
Vertrag darstellt.Unsere Werkverträge werden nach BGB geschlossen.Uns ist bekannt das ein Vertrag durch den Kunden jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kann.Es ist in unserer Auftragsbestätigung auch kein Hinweis enthalten,dass der Vertrag erst dann Gültigkeit erlangt,wenn er unterschrieben bei uns vorliegt.
Wir haben hier jetzt ein Bauteil liegen,mit dem wir auf Grund der ausgefallenden Maße nichts anfangen können.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Auffassung des Kunden ist falsch.

Mit der telefonischen Bestellung und die Annahme durch Ihren Mitarbeiter ist der Vertrag zustande gekommen. Entscheidend ist aber, dass Ihr Mitarbeiter die telefonische Bestellung des Kunden auch sofort in dem Telefonat angenommen hat.

Ich gehe davon aus, dass es insoweit eine Gesprächsnotiz oder sonst etwas Verwertbares gibt.

Dann ist der Vertrag sofort am Telefon zustande gekommen.

Auf eine schriftliche Abfassung oder unterzeichnete Auftragsbestätigung kommt es dann nicht mehr ab, da ja schon ein Vertrag am Telefon wirksam geschlossen worden ist. Sie dient in diesem Fall lediglich der Beweiserleichterung.

Demgemäß können Sie also Erfüllung verlangen und sollten dazu den Kunden durch schriftliche Aufforderung zum Nennung eines Montagetermins auch in Verzug setzen.


Zwar könnte man in der Mitteilung des Kunden, er hätte den Auftrag anderweitig vergeben, eine Kündigungserklärung erkennen. Allerdings kommt es dazu auf den genauen Wortlaut an.

Aber auch, wenn es als Kündigung anzusehen wäre, hätte der Kunde zu zahlen. Lediglich ersparte Aufwendungen (Montage) müssten Sie sich dann anrechnen lassen.


Fordern Sie also den Kunden zunächst schriftlich zum Abnahme und Nennung eines Montagetermins unter Fristsetzung von 14 Tagen auf.

Geschieht dieses nicht, sollten Sie einen Anwalt einschalten. Gerne können Sie sich dann mit unserem Büro in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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