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Werkvertrag Fertighaus - Schlüsselfertiges Haus unterschrieben, Heizungsanlage ist aber zu klein?

14.02.2009 17:37 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
folgende Situation:
in 2008 wurde ein Werkvertrag über Schlüsselfertiges Haus unterschrieben.
Im verlauf der Sache kam ich jedoch dahinter, dass die Heizungsanlage die vertraglich verankert ist, nur Häuser bis 240m^2beheizen kann, unser haus hat 253m^2.
Der Haushersteller hat empfohlen das Haus zu verkleinern, oder nur als Ausbauhaus zu liefern.
Ich habe jedoch einen Vertrag für ein Schlüsselfertiges haus.

Ich habe die Sache einem Anwalt übergeben, bin aber nicht mit dessen Vorgehen einverstanden, es passiert nämlich gar nicht.

Was habe ich nun für Möglichkeiten aus dem Vertrag rauszukommen, bzw. vom hersteller eine funktionelle techn. Ausstattung zu bekommen.
MfG

Sehr geehrter Ratsuchender,

ob der Vertrag wirlich als Werkvertrag einzustufen ist, bedarf einer genaueren Prüfung:

Ich verweile auf das Urteil des OLG Oldenburg vom 17.03.2005, Az: 8 U 286/04, in dem ausgeführt worden ist:

Der Werkvertrag über die Lieferung eines Ausbauhauses mit Zahlungsverpflichtung in Teilbeträgen ist ein Ratenlieferungsvertrag gemäß § 505 BGB; dem Verbraucher steht ein Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu.

Dieser Leitsatz könnte, je nach Vertragsausgestaltung und unabhängig von der Überschrift, auch in Ihrem Fall für das schlüsselfertige Haus Anwendung finden. Der Vertrag muss daher eingehend geprüft werden, da Ihnen dann ein gesetzliches Widerrufsrecht zusteäehen könnte.


Ansonsten könnten Sie den Werkvertrag aus wichtigem Grund kündigen. Diesen Grund müssen Sie nachweisen, so dass die Weigerung des Unternehmens, eine ordnungsgemäße Heizung zu liefern, beweisbar sein müsste.

Anstelle der Kündigung können Sie natürlich auf Erfüllung des Vertrages gehen; dazu gehört auch der Einbau einer ordnungsgemäßen Heizungsanlage.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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