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Werkvertrag


26.04.2006 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Ich interessiere mich für ein Reiheneckhaus von einem Bauträger. Das Bauunternehmen hat ein Werkvertrag für die Zusammenarbeit vorbereitet. Ich habe gelesen, dass hierbei die gesamte Beziehung zwischen Bauherrn und Bauunternehmer den gesetzlichen Vorschriften des BGB unterzogen ist. Ich werde natürlich unsere gesonderten Vereinbarungen schriftlich hinzuaddieren.
Meine Frage: ist es dennoch sinnvoll diesen Werkvertrag von einem Anwalt überprüfen zu lassen? Falls ja, wie viel kostet mich die Kontrolle und kurze Hinweise auf Schwachstellen dieses Vertrages. (Ich habe den Vertrag als Worddokument und kann es per Email weiterleiten, die Bemerkungen könnten dann einfach mit anderer Schriftfarbe zwischen die Zeilen erbracht werden.)

-- Einsatz geändert am 26.04.2006 17:30:37

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

Soll ein Vertrag nicht erstellt, sondern nur geprüft werden, fällt die Beratungsgebühr nach Nr. 2100 VV RVG an. Es handelt sich um eine flexible Gebühr, deren Rahmen zwischen 0,1 und 1,0 gemessen am Gegenstandswert liegt.

In einer mittelschweren Angelegenheit bedeutet (unterstellt der Vertrag hätte einen Gegenstandswert von 100.000 € )das :

1,0fache Gebühr bei 100.000 € Gegenstandswert = 1354 €.

1,0 ist jedoch die Höchstgebühr in schweren Fällen. Bei einem mittelschweren Fall würde man rechnen: 1,0 + 0,1 : 2 = 0,55.

0,55 ist die sogenannte Mittelgebühr. Daraus ergäbe sich:

1354 x 0,55 = 744,70 € zzgl. Umsatzsteuer.

Ob ein mittelschwerer Fall vorliegt, kann natürlich erst abschließend beurteilt werden, wenn der Vertrag vorliegt, dies ist auch eine Frage des Umfangs.

Mit 744,70 zzgl. Umsatzsteuer sollten Sie daher bei einem Gegenstandswert des Vertrages von 100.000 € rechnen. Höhere oder niedrigere Gebühren können sich aus einem anderen Gegenstandswert ergeben.

Falls Sie nicht schon durch diese Summe von einer anwaltlichen Prüfung "abgeschreckt" worden sein sollten, darf ich darauf hinweisen, dass sich -wie Sie selbst erkannt haben- die gesamte Beziehung zwischen Bauherrn und Bauunternehmer in diesem Vertrag wiederspiegelt. Der Werkvertrag in Bausachen ist regelmäßig ein umfangreiches Vertragswerk, das der Bauherr ohne rechtliche oder handwerkliche Kenntnisse schwer im Detail nachvollziehen kann. Erst einmal unterzeichnet, haben Sie damit die Grundbedingungen für die Realisierung des "Traums vom Eigenheim" abgesteckt.

Aus meiner Sicht macht es daher grundsätzlich Sinn, eine anwaltliche Prüfung vornehmen zu lassen. Aber ohne das Vertragswerk zu kennen, möchte ich es an dieser Stelle vermeiden, zum Erfordernis anwaltlicher Prüfung ein definitives "ja" mit auf den Weg zu geben, da diese Entscheidung in Ihnen selbst wachsen sollte.

Überlegen Sie, wieviel Sie in das Projekt investieren und wieviel es Ihnen wert wäre, vor möglichen Problemen gewarnt zu werden. Über diese Überlegung sollten Sie selbst zu dem Ergebnis kommen können, ob Sie in eine anwaltliche Vertragsprüfung investieren wollen.

Ich hoffe Ihnen hiermit eine Erste Orientierung ermöglich zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
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