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Werkstattersatzwagen in der Garantiezeit und bei Nichtlieferbarkeit von Ersatzteilen

| 12.10.2020 14:54 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,
mein Renault Master (Leasingfahrzeug, 10 Monate alt) hat seit dem 24.09.2020 einen Motorschaden, der Motor , der Turbolader und viele andere Teile sind zu tauschen. Renault Deutschland hat diesen Schaden bereits als Garantiefall eingestuft, kann aber nicht reparieren weil die Teile nicht lieferbar / im Verzug sind.
Als selbständiger Kurierfahrer brauche ich zwingend ein solches Fahrzeug für meine Firma.
Habe ich ein Recht auf einen Ersatzwagen? Wenn ja, wie lange?
Muss ich die Leasingrate trotz dem Nichtvorhandensein des Leasingfahrzeuges bezahlen?
Vielen Dank.

12.10.2020 | 16:25

Antwort

von


(281)
Bosestraße 9
08056 Zwickau
Tel: 0375/35313120
Web: http://www.ra-lars-winkler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,


Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Hier muss man zwischen den Gewährleistungs-und Garantieansprüchen gegenüber dem Händler und Hersteller auf der einen Seite und den vertraglichen Ansprüchen gegenüber dem Leasinggeber unterscheiden.

Der Defekt ist bei dem Fahrzeugalter zunächst einmal ein Fall für die gesetzliche Mängelgewährleistung und die Herstellergarantie. Das ist hier ja auch nicht umstritten. Nach der gesetzlichen Gewährleistung haben Sie allerdings keinen Anspruch auf einen kostenlosen Ersatzwagen während der Reparaturdauer. Bei der Herstellergarantie richtet sich das nach den vertraglichen Bedingungen im Einzelfall, die ich hier nicht kenne. Sie müssten also hier die Garantiebedingungen nach einem Anspruch auf einen Ersatzwagen durchsuchen.

Besser ist die Lage in jedem Fall gegenüber dem Leasinggeber: Der Leasingsanbieter hat die vertragliche Pflicht, Ihnen für die Leasingsdauer ein funktionsfähiges Fahrzeug zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Da das Auto nicht funktioniert und wegen der nicht lieferbaren Teile auf unabsehbare Zeit nicht funktionieren wird, haben Sie einen Anspruch auf Ersatz des finanziellen Nachteils, der Ihnen durch die entgangene Nutzung des Leasingsfahrzeugs entsteht. Diese Nutzungsausfallentschädigung besteht in der Regel in Höhe der Kosten eines gleichwertigen Mietwagens für die Dauer bis zu einer Reparatur.

Ein Anspruch auf Einstellung der Zahlungen der Leasingrate besteht hingegen nicht. Sie könnten allerdings die fällige Nutzungsausfallentschädigung, wenn es hart auf hart kommen sollte, gegen die Leasingrate aufrechnen.

Sie sollten sich umgehend an den Leasinggeber wenden und diesen auffordern, zur Vermeidung der Geltendmachung von Nutzungsausfallentschädigung umgehend ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug für die gesamte Dauer bis zu einer Reparatur zu stellen. Da der Mangel und das Verschulden des Herstellers für die Verzögerung nicht bestritten werden sollte sich der Leasinggeber (und der Autohändler als dessen Vertreter) da auch sofort bewegen. Wenn das verweigert wird würde ich umgehend einen Rechtsanwalt einschalten und die Ansprüche über diesen geltend machen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lars Winkler

Rückfrage vom Fragesteller 13.10.2020 | 15:51

Sehr geehrter Herr RA Winkler,
vielen Dank für Ihre gestrige Antwort. Ich habe, ihrem Rat folgend, heute nochmals den Leasinggeber, diesmal aber die Renaultbank selbst, kontaktiert. Diese hat mir nun mitgeteilt, dass sie alles an den ausliefernden Renault - Vertragshändler abtreten hab und dieser mitteilt, er könne für mich nichts tun da mein Fahrzeug bei einem anderen Renault - Vertragshändler zur Reparatur steht. Es wird also wieder nur davongeschoben.
Was kann ich nun tun?
Gruß aus Berlin,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.10.2020 | 16:07

Sehr geehrter Fragesteller,


Zu Ihrer Nachfrage Folgendes:

Sie sollten jetzt mit einem Rechtsanwalt vor Ort richtig Druck machen.

Die Aussage der Renault Bank als Leasinggeber verstehe ich so, dass diese sagt sie hat den ausliefernden Händler damit beauftragt, Ihre Ansprüche zu regulieren. Das ist zunächst einmal ganz normal und völlig in Ordnung so.

Die Aussage dieses Händlers, er könne nichts machen weil das Fahrzeug bei einem anderen Vertragshändler steht, ist Unsinn. Sie können die Garantiereparatur in jeder Vertragswerkstatt vornehmen lassen, das ist Ihr gutes Recht. Trotzdem hat Ihnen der Vertreter der Leasinggesellschaft einen Ersatz zu beschaffen wenn er vermeiden will, dass Sie den Nutzungsausfall geltend machen.

Deswegen würde ich jetzt anwaltliche Hilfe vor Ort suchen. Ihr Rechtsanwalt sollte die Leasinggesellschaft und in Kopie den ausliefern Händler anschreiben und dazu auffordern, jetzt umgehend ein Ersatzfahrzeug zu stellen wenn nicht die Nutzungsausfallentschädigung geltend gemacht werden soll. Eventuell bereits entstandene Kosten für Mietwagen sollten dann auch geltend gemacht werden.


Mit freundlichen Grüßen,

Lars Winkler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.10.2020 | 07:04

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

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Stellungnahme vom Anwalt:

Die Bewertung ist unverständlich. Der Fragesteller ist in einer Situation in der er seine Rechte jetzt mit Nachdruck geltend machen muss. Die Beratung hat dazu hoffentlich den Anstoß gegeben, mehr kann sie nicht leisten. Es muss nun gegenüber dem Leasinggeber und dem Händler als dessen Vertreter schlicht Druck gemacht werden. Das kann nur der Rechtsanwalt vor Ort tun.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.10.2020
4,6/5,0

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(281)

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08056 Zwickau
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